Wierer gewinnt um einen Wimpernschlag - Deutsche verpassen Top-Ten-Plätze

Biathlon-Weltcup

Wierer gewinnt um einen Wimpernschlag - Deutsche verpassen Top-Ten-Plätze

Was für ein Sprint-Rennen: Die Italienerin Dorothea Wierer hat sich im österreichischen Hochfilzen den Sieg vor der Finnin Kaisa Mäkäräinen gesichert. Am Ende trennten beide Athletinnen ein Wimpernschlag. Für die Italienerin war es der fünfte Weltcupsieg in der Karriere. Die deutschen Starterinnen hatten einen Podestplatz angesteuert, verfehlten das Ziel aber deutlich. Beste DSV-Athletin war Vanessa Hinz auf Rang elf.

An der Spitze entwickelte sich ein Fernduell zwischen der Finnin Kaisa Mäkäräinen und der Italienerin Dorothea Wierer. Beide Biathletinnen ließen im Stehendschießen eine Scheibe stehen, doch Wierer (21:04,90 Minuten) hatte das bessere Ende für sich und setzte sich im Ziel mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,6 Sekunden vor Mäkäräinen durch.

Wierer: "Vollgas"

Den Erfolg hatte sich die Siegerin vor allem am Schießstand gesichert, wo sie durch Schnellfeuereinlagen Mäkäräinen glatt 21 Sekunden abnahm. "Ich habe versucht, Vollgas zu starten, denn ich wusste ja, dass Kaisa nur einen Fehler hatte. Leider ging mein letzter Schuss daneben. Ich denke aber, dass es ein gutes Ergebnis ist", freute sich die 28-Jährige. Auch die Finnin war zufrieden: "Ich bin glücklich mit dem zweiten Platz. Es ist ein brillantes Resultat. Ich habe nicht erwartet, dass ich auf das Podest laufe. Ich habe mich heute nicht so gut gefühlt und habe nicht gedacht, dass ich mit einem Fehler auf das Treppchen komme." Dritte wurde die Russin Ekaterina Yurlova-Percht (+ 24,40 Sekunden).  

Hinz beste Deutsche

Vanessa Hinz

Vanessa Hinz

Bei besten Bedingungen waren 102 Starterinnen in Hochfilzen in die Spur gegangen. Ohne Zugpferd Laura Dahlmeier ging es für die deutschen Athletinnen auf der malerisch verschneiten WM-Strecke von 2017 um den ersten Podestplatz des Winters. Die Rechnung ging letztlich nicht auf. Für das beste Ergebnis aus deutscher Sicht sorgte Vanessa Hinz (+52,60 Sekunden), die fehlerfrei schoss, in der Loipe an die Spitzenzeiten doch nicht ganz heran kam und den elften Platz belegte.

Zwei Ränge dahinter reihte sich Franziska Hildebrand (+59,30 Sekunden) ein. Die gebürtige Hallenserin leistete sich im Liegendanschlag eine Fahrkarte und musste in die 150-Meter-Strafrunde: "Ich konnte heute beschwerdefrei durchlaufen. Letzte Woche hatte ich ja Probleme mit der Schießbeinmuskulatur. In Pokljuka war die Strecke wellig, da ist es schwerer zu laufen. Das geht aber wieder weg." Platz 14 teilte sich Karolin Horchler aus Clausthal-Zellerfeld mit der Südkoreanerin Anna Froline. Beide Kontrahentinnen hatten im Ziel 1:00,50 Minuten Rückstand auf die Gewinnerin aus Italien.

Deutsche Biathlon-Damen enttäuschen im Sprint

Sportschau | 13.12.2018 | 01:47 Min.

Alle DSV-Athletinnen in der Verfolgung dabei

Anna Weidel in Pokljuka

Anna Weidel

Mit Rang 28 qualifizierte sich Franziska Preuß (+ 1:20,50 Minuten) ebenso für das Verfolgungsrennen am Sonnabend wie die deutsche Nachwuchshoffnung Anna Weidel (Platz 46/+1:51,60 Minuten). Ganz knapp ging es bei Denise Herrmann (+2:13,80 Minuten) zu. Die Oberwiesenthalerin schob sich mit letzter Kraft über den Zielstrich und rutschte als 60. noch haarscharf ins Starterfeld der Verfolger.

Thema in: MDR aktuell - das Nachrichtenradio, 13.12.2018, 15.40 Uhr

jmd | Stand: 13.12.2018, 15:30

Biathlon | Weltcupstand Damen

NameP
1.Dorothea Wierer498
2.Lisa Vittozzi480
3.Paulina Fialkova449
4.Anastasiya Kuzmina414
5.Marte Olsbu Röiseland386

Biathlon | Weltcupstand Herren

NameP
1.Johannes Thingnes Bö662
2.Alexander Loginow476
3.Martin Fourcade428
4.Simon Desthieux400
5.Simon Eder394
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