Das waren die Höhepunkte des Wintersport-Wochenendes

Karl Geiger

Wintersport im Überblick

Das waren die Höhepunkte des Wintersport-Wochenendes

Das Wintersportjahr geht auf die Zielgerade. Noch einmal wurden an diesem Wochenende  sportliche Höchstleistungen geboten, aber auch ein emotionaler Abschied spielte eine Rolle. Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Geiger begeistert Oberstdorf - Kobayashi gewinnt

Feiertag in Oberstdorf: Zum Auftakt der Vierschanzentournee hat sich Lokalmatador Karl Geiger mit dem zweiten Platz belohnt. 25.000 waren aus dem Häuschen und feierten den 26-Jährigen und die anderen DSV-Adler, die insgesamt mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung glänzten. Doppel-Weltmeister Markus Eisenbichler wurde Elfter vor Pius Paschke (12.) und Stephan Leyhe (13.). Auch Constantin Schmid, Luca Roth und Moritz Baer hatten den zweiten Durchgang erreicht. Eine Klasse für sich war wieder einmal der Weltcup-Gesamtsieger der vergangenen Saison, Ryoyu Kobayashi. Der japanische Titelverteidiger hatte die Konkurrenz bereits im ersten Durchgang geschockt und gewann souverän.

Laura Dahlmeiers emotionale Abschiedsparty

Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier

Reichlich Emotionen, ein paar Tränen und ein begeistertes Publikum: Die 46.000 Zuschauer in der Arena auf Schalke haben Laura Dahlmeier noch einmal hochleben lassen. Zum Abschluss ihrer aktiven Karriere verpasste die zweifache Olympiasiegerin bei der World Team Challenge mit Philipp Nawrath Rang knapp das Podest. Am Ende wurde es ein vierter Platz, weil ihr Mixed-Partner auf der Zielgeraden noch vom Franzosen Antonin Guigonnat abgefangen wurde. Für die 26-Jährige eher nebensächlich. "Es war wirklich ein brutal schöner Tag für mich", gestand Dahlmeier, die sich nun ganz neuen Aufgaben widmen wird. Den Weltcup wird die einstige Biathlon-Königin künftig als TV-Expertin beim ZDF begleiten und sich auf ihr Sportstudium in München und die Ausbildung zur Trainerin konzentrieren.

Ski alpin: Sorgenkinder Rebensburg und Dreßen

Licht und Schatten bei den Skirennläufern zum Jahresabschluss. Während Weltcup-Dominatorin Mikaela Shiffrin aus den USA nach einem kurzen Tief wieder zu alter Stärke zurückgefunden hat und im Riesenslalom den Sieg einfuhr, herrschte bei Viktoria Rebensburg Ratlosigkeit. Mit Platz 14 in ihrer Schokoladendisziplin wurde es für die 30-Jährige in Lienz ein "Tag zum Vergessen". Bemerkenswert lief es für die DSV-Starterinnen im Slalom. Beim letzten Weltcup-Rennen 2019 verpasste Christina Ackermann auf Rang fünf nur um 0,19 Sekunden einen Platz auf dem Podest, Lena Dürr wurde Sechste. Die Männer hatten ihre Auftritte im französischen Bormio, jedoch zum Schluss ohne Thomas Dreßen. Der 26-Jährige verzichtete nach dem neunten Platz in der Abfahrt am Freitag auf weitere Startsauf der eisigen Stelvio-Piste. Der Grund: Das Knie, in dem sich der Kitzbühel-Sieger Ende November 2018 unter anderem einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, wurde in den vergangenen Tagen immer wieder dick.

Deutsche Langläufer enttäuschen bei der Tour de Ski

Victoria Carl und Katharina Hennig

Victoria Carl und Katharina Hennig

Gut ein Jahr vor der Heim-Weltmeisterschaft in Oberstdorf sind die deutschen Langläufer noch ein gehöriges Stück von der internationalen Spitze entfernt. Zu sehen am Wochenende auf der zweiten Etappe der Tour de Ski im schweizerischen Lenzerheide, als keiner der Männer die K.o.-Runde erreichte. Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) belegte nur Rang 34. Beste DSV-Läuferinnen waren Victoria Carl aus Zella-Mehlis und Sofie Krehl (Oberstdorf), die allerdings nicht über das Viertelfinale hinaus kamen. Teamchef Peter Schlickenrieder legte den Finger in die Wunde: "Dass wir im Sprint keine Weltmacht sind, wissen wir seit langem." Etwas besser lief es am Samstag, als im Massenstartrennen Carl als Zwölfte und die Oberwiesenthalerin Katharina Hennig (13.) über 10 Kilometer und Jonas Dobler (Traunstein/13.) über 15 Kilometer ansprechende Ergebnisse erzielten.

jmd | Stand: 30.12.2019, 06:32

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