Preuß sichert Biathletinnen Podestplatz in Hochfilzen

Biathletin Franziska Preuss

Biathlon

Preuß sichert Biathletinnen Podestplatz in Hochfilzen

Franziska Preuß hat beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen die Fahne der deutschen Biathletinnen hochgehalten. Der Sieg ging überraschend nach Belarus.

Franziska Preuß hat im Sprint der Biathletinnen in Österreich den dritten Platz belegt. Bei herrlichem Wetter, aber schwierigen Bedingungen am Schießstand leistete sich die Bayerin am Freitag (11.12.2020) nur einen Fehler. Läuferisch überzeugte die 26-Jährige ebenfalls und lag nach 7,5 Kilometern nur 9,9 Sekunden hinter der fehlerfrei gebliebenen Überraschungssiegerin Dsinara Alimbekawa aus Belarus. Platz zwei sicherte sich Tiril Eckhoff aus Norwegen (1 Fehler/+8,5 Sekunden) .

Ein "cooles Rennen"

Es sei ein "cooles Rennen" gewesen, sagte Preuß nach dem Rennen im ZDF. Sie habe schnell gemerkt, dass sie ein gutes Tempo habe. Als sie im Stehendschießen eine Scheibe verfehlte, habe sie sich nur gesagt: "Ruhig bleiben!" Diesen selbst gegebenen Rat befolgte sie auch, setzte die restlichen Schüsse ins Ziel und lieferte dann eine beeindruckende Schlussrunde ab, auf der sie nicht nur die bis dahin besser platzierte Liza Vitozzi (Italien) überholte, sondern auch die Angriffe solcher Läuferinnen wie Marte Olsbu Röiseland (Norwegen) oder Marketa Davidova (Tschechien) abwehrte. Dass sie im Ziel Alimbekawa nicht mehr erreichte und auch noch Eckhoff vorbeiziehen lassen musste, betrübte sie nur wenig: "Hauptsache Podest!"

Ein beachtliches Rennen lieferte auch Janina Hettich ab. Die 24-Jährige blieb als einzige Deutsche ohne Fehler und erfüllte mit Platz zwölf die halbe WM-Norm. "Ich habe es geschafft, alle zehn Scheiben in einem Weltcuprennen abzuräumen", freute sich Hettich. Für sie war es zugleich das beste Weltcup-Resultat ihrer Karriere. Auch Bundestrainer Kristian Mehringer zeigte sich zufrieden mit der Schönwalderin. Mehr noch allerdings mit der Drittplatzierten. Das sei ein "Super-Rennen" gewesen, auch wenn der eine Fehler ärgerlich sei, "sonst hätte es für ganz oben gereicht".

Herrmann, Hammerschmidt und Hinz abgeschlagen

Die anderen Deutschen hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Denise Herrmann schoss drei Mal daneben und landete mit 1:21 Minuten Rückstand auf dem 32. Rang. Sie sei ein "bisschen ratlos", sagte die 31-Jährige im ZDF. Sie habe schon bemerkt, dass nach dem Anschießen bis zum Wettkampf der Wind reingekommen sei. Sie habe auch reagiert, aber "wenn bei beiden Schießeinlagen der erste daneben geht, erhöht das natürlich den Druck".

Unmittelbar hinter Hermann reihte sich Maren Hammerschmidt (1 Fehler/+1:24 Minuten) ein. Vanessa Hinz als 62. und Sophia Schneider als 80. verpassten gar die Qualifikation für die Verfolgung.

dko/dpa/sid | Stand: 11.12.2020, 12:39

Biathlon | Weltcupstand Herren

NameP
1.Johannes Thingnes Bö871
2.Sturla Holm Laegreid839
3.Johannes Dale720
4.Quentin Fillon Maillet678
5.Tarjei Bö663

Biathlon | Weltcupstand Damen

NameP
1.Tiril Eckhoff803
2.Hanna Öberg765
3.Marte Olsbu Röiseland759
4.Lisa Theresa Hauser679
5.Dorothea Wierer639

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