Curling-EM - Verlorenes Halbfinale trübt die Freude nicht

Curling-Stein

Turnier in Estland

Curling-EM - Verlorenes Halbfinale trübt die Freude nicht

Bei der Curling-EM in Tallinn sind erstmals seit 2008 wieder beide deutsche Teams ins Halbfinale eingezogen. Dass die Männer dort verloren, trübte die Freude nicht.

Das deutsche Team unterlag am Donnerstag (22.11.2018) gegen Titelverteidiger Schweden mit 3:6. Bernhard Mayr, Präsident des Deutschen Curling-Verbandes, sagte: "Das ist der Irrsinn, wir haben das Maximum rausgeholt. Das belegt unseren Aufschwung."

Für den jungen Skip Marc Muskatewitz (Rastatt/22) war sein schwedischer Kontrahent Niklas Edin erneut eine Nummer zu groß. Damit spielt Deutschland am Freitag (18 Uhr) gegen Italien um Bronze. Im Finale kommt es zwischen Schweden und Schottland zur Neuauflage des Endspiels aus dem Vorjahr.

Frauen im Halbfinale gegen die Schweiz

Auch die Frauen um Skip Daniela Jentsch (Füssen) waren als Vierte in die Vorschlussrunde eingezogen - trotz eines abschließenden 3:7 gegen Schweden. Das Team musste lange zittern, ehe die Schützenhilfe der Schweiz durch ein 6:5 nach Zusatzend gegen den ausgeschiedenen Titelverteidiger Schottland feststand. Am Freitag (13 Uhr) geht es gegen die Schweiz um den Einzug ins Finale.

Beide Mannschaften damit für die WM qualifiziert

Für den finanziell arg gebeutelten DCV ist das Abschneiden in Tallinn ein wichtiger Schritt nach vorn. Beide Mannschaften haben sich damit für die Weltmeisterschaften im kanadischen Lethbridge (Männer) und im dänischen Silkeborg (Frauen) qualifiziert. "Das hilft uns natürlich sehr in unseren Gesprächen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bemühen um mehr Fördergelder", sagte Mayr.

Thema: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Donnerstag, 22.11.18, ab 22.50 Uhr

sid | Stand: 22.11.2018, 22:08

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