Coronavirus: Deutscher Skiverband beschließt Maßnahmenkatalog

Stefan Schwarzbach, Geschäftsführer und Kommunikationsdirektor des Deutschen Skiverbands

Skispringerinnen nicht nach Russland

Coronavirus: Deutscher Skiverband beschließt Maßnahmenkatalog

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat mit einem Maßnahmenkatalog auf die aktuellen Gefahren durch das Coronavirus reagiert.

Lediglich die Biathletinnen und Biathleten, Langläuferinnen und Langläufer und Ski Freestyler werden noch an den weiteren Weltcups des Winters teilnehmen. Für die übrigen deutschen Wintersportlerinnen und -sportler ist die Saison dagegen beendet - weil es keine Weltcups mehr gibt.

Der DSV veröffentlichte einen Maßnahmenkatalog und äußerte sich zum aktuellen Stand bei den noch ausstehenden Veranstaltungen. Unter anderem wurden alle offiziellen internationalen DSV-Wettbewerbe in Deutschland bis zum Ende der Saison 2019/20 abgesagt.

Auslandsreisen zu Wettkämpfen oder Trainingslagern wird es bis auf Weiteres nicht geben. Bei den Weltcupteams will der DSV in Abstimmung mit dem Skiweltverband FIS und dem Biathlonweltverband IBU Einzelfallentscheidungen treffen.

Wann wird pauschal abgesagt? 300 Personen als Grenze

Was nationale und regionale Wettkämpfe und Trainingslager betrifft, setzt der DSV eine Personenanzahl von 300 als Grenze. Darüber werden Events "entsprechend der behördlichen Empfehlungen" abgesagt, darunter soll es ebenfalls Einzelfallentscheidungen geben.

Der DSV-Maßnahmenkatalog im Wortlaut

1. Alle offiziellen internationalen DSV-Wettbewerbe in Deutschland werden bis zum Ende der Saison 2019/2020 abgesagt.

2. Auslandsreisen zu Wettkämpfen und Trainingslager finden bis auf weiteres nicht statt. Die Weltcupteams sind von dieser Regelung ausgenommen. Hier entscheidet die Sportführung im Einzelfall und in enger Abstimmung mit den beiden Weltverbänden FIS und IBU. Die gleiche Einzelfall-Regelung gilt für Mannschaften, die zum jetzigen Zeitpunkt noch im Ausland unterwegs sind.

3. Nationale Wettkämpfe, Lehrgänge, Trainingsmaßnahmen bzw. regionale Wettbewerbe mit mehr als 300 Personen werden entsprechend der behördlichen Empfehlungen abgesagt. Die jeweiligen Verantwortlichen kommunizieren diese Absagen direkt an die Teilnehmer.

4. Bei einer geplanten Anzahl von weniger als 300 Personen wird für Wettkämpfe, Lehrgänge, Trainingsmaßnahmen bzw. regionale Wettbewerbe im Einzelfall entschieden und von den Verantwortlichen direkt an die Teilnehmer kommuniziert.

Damit folgt der Deutsche Skiverband den Vorgaben und Empfehlungen der Bundes- und Landesbehörden. Darüber hinaus stimmt sich der DSV täglich mit seinen leitenden Medizinern, den beiden internationalen Dachverbänden FIS und IBU und dem Deutschen Olympischen Sportbund ab, um angemessen auf die jeweilige Lage vor Ort und die akute Situation in Deutschland reagieren zu können.

Oberste Prämisse der o.a. Maßnahmen ist es, dass sich kein Skisportler oder Betreuer einer unnötigen Gefahr aussetzt. Weder im Weltcup noch im Freizeit- und Nachwuchsbereich.

Thema in: B5 Sport, 12.03.2020, 13.55 Uhr

red/dsv | Stand: 12.03.2020, 16:43

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