Johannes Thingnes Bö im Sprint erneut nicht zu schlagen

Biathlon in Kontiolahti - Sprint der Herren Sportschau 12.03.2020 01:11:40 Std. Verfügbar bis 12.03.2021 Das Erste

Biathlon-Weltcup in Kontiolahti

Johannes Thingnes Bö im Sprint erneut nicht zu schlagen

Johannes Thingnes Bö ist und bleibt das Maß aller Dinge im Biathlon: Der Norweger gewann nach Nove Mesto auch den Sprint in Kontiolahti. Benedikt Doll und Arnd Peiffer landeten unter den Top Ten.

Es war der letzte Sprint der Saison, denn das Weltcup-Finale in Oslo fällt ersatzlos aus. Nach den Geister-Rennen in Nove Mesto sollten in Kontiolahti Fans erlaubt sein, doch kurz vor Rennbeginn wurden die eintrudelten Schlachtenbummler nach Hause geschickt. Der Sprint ging ohne Zuschauer über die Bühne und den gewann Johannes Thingnes Bö mit einer fehlerfreien Schießleistung vor den Franzosen Martin Fourcade (0 Fehler/+ 21,1 Sek.) und Emilien Jacquelin (0/22,3 Sek.).

Im Kampf um den Gesamtweltcup hat Bö vor dem letzten Rennen in der Verfolung am Samstag beste Chancen auf seinen zweiten Triumph und die Titelverteidigung. Er liegt nach Abzug der beiden Streichergebnisse 19 Punkte vor Fourcade.

Doll und Peiffer in den Top Ten

Läuferisch war Benedikt Doll wieder einmal sehr gut unterwegs, leistete sich aber beim abschließenden Stehendschießen einen Fehler. Der 29-Jährige beendete den Sprint als bester Deutscher auf Rang sechs (+ 34,1 Sek.). "Ich habe mich richtig gut gefühlt. Stehend hat sich auch nach fünf Treffern angefühlt. Eine Null wäre drin gewesen. Die Aussichtslage für den Verfolger ist aber auch gut. Platz sechs im Gesamt-Weltcup bleibt mein Ziel", sagte Doll in der ARD.

In Nove Mesto überzeugte Arnd Peiffer mit konstanten Leistungen und holte sich im abschließenden Massenstart den dritten Platz. Auch in Finnland zeigte der Clausthal-Zellerfelder eine tadellose Schieß-Leistung und landetet auf dem neunten Rang (+48,4 Sek.). Peiffer berichtete anschließend von einer kurios anmutenden Situation: Im hinteren Teil - ungeachtet von Kameras - seien an die 500 Fans gestanden. "Sie waren uns damit näher als im Stadion", schildert er das Szenario.

Schempp: "Werde weiter kämpfen"

Johannes Kühn wurde mit zwei Fehlern 21. (+1:17,5 Min.). Simon Schempp konnte nach seiner langen Weltcup-Pause läuferisch mit den Besten noch nicht mithalten. Liegend zeigte der 31-Jährige eine fehlerfreie Leistung, stehend kassierte Schempp zwei Strafrunden - am Ende Platz 45. (+2:01,3 Min.). "Es ist nicht einfach, aber ich werde weiterkämpfen. Es ist mir heute in beiden Disziplinen nicht ganz so gut gelungen. Läuferisch und beim Stehendschießen war es nicht gut", stellte Schempp fest.

Philipp Horns große Schwäche ist und bleibt das Liegendschießen: Vier Strafrunden musste der Frankenhainer nach diesem absolvieren, beim abschließenden Stehendschießen blieb Horn fehlerfrei. Sein Rückstand als 55. im Ziel betrug 2:19,5 Min.. "Nach den vier Fehlern habe ich gedacht: Eigentlich kannste abschnallen, aber dann wollte ich wenigstens eine gute Laufzeit hinbekommen", sagte Horn. Letzteres ist ihm gelungen: Er war hinter Doll läuferisch der zweitbeste Deutsche.

Für den Thüringer IBU-Cup Sieger Lucas Fratzscher war es der zweite Weltcup-Einsatz. Und der 25-Jährige machte seine Sache diesmal deutlich besser als in Oberhof, als sich vier Fehler leistete. Diesmal war es nur einer. "Ein bisschen mehr hätte es sein können", lachte Fratzscher nach seiner Weltcup-Rückkehr. Für den Verfolger ist er als 46. (+2:05,1 Min.) sicher qualifiziert. Dort "will er am Schießstand gut abschneiden und im Feld mitschwimmen."

Biathlon in Kontiolahti - die Stimmen nach dem Herren-Sprint Sportschau 12.03.2020 08:03 Min. Verfügbar bis 12.03.2021 Das Erste

nho | Stand: 12.03.2020, 16:46

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