Deutsche Skijäger bei Bö-Sieg nicht treffsicher genug

Biathlon-Weltcup in Antholz

Deutsche Skijäger bei Bö-Sieg nicht treffsicher genug

Weder Olympiasieger Arnd Peiffer noch Weltmeister Benedikt Doll zeigten beim Biathlon-Sprint in Antholz die nötige Treffsicherheit für einen der vorderen Plätze. Nur Peiffer kam in die Top Ten, der Sieg ging an den Norweger Johannes Thingnes Bö.

Bö traf am Schießstand bis auf den vorletzten Schuss wie ein Uhrwerk. Durch seine herausragende Laufleistung sicherte sich der Norweger am Freitag (25.01.2019) aber trotzdem den Sieg vor seinem fehlerfreien Landsmann Erlend Bjöntegaard (+17,5 Sekunden). Rang drei erreichte Antonin Guigonnat aus Frankreich mit einem Schießfehler (+20,2) vor seinem Mannschaftskollegen Martin Fourcade, der ohne Fehlschuss auf dem undankbaren vierten Platz landete (+21,3).

Deutsche Skijäger enttäuschen

Arnd Peiffer

Arnd Peiffer

Arnd Peiffer aus Clausthal-Zellerfeld blieb beim ersten Schießstandbesuch fehlerfrei und lag dabei nur 19 Sekunden hinter dem Führenden Bö. Dann machte er aber seine gute Laufleistung durch zwei Fehlschüsse beim zweiten Anschlag zunichte. Mit "Wut im Bauch" kämpfte er sich über den Schlussabschnitt auf Rang neun (+43,9). "Ich ärgere mich auch sehr über mein Stehendschießen, da sind mir technische Fehler passiert", schimpfte er nach dem Lauf.

Lesser verfehlt WM-Qualifikation deutlich

Rückkehrer Erik Lesser wollte endlich die WM-Qualifikation unter Dach und Fach bringen. Beim ersten Schießen leistete er sich einen Fehler, beim Stehendschießen verfehlte er ausgerechnet den allerletzten Schuss. Damit schloss der Oberhofer sein 200. Rennen auf Rang 31 ab und verfehlte die erhoffte Top-Acht-Platzierung für die WM-Qualifikation deutlich. "Das war von Anfang an nicht das, was ich mir vom Training her erhofft hatte", sagte er enttäuscht nach dem Rennen. Jetzt setzt er auf die Übersee-Rennen, um die Top 15 noch zweimal zu knacken.

Doll stolpert auch noch auf den letzten Metern

Dem Schwarzwälder Benedikt Doll gelang mit zwei Fehlern kein guter Start ins Rennen. Und Stehend wurde es nicht besser, da verfehlte er die Scheiben gleich dreimal. Dann stolperte er auch noch auf den letzten Metern vor dem Ziel - und wurde gerade mal 58. "Irgendwie hat mir der Sauerstoff im Gehirn gefehlt", klagte der Sprint-Weltmeister nach seiner äußerst unglücklichen Vorstellung: "Ich war von Beginn an nicht wach und aktiv. Das ist sehr ärgerlich."

Nur Rees trifft alles

Roman Rees aus Hofsgrund war der einzige deutsche Starter, der alle Scheiben abräumte. Damit erreichte er mit 1:16,0 Rückstand einen für seine Verhältnisse guten 22. Rang. Auf den weiteren Plätzen landeten der Allgäuer Philipp Nawrath (1 Fehler, 29.) und Johannes Kühn aus Reit in Winkl (4 Fehler, 49.).

Schempp wegen Formschwäche nicht dabei

Das deutsche Team musste in Antholz ohne Simon Schempp auskommen. Wegen Formschwäche trainiert der 30-Jährige zu Hause, nachdem er bereits die Heimrennen in Ruhpolding ausgelassen hatte.

Thema in: Rundschau, 25.1.2019, 18.30 Uhr, BR Fernsehen

BR/rmü | Stand: 25.01.2019, 15:51

Biathlon | Weltcupstand Damen

NameP
1.Dorothea Wierer904
2.Lisa Vittozzi882
3.Anastasiya Kuzmina870
4.Marte Olsbu Röiseland855
5.Hanna Öberg741

Biathlon | Weltcupstand Herren

NameP
1.Johannes Thingnes Bö1262
2.Alexander Loginow854
3.Quentin Fillon Maillet843
4.Simon Desthieux831
5.Arnd Peiffer802

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