Biathlon-WM 2024 und 2025 in Nove Mesto und Lenzerheide

Schießstand in Nove Mesto

Weltverband entscheidet

Biathlon-WM 2024 und 2025 in Nove Mesto und Lenzerheide

Die Biathleten küren ihre Weltmeister und Weltmeisterinnen 2024 in der tschechischen Biathlon-Hochburg und 2025 bei einem WM-Debütanten. Das beschloss der Weltverband am Samstag.

Die Biathlon-Weltmeisterschaften 2024 und 2025 finden in Nove Mesto und Lenzerheide statt. Das beschloss der Biathlon-Weltverband IBU am Samstag (14.11.2020) bei seinem 14. Kongress, der erstmals virtuell ausgetragen wurde.

2024: Nove Mesto ohne Mitbewerber

Das tschechische Nove Mesto war einziger Bewerber für die Titelkämpfe 2024. Die Biathlon-Hochburg war bereits 2013 Ausrichter der Weltmeisterschaften. IBU-Präsident Olle Dahlin lobte die Wettkämpfe: "2013 startete in Nove Mesto ein Biathlon-Märchen, das noch immer anhält. Nove Mesto zählt zu den beeindruckendsten Wintersportstätten der Welt." Der Empfehlung des IBU-Exekutivkomitees folgte der Kongress ohne Gegenstimme.

2025: Lenzerheide setzt sich gegen Minsk durch

Max Barchewitz bei der Biathlon-Junioren-WM im Einzel-Rennen

Der Deutsche Max Barchewitz gewann bei der Junioren-Biathlon-WM in diesem Jahr Gold und Silber.

Der Schweizer Lenzerheide setzte sich gegen die belarusische Hauptstadt Minsk durch. Die Titelkämpfe 2025 finden damit erstmals in der für seinen alpinen Skirennsport und den Skilanglauf bekannten Schweizer Wintersportort statt. "Im Biathlon ist Lenzerheide relativ neu, hat aber eine beeindruckende Entwicklung genommen", begründete das IBU-Exekutivkomitee die Entscheidung für Lenzerheide. Auch hier wurde die Wahl-Empfehlung durch den Kongress ohne Gegenstimme angenommen.

Ein Biathlon-Weltcup fand in Lenzerheide noch nie statt, den ersten IBU-Cup veranstalteten die Schweizer erst im Dezember 2017, zuletzt ging in dem auf rund 1.500 Meter hoch gelegenen Alpendorf zu Beginn dieses Jahres die Junioren-Weltmeisterschaften über die Bühne.

Titelkämpfe 2023 in Oberhof

Die kommenden Weltmeisterschaften finden 2021 im slowenischen Pokljuka und 2023 im Thüringer Oberhof statt. 2022 werden wegen der Olympischen Winterspiele im chinesischen Peking keine Weltmeisterschaften ausgetragen.

IBU-Kongress beschließt Covid-19-Gelder

Auf dem Kongress beschloss der Weltverband zudem zusätzliche Gelder in Höhe von rund vier Millionen Euro zur Bewältigung der Corona-Krise im Biathlon. Für Corona-Tests und Verbesserung der Sicherheit bei Reisen plant die IBU etwa 2,3 Millionen Euro ein, zur Unterstützung nationaler Organisationskomitees sind etwa 1,7 Millionen Euro vorgesehen. Der Weltverband rechnet durch die zusätzlichen Ausgaben mit einem Minus in diesem Winter von rund 2,8 Millionen Euro.

Doping- und Korruptionsvorwürfe: Bericht im Dezember

Die vom Weltverband eingesetzte externe Untersuchungskommission zu den Doping- und Korruptionsvorwürfen gegen den Verband wird voraussichtlich im Dezember einen Untersuchngsbericht veröffentlichen. Das erklärte der Kommissionsvorsitzende Johnatan Taylor. Dem Verband wird vorgeworfen, an der Doping-Vertuschung von russischen Athleten beteiligt gewesen zu sein. Zudem soll es bei der Vergabe von Weltmeisterschaften zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Rechtswidriger Praktiken verdächtigt werden der frühere IBU-Präsident Anders Besseberg und Ex-Generalsekretärin Nicole Resch. Die Untersuchngskommission sichtete nach Angaben von Taylor runf 70.000 Dokumente und befragte mehr als 60 Personen.

Dirk Hofmeister | Stand: 14.11.2020, 17:21

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