Historisches Desaster für DSV-Frauen bei Wierer-Sieg

Biathlon aus Hochfilzen - der Sprint der Damen Sportschau 13.12.2019 01:13:30 Std. Verfügbar bis 13.12.2020 Das Erste

Weltcup in Hochfilzen

Historisches Desaster für DSV-Frauen bei Wierer-Sieg

Die Italienerin Dorothea Wierer gibt in der jungen Biathlon-Saison den Ton an. Die deutschen Skijägerinnen spielten in Hochfilzen nicht mal die zweite Geige und verpassten geschlossen die Punkteränge.

"Das ist eine ziemliche Katastrophe", nahm Denise Herrmann am Freitag (13.12.2019) nach dem 7,5-km-Sprintrennen in Hochfilzen in der ARD kein Blatt vor den Mund. Die Oberwiesenthalerin war als 41. die beste Deutsche. Damit blieben die sechs deutschen Starterinnen ohne Weltcup-Punkte. Es war das schlechteste Abschneiden in einem Weltcup-Rennen aller Zeiten.

Zweiter Sprint, zweiter Sieg für Wierer

Mit schwachen Schieß- und Laufleistungen war gegen die starke Konkurrenz kein Kraut gewachsen. Die Schnellste des Tages war erneut Dorothea Wierer. Die Italienerin legte nach ihrem Erfolg in Östersund in Hochfilzen nach. "Ich muss keinem mehr etwas beweisen und kann ganz befreit laufen", erklärte die Weltcup-Gesamtsiegerin des Vorjahres ihren Höhenflug. In Hochfilzen konnte sich Wierer sogar einen Fehlschuss leisten. In 21:26,5 Minuten war die Schnellschützin trotzdem nicht zu schlagen.

Biathlon aus Hochfilzen - die Analyse und Stimmen zum desaströsen Damen-Sprint Sportschau 13.12.2019 12:00 Min. Verfügbar bis 13.12.2020 Das Erste

Russin überrascht als Dritte

Die fehlerfreie Ingrid Landmark Tandrevold (Norwegen) brauchte 5,9 Sekunden länger. Überraschungsdritte wurde Swetlana Mironowa aus Russland, die in ihrer bisherigen Karriere in all den Jahren erst einen Top-Ten-Platz geholt hatte.

Deutsche laufen hinterher

Bei den deutschen Skijägerinnen lief überhaupt nichts zusammen. Herrmann (Oberwiesenthal) traf nur sieben von zehn Scheiben und war auch in der Loipe nicht so flott unterwegs wie im letzten Winter. Mit ihrer Laufleistung haderte auch Vanessa Hinz (Schliersee), die mit zwei Fehlern und 300 Extra-Metern noch knapp hinter Herrmann auf Rang 42 landete. "Ich bin ratlos und unzufrieden mit meiner Laufleistung."

Probleme bei Hildebrand, Horchler und Preuß

Ganz schwer ging es auf der Strecke für Franziska Hildebrand (WSV Clausthal-Zellerfeld/50.). Sie schoss genau wie Siegerin Wierer einen Fehler war im Vergleich zur Dominatorin aber 1:47,0 Minuten langsamer. Auch Franziska Preuß (SC Haag), die in Östersund einen guten Eindruck hinterlassen hatte, war mit drei Fehlern chancenlos. Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld) verpasste als 64. sogar den Verfolger am Sonntag (12 Uhr im Ticker).

Biathletin Preuß sehnt sich nach einem Winter ohne Rückschläge Sportschau 13.12.2019 01:51 Min. Verfügbar bis 13.12.2020 Das Erste

Weidel überzeugt am Schießstand

Einziger kleiner Lichtblick war Anna Weidel, die mit nur einem Fehler durchkam, läuferisch aber nicht mithalten konnte und das Rennen als 49. beendete. Damit war sie an diesem enttäuschenden Tag drittbeste DSV-Starterin.

sst | Stand: 13.12.2019, 12:28

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