Schempp muss endgültig auf WM-Start verzichten

Simon Schempp

Weltmeisterschaft in Antholz

Schempp muss endgültig auf WM-Start verzichten

Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern, doch nun steht es fest: Simon Schempp wird nicht an der Biathlon-WM im italienischen Antholz teilnehmen. Der ebenfalls formschwache Erik Lesser kann hingegen noch hoffen.

Die Biathlon-WM in Antholz (13. bis 23. Februar) wird ohne den formschwachen Ex-Weltmeister Simon Schempp stattfinden. "Schweren Herzens ist die Entscheidung Richtung Weltmeisterschaft eigentlich gefallen, dass er nicht teilnehmen wird", sagte Bundestrainer Mark Kirchner am Rande des Heimweltcups in Ruhpolding am Sonntag (19.01.2020).

EM als neues Ziel für Schempp

Nach indiskutablen Leistungen zum Jahresbeginn in Oberhof war der Olympia-Silbermedaillen-Gewinner von Kirchner aus dem Weltcup-Team gestrichen worden. "Wir haben uns verständigt, mit einem guten Aufbautraining das Ziel Europameisterschaft anzuvisieren und dass wir ihn hoffentlich über diesen Weg wieder in die Gänge bringen - vor allem auf ein konditionelles Niveau, mit dem er selber auch zufrieden ist", sagte Kirchner weiter. Die EM findet von 26. Februar bis 1. März im estnischen Otepää statt.

Biathlon-Bundestrainer Mark Kirchner in Oberhof

Biathlon-Bundestrainer Mark Kirchner. (Archiv)

Antholz eigentlich ein gutes Schempp-Pflaster

Dass Schempp vom WM-Aus nicht begeistert ist, dürfte klar sein. Gerade, weil er fünf seiner zwölf Weltcup-Siege im Ausrichtungsort Antholz feiern konnte. "Es ist ja nicht leicht für einen Athleten, sowas für sich selber zu erkennen, aber er ist motiviert", sagte Kirchner und fügte an: "Die Ziele, die notwendig und wichtig sind, hat er sich gesteckt. Wir werden jetzt daran arbeiten, dass wir das schaffen."

Noch WM-Chancen für Lesser

Der zweimalige Weltmeister Erik Lesser darf sich hingegen noch Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen. Kirchner stellte dem 31-Jährigen, der zuletzt sogar im zweitklassigen IBU-Cup Top-Platzierungen verpasst hatte, einen Start bei der WM-Generalprobe beim Weltcup im slowenischen Pokljuka in der kommenden Woche in Aussicht. "Die Eventualität, dass wir ihn nächste Woche nochmal sehen, besteht", sagte der Bundestrainer.

Erik Lesser

Erik Lesser kann noch auf die WM hoffen. (Archiv)

Große Konkurrenz bei den Männern

Auch ohne Schempp und möglicherweise Lesser ist die Konkurrenz im Männerteam groß. Arnd Peiffer, Benedikt Doll, Johannes Kühn, Roman Rees und Philipp Nawrath haben die WM-Norm erfüllt. Für Peiffer ist die neue Konkurrenz-Situation mit Athleten, die bisher meist im IBU-Cup zum Einsatz kamen, nicht überraschend. Das habe sich über die letzten zwei Jahre angedeudet, so Peiffer. Die nachgerückten Teamkollegen "sind alle nah dran, da kann jeder vor jedem an einem bestimmten Tag sein. Es ist nicht so, dass da eine große Lücke herrscht", so Peiffer weiter.

Thema in: DLF Sport aktuell, 19.01.2020, Ab 22.50 Uhr

ten/sid | Stand: 19.01.2020, 16:30

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