Biathlon-Überflieger Bö holt nächsten Weltcupsieg

Biathlon aus Hochfilzen - die Verfolgung der Männer Sportschau 14.12.2019 36:31 Min. Verfügbar bis 14.12.2020 Das Erste

Weltcup in Hochfilzen

Biathlon-Überflieger Bö holt nächsten Weltcupsieg

Johannes Thingnes Bö bleibt im Biathlon-Weltcup der Maßstab. Der Norweger gewann überlegen das Verfolgungsrennen in Hochfilzen - auch dank einer überragenden Schießleistung. Bester Deutscher war Johannes Kühn auf Platz zwölf.

Sprint-Sieger Johannes Thingnes Bö eröffnete das erste Verfolgungsrennen der Weltcupsaison in Hochfilzen. Der norwegische Überflieger wollte entschlossen zum nächsten Sieg eilen. Denn zuvor hatte er in einem Zeitungsinterview angekündigt, dass er in diesem Winter zwei oder drei Weltcups auslassen wird: Der 26-Jährige wird Vater.

Und Bö legte furios los: Nach den ersten beiden Schießeinlagen - Bö blieb liegend zweimal fehlerfrei - hatte er seinen Vorsprung von ursprünglich acht Sekunden schon auf über 30 ausgebaut. Sein ärgster Verfolger war da schon sein Bruder Tarjej, nach dem Srpint Sechster. Dahinter folgten der Italiener Lukas Hofer sowie die Russen Alexander Loginow und Matwej Jelissejew. Ein Quartett kämpfte um die verbleibenden zwei Podestplätze hinter Bö.

Johannes Thingnes Bö: 20 Schuss, 20 Treffer

Denn am nächsten Weltcupsieg von Johannes Thingnes Bö gab es schon zur Halbzeit kaum Zweifel. Auch beim Stehendschießen legte der Norweger die Scheiben mit unnachahmlicher Präzision und Geschwindigkeit um - ohne einen Schießfehler lief Bö ungefährdet seinem 40. Weltcupsieg entgegen. Rang zwei sicherte sich der ebenfalls fehlerfreie Russe Alexander Loginow (+33,5 Sekunden) vor dem Franzosen Émilien Jacquelin (+40,5), der von Sprintplatz 18 aufs Podest lief.

Deutsche Biathleten verpassen Top Ten

Im Vergleich zum Sprint zeigten sich auch die Biathleten des Deutschen Skiverbands (DSV) vor allem am Schießstand stark verbessert. Benedikt Doll, Johannes Kühn, Arnd Peiffer, Simon Schempp blieben bei den beiden Liegendschießen ohne Fehler und kämpften sich Platz um Platz nach vorne. Nur Philipp Horn (ein Fehler beim zweiten Schießen) fiel einen Platz zurück.

Die Fehler kommen beim Stehendschießen

Durchwachsen verliefen dann aber die Stehendanschläge: Doll, Peiffer, Schempp beim dritten Schießen mit bis zu drei Fahrkarten - die Top-Ten-Plätze waren da schon weit entfernt. Nur Johannes Kühn spielte noch mit im Konzert der besten Biathleten und lag vor dem finalen Schießdurchgang auf Platz acht. Doch der verfehlte im vierten Schießen zwei Mal.

In der Loipe fanden sich auf der Schlussrunde deshalb Kühn, Peiffer und Doll als Trio vereint wieder. Auf den Plätzen 12, 13 und 14 kamen sie ins Ziel. "Es war am Anfang hart. Der Verfolger ist nicht so meins, dafür lief es heute echt gut. Mit zwei Fehlern bei 20 Schüssen kann ich zufrieden sein", sagte Kühn, der an diesem Tag stärkste DSV-Starter, nach dem Rennen. Philipp Horn wurde 18., Simon Schempp 28. Erik Lesser hatte als 70. des Sprintrennens die Qualifikation für das Verfolgungsrennen verpasst.

beb | Stand: 14.12.2019, 15:28

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