Biathletinnen ohne Dahlmeier - aber nicht ohne Chancen

Denise Herrmann

Weltcup in Pokljuka

Biathletinnen ohne Dahlmeier - aber nicht ohne Chancen

Ohne Laura Dahlmeier starten die deutschen Biathletinnen am Donnerstag in das erste Einzelrennen in der Saison. Die Hoffnungen der Deutschen ruhen deshalb auf anderen.

Nach dem vorläufigen Ausfall der deutschen Vorzeige-Biathletin stehen nun Denise Herrmann (Oberwiesenthal), Franziska Hildebrand (Clausthal-Zelleferld) und Co. vom ersten Saisonrennen an im Mittelpunkt. "Für die anderen ist es eine Chance, herauszutreten. Sie sind gut drauf. Ziel ist es, vorne mit anzugreifen", sagte der neue Damen-Trainer Kristian Mehringer vor dem schweren Einzel am Donnerstag (6.12., 14.15 Uhr im Ticker und im Livestream im Ersten) im slowenischen Pokljuka.

Einzel ist Sache der starken Schützinnen

Insgesamt treten 102 Athletinnen an. Der DSV schickt neben Herrmann (Startnummer 23) und Hildebrand (Nr. 20) noch Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld, Nr. 11),  Franziska Preuß (Haag, Nr. 18), Vanessa Hinz (Schliersee, Nr. 21), Nadine Horchler (Willingen, Nr. 74) und Anna Weidel (Kiefersfelden, Nr. 98) an den Start. Das Rennen über 15 Kilometer ist eher etwas für die starken Schützinnen, da viermal geschossen wird und jeder Fehlschuss mit einer ganzen Minute bestraft wird.

Traditionell als aussichtsreiche Deutsche genannt wird beim Einzel Hildebrand, doch auch Herrmann hat sich im Schießen stark verbessert. Schon bei ihrem Einsatz in der Mixed-Staffel am Sonntag hinterließ sie einen stabilen Eindruck, sie benötigte insgesamt nur einen Nachlader und meisterte vor allem das Stehendschießen bei sehr kniffligen Windbedingungen ohne Fehlschuss. "Ich denke, in der Vergangenheit hat hin und wieder noch die Erfahrung gefehlt", meinte die frühere Langläuferin. Inzwischen habe sich aber ihr "Erfahrungsrucksack" mit jedem Rennen mehr gefüllt: "Dann muss ich, je nach Situation, nur das richtige Werkzeug herausholen."

Herrmann schwärmt von neuem Trainerteam

Die Laune bei den deutschen Damen scheint jedenfalls zu stimmen. Die Skijägerinnen und ihre neuen Trainer scheinen schnell zu einer homogenen Einheit zusammengewachsen zu sein. So sehr, dass Herrmann von der Zusammenarbeit mit dem neuen leitenden Disziplintrainer und seinem Assistenten Florian Steirer regelrecht schwärmt. "Bisher ist jeder Tag eine Bereicherung. Ich habe selten so gut kommuniziert mit den Trainern, eine so gute Betreuung erlebt", sagte die 29-Jährige. Die Zusammenarbeit habe ein ganz anderes Level erreicht als in der Vergangenheit.

Saisonauftakt 2017 auch ohne Dahlmeier erfolgreich

Im vergangenen Winter holten Dahlmeier und Co im Weltcup sieben Siege sowie acht weitere Podestplätze. Dahlmeier war daran mit zwei Siegen und fünf weiteren Podien beteiligt. Dass es zum Auftakt aber auch ohne Dahlmeier geht, zeigten sie schon: In der Vorsaison gewann Herrmann zwei der ersten drei Rennen.

Thema in: ARD, Sportschau live, 6.12., ab 14.05 Uhr

sid/dpa/dko | Stand: 05.12.2018, 16:56

Biathlon | Weltcupstand Damen

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1.Dorothea Wierer204
2.Kaisa Mäkäräinen185
3.Paulina Fialkova165
4.Lisa Vittozzi164
5.Monika Hojnisz144

Biathlon | Weltcupstand Herren

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1.Johannes Thingnes Bö156
2.Simon Eder123
3.Antonin Guigonnat119
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