Biathlet Peiffer nach Sturz wieder im Training

Arnd Peiffer beim Weltcup in Östersund

Weltcup in Östersund

Biathlet Peiffer nach Sturz wieder im Training

Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer kann nach seinem Sturz beim Weltcup in Östersund wieder trainieren und muss nach dem Zwischenfall keine weiteren gesundheitlichen Probleme befürchten. Denkbar ist sogar ein Einsatz in der Staffel.

Peiffer habe Glück im Unglück gehabt, sagte der Sportliche Leiter der Biathleten beim Deutschen Skiverband, Bernd Eisenbichler, am Donnerstag: "Arnd ist theoretisch auch einsatzfähig für das Staffelrennen. Es macht aber Sinn, noch ein, zwei Trainings abzuwarten."

Waffe erst wieder in Hochfilzen heil

Peiffer war am Mittwoch im Einzelrennen über 20 Kilometer gestürzt und dabei mit dem Kopf auf seine Waffe gefallen. Er trug eine Platzwunde am Kopf und mehrere Prellungen davon. Sein Gewehr brach in zwei Teile und wird nun bei Waffenmeister Sandro Brislinger in Oberhof repariert. In Östersund muss Peiffer nun mit einer Ersatzwaffe schießen, seine Originalwaffe soll laut Eisenbichler rechtzeitig zum Training in Hochfilzen wieder hergestellt sein.

Staffelaufstellung am Freitag

Ob Peiffer zum Weltcupabschluss am Samstag in der Staffel dabei sein wird (17.30 im Live-Ticker auf sportschau.de), ist noch offen. "Es wird erst am Freitagnachmittag aufgestellt, die Entscheidung liegt ganz bei den Trainern", sagt der DSV-Verantwortliche. Angesichts der bisherigen Vorstellung der DSV-Biathleten in Östersund könnten die Trainer den dreifachen Medaillengewinner der letzten WM gut gebrauchen. Nachdem Peiffer wegen eines Magen-Darm-Infekts die ersten beiden Rennen in Schweden verpasst hatte, klag er bis zu seinem Ausscheiden im Einzel aussichtsreich im Rennen. Im Genensatz zu seinen Kollegen, von denen Benedikt Doll mit Rang 16 noch der beste war.

Lesser und Schempp nach Einzel-Auftritt gefrustet

Erik Lesser im ARD-Interview

Erik Lesser im ARD-Interview

Vor allem die arrivierten Erik Lesser ( Frankenhain ) und Simon Schempp ( Uhingen ) waren meilenweit von ihren Ansprüchen entfernt. Er sei "grottenschlecht" gewesen, gab Lesser nach seinem 72. Platz im Einzel offen zu. Er kämpfe momentan gegen sich selbst. Auch Schempp hadert nach monatelanger Verletzungspause mit seiner Form: "Ich habe keine guten Beine. Es läuft nicht viel zusammen", sagte der 31-Jährige frustriert.

Doll: Wir müssen es mal hinbekommen

Unterkriegen lassen wollen sich die Biathleten aber nicht. Benedikt Doll meint: "Es ist kein so toller Saison-Einstieg, das muss man schon so ehrlich sagen. Wir machen uns aber noch keine Sorgen, denn wir haben gut trainiert. Wir müssen es jetzt aber auch mal hinbekommen.". Und Lesser fügt hinzu: "Wenn ich in der Staffel laufen darf, bin ich top motiviert."

Thema in: Das Erste, Sportschau, 07.12.2019, 18 Uhr

dko/sid/dpa | Stand: 05.12.2019, 13:44

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