Sprint-Experten Doll und Peiffer verpassen Podest bei Bö-Sieg

Weltcup in Pokljuka

Sprint-Experten Doll und Peiffer verpassen Podest bei Bö-Sieg

Biathlet Johannes Thingnes Bö hat den Sprint-Wettbewerb in Pokljuka gewonnen. Im Rennen über zehn Kilometer auf der slowenischen Hochebene setzte sich der 25 Jahre alte Norweger (23:46,30 min/1 Fehler) am Freitag (07.12.2018) vor dem Franzosen Antonin Guigonnat (+16.10 s/0) und dem Russen Alexander Loginow (+16.40 s/0) durch.

Sprint-Weltmeister Benedikt Doll (Breitnau) kam als bester Deutscher auf Rang fünf (+32.50 s/1). Die fünf anderen deutschen Skijäger um Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) kamen nicht in die Top 25. Von 110 Startern qualifizierten sich die besten 60 für die Verfolgung, die am Sonntag (09.12.2018) stattfindet.

Peiffer: "Mich selber rausgedreht"

Bei guten Bedingungen ging Peiffer als erster deutscher Starter auf die Strecke. Nach zwei Fehlern im Liegendschießen reichte es für den 31-Jährigen am Ende nur zu Platz 30. "Ich habe mich selber ein bisschen rausgedreht. Die Windfahnen zeigten nach links. Ich habe reagiert. Die zwei Rasten waren aber ein bisschen viel", erklärte Peiffer nach dem Rennen. Es sei frustrierend, die beiden Fehler hätten ihm das Ergebnis verhagelt, so Peiffer.

Doll: "Zu schwerfällig"

Doll, der die drittbeste Zeit beim Schießen hatte, unterlief stehend ein Fehler. Nach einer starken Schlussrunde war der 28-Jährige dennoch zufrieden: "Heute habe ich am Schießstand nicht so lange gewartet und einen guten Rhythmus gehabt. In der ersten Runde war ich zu schwerfällig, das müssen wir analysieren. Die Laufzeit war in Ordnung, doch da geht noch mehr."

Lesser vergisst das Magazin

Die weiteren Deutschen landeten abgeschlagen hinter Peiffer. Simon Schempp (Uhingen/40.), Erik Lesser (44.), Philipp Horn (beide Frankenhain/46.) und Johannes Kühn (Reit im Winkl/48.) nehmen viel Rückstand mit in das Verfolgungsrennen.

Lesser passierte dabei im Sprint ein besonderer Fauxpas: Er vergaß, ein Magazin mit Patronen für den Stehendanschlag einzupacken. So musste er am Schießstand jede Patrone einzeln laden und ärgerte sich nach dem Rennen: "Das ist mir noch nie passiert. Aber wenn schon kacke, dann kacke mit Schwung."

Der erste Weltcup dieser Saison wird am Samstag mit dem Sprint der Frauen (14.15 Uhr im Ersten und im Live-Ticker) fortgesetzt, ehe am Sonntag noch die Verfolgungsrennen (11.45 Uhr und 14.45 Uhr) anstehen.

Fourcade nur 24.

Einen Tag zum Vergessen erwischte Martin Fourcade. Der französische Weltcup-Dominator der vergangenen Jahre konnte seinen Erfolg vom Einzelrennen am Donnerstag (6.12.2018) im Sprint nicht wiederholen. Nach seinem kräftezehrenden Lauf durch aufgeweichten Schnee am Vortrag wurde Fourcade im Sprint nur 24. und war damit so weit abgeschlagen wie seit mehr als zweieinhalb Jahren nicht mehr. Fourcade leistete sich einen Schießfehler und zeigte mit der 38-besten Laufzeit ungewöhnliche Schwächen in der Loipe. In der Verfolgung am Sonntag (9.12.2018) hat der Franzose 1:12,2 Minuten Rückstand auf Sprint-Sieger Bö.

Thema in: Das Erste, Sportschau live, 7.12., ab 14.05 Uhr

fth | Stand: 07.12.2018, 15:39

Biathlon | Weltcupstand Damen

NameP
1.Dorothea Wierer204
2.Kaisa Mäkäräinen185
3.Paulina Fialkova165
4.Lisa Vittozzi164
5.Monika Hojnisz144

Biathlon | Weltcupstand Herren

NameP
1.Johannes Thingnes Bö156
2.Simon Eder123
3.Antonin Guigonnat119
4.Alexander Loginow108
5.Quentin Fillon Maillet93
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