Friedrichs trotz ungeliebter Bahn vor nächstem Rekord

Francesco Friedrich

Bob-WM

Friedrichs trotz ungeliebter Bahn vor nächstem Rekord

Gerade erst hat er einen neuen Rekord aufgestellt, da naht schon der nächste: Francesco Friedrich kann mit einem erneuten Viererbob-Sieg als zweiter Pilot der Welt sein zweites WM-Double in Serie perfekt machen. Dabei ist er mit den Bedingungen in Whistler höchst unzufrieden.

Der 28-jährige Sachse, der mit seinem fünften Zweierbob-WM-Titel in Serie den 58 Jahre alten Rekord schon egalisiert hatte, kann das nächste Kunststück schaffen. Nach seinen Doppelsieg 2017 in Königssee, wo er sich den Titel im Viererbob mit dem zeitgleichen Johannes Lochner teilen musste, geht er erneut als ein Favorit in die Rennen am Wochenende auf der Hochgeschwindigkeitsbahn in Whistler. Das zweimalige WM-Double gelang zuvor nur Eugenio Monti in den Jahren 1960 und 1961.

"Es wird nicht am Material liegen"

Friedrichs Wallner-Schlitten gilt als schnellster des Feldes. "Unser Vierer ist unheimlich schnell, es wird nicht am Material liegen, nicht am Start, es wird daran liegen, wie Franz in der Bahn mit dem Gerät klarkommt. Ich bin mir sicher, dass er das gut hinkriegt", meinte Bremser Thorsten Margis. Friedrich sieht im Gegensatz zum Zweierbob deutlich mehr Favoriten. "Aber wenn wir viermal gut starten, viermal gut fahren, dann ist alles möglich", sagte Friedrich, der bei den Trainingsdurchgängen trotz lockeren Starts zweimal Bestzeit fuhr.

Betonlücken auf der WM-Bahn

Allerdings ist der Bobpilot mit den Bedingungen bei dieser WM nicht zufrieden. "Ich denke, da hat wieder irgendwo Beton durchgekuckt und das zieht sich durch die ganze Woche. Wir machen uns natürlich unsere guten Kufen hier einfach kaputt", schimpfte er nach den Trainingsläufen. "Hier ist aber alles ein bisschen chaotisch. Das ist mit Abstand die schwächste WM, die ich je erlebt habe", sagte der Sachse über die Veranstalter.

Francesco Friedrich: „Da hat wieder irgendwo Beton durchgeguckt.“ Sportschau 09.03.2019 01:51 Min. Verfügbar bis 08.03.2020 Das Erste

dpa/sid | Stand: 07.03.2019, 12:43

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