Deutsches Biathlon-Duo bei Bö-Sieg auf Tuchfühlung

Knapp geschlagen - Doll Dritter im Sprint von Hochfilzen Sportschau 14.12.2018 01:27 Min. Verfügbar bis 14.12.2019 Das Erste

Sprint in Hochfilzen

Deutsches Biathlon-Duo bei Bö-Sieg auf Tuchfühlung

Beim Biathlon-Sprint in Hochfilzen stehen zwei gewohnte Namen in der Siegerliste ganz oben. Weltmeister Benedikt Doll kommt ihnen an der Stätte seines größten Erfolgs aber sehr nah. Auch Arnd Peiffer präsentiert sich stark.

Nur gut zehn Sekunden trennten Benedikt Doll vom Sieg auf seiner Spezialstrecke. Den holte sich erneut der Norweger Johannes Thingnes Bö, obwohl er sich einen Schießfehler leistete. Durch die überragende Laufform des Norwegers fiel die Strafrunde am Ende nicht ins Gewicht. Auf Rang zwei meldete sich der Franzose Martin Fourcade nach seiner "Minikrise" zurück. Wie Doll war er am Schießstand fehlerfrei geblieben, konnte Bö in der Loipe aber nicht abfangen. Arnd Peiffer machte als Fünfter das gute deutsche Mannschaftsergebnis perfekt.

Doll: "Bin sehr glücklich"

Vor knapp zwei Jahren hatte Doll in Hochfilzen WM-Gold im Sprint gewonnen - vor Bö und Fourcade. Diesmal konnte er die beiden nicht hinter sich lassen, war dennoch mit seinem Rennen hochzufrieden: "Ich bin sehr glücklich. So lange ich auf dem Podest stehe, ist alles okay. Ich habe mir ins Gedächtnis gerufen: Du kannst an dem Schießstand hier gut schießen. Und das hat schon im Training geklappt." Und so ganz nebenbei hat der 28-Jährige damit auch schon die WM-Norm in der Tasche. Mit seinem fünften Rang gelang das auch Arnd Peiffer. Mit knapp 28 Sekunden Rückstand auf Sieger Bö zeigte er auch in der Loipe eine ansteigende Form. Peiffer freute sich aber vor allem über seine Schießleistung: "Ich bin froh, dass ich null geblieben bin. Ich habe beim Stehendschießen sehr kämpfen müssen, das hat gewackelt. Ich bin aber zufrieden."

Lesser vom Rücken ausgebremst

Erik Lesser, Johannes Kühn und Simon Schempp verfehlten die Top-Ränge und gehen am Samstag (15.12.2018/14.45 Uhr) mit mehr als einer Minute Rückstand ins Verfolgungsrennen. Lesser lag nach dem Liegendschießen als Fünfter noch sehr aussichtsreich im Rennen. Ein Fehler im stehenden Anschlag warf ihn dann jedoch zurück. Am Ende wurde Lesser 17. und es fehlten knapp fünf Sekunden zu Rang 15 und der halben WM-Norm. Letztendlich war es aber nicht die Strafrunde, die ihn wurmte: "Es ist halt immer schwierig, wenn der Rücken dicht macht. Nach dem zweiten Schießen konnte ich auf der Strecke nur noch verwalten." Lesser kämpfte nach eigenen Angaben wiederholt mit Krämpfen in der unteren Rückenmuskulatur. Seine Teamkollegen Kühn und Schempp landeten am Ende auf den Plätzen 23 und 25.

Fourcade wieder erstarkt

Während Bö seinen Status als Maß aller Dinge eindrucksvoll unterstrich, meldete sich Fourcade nach einer kleinen Schwächephase in Pokljuka stark zurück. Dem siebenmaligen Gesamtweltcupsieger war die Erleichterung deutlich anzumerken: "Ich bin froh, wieder auf dem Podium zu stehen. Es war eine gute Vorstellung. Die Tage in Pokljuka waren nicht einfach für mich und so war ich vor dem Rennen heute nervös, hatte viele Fragen im Kopf. Ich danke meinem Team, das mich wieder aufgebaut und die nötigen Analysen geliefert hat."

ake | Stand: 14.12.2018, 16:56

Biathlon | Weltcupstand Damen

NameP
1.Dorothea Wierer904
2.Lisa Vittozzi882
3.Anastasiya Kuzmina870
4.Marte Olsbu Röiseland855
5.Hanna Öberg741

Biathlon | Weltcupstand Herren

NameP
1.Johannes Thingnes Bö1262
2.Alexander Loginow854
3.Quentin Fillon Maillet843
4.Simon Desthieux831
5.Arnd Peiffer802

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