Friedrich setzt sich erneut im Viererbob durch

Francesco Friedrich mit Thorsten Margis, Alexander Schueller und Candy Bauer

Bob-Weltcup Innsbruck

Friedrich setzt sich erneut im Viererbob durch

Francesco Friedrich hat sich im Viererbob den nächsten Sieg geholt und erneut das Double geschafft. In Innsbruck setzte sich das Quartett vor dem Team um Pilot Johannes Lochner durch.

Eine Woche nach seinem Doppelsieg in La Plagne gewann der 29-jährige Pilot vom BSC Sachsen Oberbärenburg auch in Innsbruck-Igls die Rennen im Vierer- und im Zweierbob. Mit seiner Crew Candy Bauer, Martin Grothkopp und Alexander Schüller setzte er sich im Vierer am Sonntag mit 0,33 Sekunden Vorsprung vor Europameister Johannes Lochner durch, der für den BS Solitude Stuttgart fährt.

Einen deutschen Dreifacherfolg verhinderte US-Pilot Hunter Church als Überraschungsdritter vor Nico Walther. Der Olympia-Zweite aus Oberbärenburg verpasste das Podest um sieben Hundertstelsekunden. Zudem stürzte er in der Kurve nach der Zieleinfahrt und kam auf der Seite liegend erst auf dem Beton am Ende der Bahn zum Stehen. Das Team kam aber glimpflich davon.

Viererbob in Innsbruck - Sieg für Friedrich und Sturz für Walther Sportschau 19.01.2020 02:52 Min. Verfügbar bis 19.01.2021 Das Erste

Am Vortag hatte Friedrich mit Stammanschieber Thorsten Margis auch im Zweier-Bob gewonnen. Vereinskollege Richard Oelsner kam mit Tobias Schneider auf Rang drei und verbuchte den ersten Weltcup-Podiumsplatz seiner Karriere.

Favorit für die WM verhalten optimistisch

Friedrich unterstrich mit der Leistung in Innsbruck knapp fünf Wochen vor seiner Heim-WM in Altenberg erneut seinen Favoritenstatus auf die wichtigsten Titel in diesem Winter. "Friedrich und Lochner sind da in überragender Form", sagte Bundestrainer Rene Spies über seine beiden besten Vierer: "Wenn alles normal läuft, sind das die Leute, die es zu schlagen gilt." Friedrich gab sich verhaltener: "Wir sind zufrieden", sagte er, fügte aber mit Blick auf die besonders bei den Startzeiten schwächelnden Hauptkonkurrenten an: "Es ist schade, dass die Konkurrenz hier einen kleinen Hänger hatte. Aber spätestens zur WM kommen die sicher stark zurück."

red/sid | Stand: 19.01.2020, 16:53

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