Irres Ski-Wochenende für den DSV

Stefan Luitz nach seinem Sieg im Riesenslalom

Rückblick

Irres Ski-Wochenende für den DSV

Die deutschen Winterpsortler sorgen gleich zu Beginn des Winters für Furore – positiv wie negativ. Überraschungssiege, Verletzungen, Rückschläge – das war das Wochenende.

Ski Alpin: Im Wechselbad der Gefühle

Freud und Leid lagen beim deutschen Skiverband am zweiten großen Wintersport-Wochenende dicht beisammen. Während Stefan Luitz am späten Sonntagabend in Beaver Creek mit seinem Sieg im Riesenslalom für einen Paukenschlag sorgte, stimmte die schwere Verletzung von Thomas Dreßen traurig. Der Streif-Sieger fällt mit einem Kreuzbandriss lange aus. Wie ein erfolgreiches Comeback aussehen kann, machte Luitz vor. Der laborierte vergangene Saison an einem Kreuzbandriss und fuhr bei seinem ersten Rennen nach der Verletzung prompt zum Sieg.

Auch Viktoria Rebensburg hatte Grund zur Freude: Sie raste im Super-G in Lake Louise beim Sieg von Mikaela Shiffrin auf Platz drei – und damit erstmals in der Saison unter die Top 3. Am Freitag hatte Kira Weidle als Dritte in der Abfahrt überzeugt.

Biathleten patzen zum Auftakt

Der Saisonstart der deutschen Biathleten ging dagegen gründlich schief. Ohne die Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier reichte es beim Weltcup-Auftakt im slowenischen Pokljuka in beiden Mixed-Wettbewerben nicht für das Podest. Rang sieben in der Mixed-Staffel, Rang acht im Single-Mixed waren eine Enttäuschung und für Benedikt Doll "extrem ärgerlich". Die Siege gingen an Frankreich und Norwegen.

Kombinierer hadern auf der Schanze

Die erfolgsverwöhnten Nordischen Kombinierer holten bei drei Wettkämpfen in Lillehammer vier Podestplätze. Eric Frenzel (2 x Zweiter), Fabian Rießle und Johannes Rydzek (jeweils Platz drei) schafften den Sprung auf das Treppchen. Wobei aktuell der Sprung das Problem der Kombinierer ist. Auf der Schanze klemmt die Säge – und so ist Rang eins derzeit an den norwegischen Seriensieger Jarl Magnus Riiber vergeben. Der springt gerade alles in Grund und Boden.

Sieger Jarl Magnus Riiber aus Norwegen (Mitte) gemeinsam mit Joergen Graabak und Johannes Rydzek auf dem Podest

Sieger Jarl Magnus Riiber aus Norwegen (Mitte) gemeinsam mit Joergen Graabak und Johannes Rydzek auf dem Podest

Deutsche Skispringer ohne Podestplatz

Einen Überflieger gibt es zu Saisonbeginn auch im Skispringen, allerdings keinen deutschen. Der Japaner Ryoyu Kobayashi ist in der Form seines Lebens und gewinnt derzeit einfach immer und überall. Die Deutschen kamen zumindest in Podestplatznähe. Stephan Leyhe landete am Samstag auf Rang vier, Karl Geiger wurde am Sonntag Fünfter.

Deutsche Skispringerinnen spitze

Deutlich erfolgreicher waren die Skispringerinnen. Katharina Althaus gewann das Lillehammer-Triple. Die 22-Jährige katapultierte sich am Sonntag mit einem überragenden Sprung auf die Tagesbestweite von 139,5 Meter im zweiten Durchgang von Rang vier der Gesamtwertung noch an die Spitze. Juliane Seyfarth hatte am Freitag gewonnen, Ramona Straub rundete das sehr starke Auftaktwochenende am Sonntag als Zweite ab.

Rodler räumen schon wieder ab

Auf der Überholspur sind erneut die deutschen Rodler. Auf der Olympiabahn von 2010 in Whistler glückte den Doppelsitzern ein Dreifacherfolg, bei den Damen gelang ein Doppelsieg und bei den Herren wurde Felix Loch Zweiter. Besser geht’s fast nicht.

DSV-Läufer Janosch Brugger mit Riesenerfolg

Im Langlauf ist die Norwegerin Therese Johaug gerade das Maß aller Dinge: In Lillehammer gewann sie auch das zweite Distanzrennen souverän. Bei den Herren überraschte DSV-Läufer Janosch Brugger mit der schnellsten Zeit aller Starter. Im Verfolgungsrennen über 15 Kilometer klassisch katapultierte er sich vom 45. Startplatz noch auf Rang 17 nach vorn.

Thema in: B5 Sport, 02.12.2018, 12.15 Uhr

sst | Stand: 03.12.2018, 09:32

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