Bob-Pilotin Nolte nach Sturz auf dem Weg der Besserung

Laura Nolte

Bob-WM

Bob-Pilotin Nolte nach Sturz auf dem Weg der Besserung

Nach ihrem schweren Sturz bei der Bob-WM in Altenberg befindet sich Bobpilotin Laura Nolte vom RSC Winterberg auf dem Weg der Besserung. Doch die Enttäuschung über das Ausscheiden überwiegt bei der 21-Jährigen.

Die Sportsoldatin war im zweiten Lauf des Zweierbob-Wettbewerbs kopfüber über die Ziellinie gerutscht und konnte anschließend nicht mehr an den Start gehen. "Körperlich ist soweit alles gut, hier und da habe ich eine Wunde, am Knie zum Beispiel, aber das ist zweitrangig. Es ist eher der Kopf, der mir Sorgen bereitet. Ich bin ziemlich enttäuscht", sagte Nolte in einem Interview mit dem "Münchner Merkur".

Probleme mit dem Kreisel

Bereits im Training war die WM-Debütantin nicht durch den Kreisel gekommen und gestürzt. "Man steht oben und denkt nur an den Kreisel: 'Oh Gott, wie wird es, wenn ich gleich auf den Kreisel zu fahre?' Das ist eine echte Blockade. Dabei weiß ich selbst nicht, warum es nicht geklappt hat."

Sturz war "ziemlich harter Schlag"

Die deutsche Meisterin im Zweierbob will nach eigenen Angaben zunächst daran arbeiten, den Rückschlag zu verarbeiten. "Aber dieser Schlag war schon ziemlich hart, der schlimmste meiner Karriere bisher. Das wird schwieriger, das wird länger dauern. Ich arbeite da mit einem Sportpsychologen zusammen, wir wollen die Woche gut analysieren, aufarbeiten, nochmal von A bis Z durchgehen, um sie dann wieder vergessen zu können", sagte Nolte.

In Altenberg wolle sie vorläufig nicht an den Start gehen. "Ich bin kein bisschen ängstlich. Ich bin ja auch nach den Trainingsstürzen immer wieder eingestiegen. Trotzdem werde ich in diesem Jahr nicht mehr in Altenberg fahren. Das wäre zu viel. Nächstes Jahr werde ich wieder hier her kommen - und wissen was ich kann." 

Nolte zu ihrem Sturz: "Wollte es mir selbst zu sehr beweisen" Sportschau 22.02.2020 02:50 Min. Verfügbar bis 22.02.2021 Das Erste

Stand: 25.02.2020, 15:16

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