Peiffer und Doll retten Biathlon-Quartett Platz drei

Weltcup in Hochfilzen

Peiffer und Doll retten Biathlon-Quartett Platz drei

Nach einem Rennen mit Licht und Schatten hat die deutsche Biathlon-Männerstaffel in Hochfilzen den dritten Platz belegt. Den Sieg feierten die Schweden, die sich knapp vor Norwegen durchsetzten.

Die Schweden mit Schlussläufer Sebastian Samuelsson triumphierten im ersten Staffelrennen des Winters vor Norwegen, das ohne seinen Superstar Johannes Thingnes Bö angetreten war. Lange hatten auch die Italiener vorne mitgemischt. Sie wurden aber auf den letzten beiden Runden noch vom DSV-Quartett abgefangen.

Kühn ersetzt Lesser

Die deutsche Männerstaffel startete im Vergleich zu den Staffelrennen bei der WM und Olympia mit einer Veränderung. Der traditionelle Startläufer Erik Lesser musste wegen seiner Rückenprobleme passen. Für ihn rückte Johannes Kühn ins Team, der an Position zwei lief. Simon Schempp, Arnd Peiffer und Benedikt Doll sind dagegen schon "alte Staffelhasen".

Schempp muss hinterherlaufen

Schempp kam mit der ungewohnten Rolle als Starter nicht wirklich gut zurecht. Zwei Nachlader beim ersten Schießen warfen ihn zunächst weit zurück. Beim ersten Wechsel betrug der Rückstand auf die führenden Schweizer schon 36,9 Sekunden.

Kühn erst top, dann in die Strafrunde

Kühn verkürzte den Rückstand dank einer starken Vorstellung in der Loipe aber schnell. Auch beim ersten Schießen lief bei dem 27-Jährigen aus Reit im Winkl alles optimal: Während die vorderen Teams allesamt patzten, blieb Kühn fehlerfrei. Nach der Hälfte seines Rennens hatte er den Rückstand auf die Spitze halbiert. Doch dann der Rückschlag: Bei seinem zweiten Schießen blieb trotz Nachladern eine Scheibe stehen - Kühn musste in die Strafrunde und büßte viele Sekunden ein.

Peiffer und Doll starten Aufholjagd

Beim zweiten Wechsel auf Arnd Peiffer lag die deutsche Staffel mit einer Minute Rückstand auf Rang 14. In Führung nun Italien. Der Sprint-Olympiasieger tat sein Bestes, blieb am Schießstand zweimal fehlerfrei und machte immerhin rund 20 Sekunden gut. Beim letzten Wechsel auf Doll belegte Deutschland wieder Platz sieben. Für ganz nach vorne - das war klar - würde es aber nicht mehr reichen.

Doll dreht auf

An der Spitze tobte der Zweikampf zwischen Schweden und Norwegen. Dahinter war noch einiges möglich. Und das zeigte Doll. In der Loipe zunächst eher langsam unterwegs, legte er nach dem ersten Schießen richtig los. Der Sprint-Weltmeister machte Sekunde um Sekunde gut und hatte beim letzten Schießen den Italiener bereits überholt. Ohne Fehler hätte er vielleicht sogar noch um den Sieg mitlaufen können. Er musste aber einmal nachladen. So reichte es am Ende noch zu Platz drei - eine Platzierung, die nach Kühns Strafrunde niemand mehr für möglich gehalten hatte.

Thema in: B5 Sport, 16.12.2018, 18.15 Uhr

wp | Stand: 16.12.2018, 15:23

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