Laura Dahlmeier kehrt zurück

Biathletin Laura Dahlmeier

Start beim IBU-Cup

Laura Dahlmeier kehrt zurück

Laura Dahlmeier feiert am Donnerstag (13.12.2018) eine Premiere. Erstmals in ihrer Karriere wird sie im IBU-Cup an den Start gehen. Die Olympiasiegerin soll in der Single-Mixed-Staffel eingesetzt werden. Das bestätigte der Deutsche Skiverband am Mittwoch.

Nach ihrer langen Leidenszeit kehrt Dahlmeier also zurück. Abgeschirmt von der großen Öffentlichkeit trainierte sie in den letzten Tagen unter dem ehemaligen Bundestrainer der Damen, Gerald Hönig, in Ridnaun/Italien mit der IBU-Cup-Mannschaft. Dabei zeigte sich Dahlmeier gut aufgelegt. Im zweitklassigen IBU-Cup soll sich die Bayerin Wettkampfpraxis holen. "Sie will einfach mal antesten, ohne spezielle Vorbereitung", sagte ihr Heimtrainer Bernhard Kröll dem Münchner Merkur, "sie will einfach mal sehen, wo sie steht, wie es ihr unter Wettkampfbedingungen geht." Für Dahlmeier ist es der erste Start in der "2. Liga". Als junge Athletin war sie nach ihren Erfolgen bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2013 sofort im Weltcup eingesetzt worden.

Rückkehr in den Weltcup weiter offen

Ob Dahlmeier in Ridnaun an weiteren Rennen teilnehmen wird, steht noch nicht fest. Auch der Zeitpunkt der Rückkehr in den Weltcup ist offen. "Wir haben von Anfang an vereinbart, dass ich erst dann wieder im Weltcup starte, wenn ich wirklich zu einhundert Prozent fit und belastungsverträglich bin", sagte die 25-Jährige zuletzt. Sie werde sich "keinen Druck machen".

Dahlmeier war erst Anfang November in ein leichtes Training eingestiegen, nachdem sie in Folge mehrerer gesundheitlicher Rückschläge und eines geschwächten Immunsystems eine Zwangspause eingelegt hatte.

Mehringer nimmt Routiniers in die Pflicht

Dahlmeiers Teamkolleginnen sind ab Donnerstag (Sprint ab 14.15 Uhr im Ticker) in Hochfilzen am Start. Nach den teilweise ernüchternden Ergebnissen in Pokljuka peilen die erfolgsverwöhnten deutschen Biathletinnen beim zweiten Weltcup des Winters im österreichischen Hochfilzen den ersten Podestplatz an.

Kristian Mehringer

Kristian Mehringer fordert eine Leistungssteigerung

Disziplin-Trainer Kristian Mehringer nimmt vor der Sprint-Entscheidung über 7,5 Kilometer am Donnerstag besonders die erfahrenen Läuferinnen in die Pflicht. Abgesehen von Franziska Preuß (drei Top-Ten-Plätze) und der jungen Anna Weidel (Platz zehn im Sprint und Rang elf in der Verfolgung) habe "ein großer Teil der etablierten Sportlerinnen ihre Leistung aus unterschiedlichen Gründen noch nicht abrufen können. In Hochfilzen möchten wir es wieder besser machen", sagte Mehringer. Er sei "zuversichtlich, dass wir dort mit der gesamten Mannschaft einen Schritt nach vorne machen können".

Nach dem Sprint der Frauen am Donnerstag steht am Freitag der Sprint der Männer über 10 km auf dem Programm. Für Samstag sind bei Frauen ( 10 km ) und Männern ( 12,5 ) die Verfolgungsrennen geplant. Am Sonntag folgen die Staffeln.

Thema in: MDR aktuell - das Nachrichtenradio, 12.12.2018, 14:40 Uhr

Pechvögel, Verletzte, Karriereende - diese Sportler fehlen

Die Wintersportsaison steht in den Startlöchern - doch die Fans von Biathlon, Skispringen & Co. werden in diesem Winter auf einige bekannte Gesichter verzichten müssen.

Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier (Biathlon)

Die mit Abstand weltbeste Biathletin hat eine Trainingspause eingelegt. Der Zeitpunkt der Rückkehr ist völlig offen. Das geschwächte Immunsystem habe die Pause nötig gemacht, erklärte der Mannschaftsarzt des Deutschen Skiverbandes. Seitdem wird viel spekuliert. Kehrt Dahlmeier, die Überfliegerin der letzten Jahre, überhaupt zurück? Laut dem Verband steht ein Karriere-Ende "absolut nicht zur Debatte".

Laura Dahlmeier (Biathlon)

Die mit Abstand weltbeste Biathletin hat eine Trainingspause eingelegt. Der Zeitpunkt der Rückkehr ist völlig offen. Das geschwächte Immunsystem habe die Pause nötig gemacht, erklärte der Mannschaftsarzt des Deutschen Skiverbandes. Seitdem wird viel spekuliert. Kehrt Dahlmeier, die Überfliegerin der letzten Jahre, überhaupt zurück? Laut dem Verband steht ein Karriere-Ende "absolut nicht zur Debatte".

Maren Hammerschmidt (Biathlon)

Zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt musste Maren Hammerschmidt unters Messer. Die bei Olympia erlittene Verletzung an den Bändern heilte einfach nicht aus. Eine Fuß-Operation war unumgänglich. Die ersten Weltcup-Rennen wird sie verpassen.

Gabriela Koukalova (Biathlon)

Tschechiens Biathlon-Star Gabriela Koukalova wird auch in dieser Saison wohl nicht auf die Wettkampfbühne zurückkehren. "In diesem Moment kann ich mir absolut nicht vorstellen, irgendwann noch einmal zurückzukehren", hatte sie im Früh-Sommer dem Nachrichtenportal Sport.cz. gesagt. Seitdem ist es ruhig geworden um die zweifache Weltmeisterin,  die die letzte Saison wegen Achillessehnenproblemen verpasst hatte.

Darja Domratschewa und Ole Einar Björndalen (Biathlon)

Das Glamour-Paar des Biathlon-Sports ist abgetreten. Nach dem Rücktritt Björndalens Anfang April entschied sich auch seine Frau und Weißrusslands Nationalheldin Domratschewa, Ski und Gewehr in die Ecke zu stellen.  

Aljona Savchenko/Bruno Massot (Eiskunstlaufen)

Beide sorgten bei Olympia für Gänsehautmomente. Danach legten die beiden ihre Leistungssportkarriere auf Eis und wechselten in den Showbereich. Mit Vorführungen bei HOLIDAY ON ICE geht die Reise der Superstars weiter.  Vorerst. Eine Rückkehr in den Wettkampfmodus ist wohl nicht ausgeschlossen…

Sofia Goggia (Ski alpin)

Eine Zwangspause muss Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia aus Italien einlegen. Die 25 Jahre alte Goldmedaillengewinnerin von Pyeongchang verpasst nach einem Bruch des rechten Knöchels die ersten Wochen der alpinen Weltcupsaison.

Kenneth Gangnes (Skispringen)

Nach vier Kreuzbandrissen klingt die aktuelle Verletzung des Norwegers Kenneth Gangnes fast wie ein Kinderspiel: Oberschenkelprobleme. Der 29-Jährige will erst auf die Schanze zurück, wenn er 100prozentig fit ist.

Janne Ahonen (Skispringen)

Aller guten (Rücktritts)-Dinge sind drei. Nach 2008 und 2011 erklärte der fünfmalige Vierschanzentournee-Sieger Janne Ahonen kürzlich seine Karriere als Skisprung-Profi erneut für beendet. Seinem Sport wolle Ahonen treu bleiben und weiter von Schanzen springen, sagte er.

Ulrike Gräßler (Skispringen)

Die vom Verletzungspech verfolgte ehemalige Vizeweltmeisterin Ulrike Gräßler verlässt die Skisprung-Bühne. Gräßler war im Dezember 2015 schwer gestürzt und konnte erst fast zwei Jahre später wieder einen Sprung absolvieren. In der Saison 2017/18 kehrte sie in den Weltcup zurück, schaffte aber den Anschluss an die Weltspitze nicht mehr.

Irina Awwakumowa (Skispringen)

Russlands Vorzeige-Skispringerin Irina Awwakumowa pausiert auf unbestimmte Zeit. Mentale und persönliche Gründe geben Ausschlag die freiwillige Pause der 27-Jährigen, die bei bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang als Vierte eine Medaille knapp verpasst hatte.

Eisschnelllaufen

Gleich vier deutsche Eisschnellläufer haben sich im Sommer verabschiedet. Moritz Geisreiter, Hubert Hirschbichler, Sprinterin Judith Dannhauer und Isabell Ost beendeten ihre Karriere.

Schweizer Bobfahrer

Eine wahre Rücktrittswelle erlebte der einst so erfolgreichen Schweizer Bobsport. Nach Beat Hefti und Rico Peter erklärte auch Clemens Bracher seinen Abschied. Damit sind alle drei Piloten mit Weltcup-Erfahrung mit einem Schlag gegangen. Die Gründe sind dabei zum Teil auch finanzieller Natur.

sst/sid | Stand: 12.12.2018, 13:13

Biathlon | Weltcupstand Damen

NameP
1.Dorothea Wierer476
2.Lisa Vittozzi450
3.Paulina Fialkova401
4.Anastasiya Kuzmina387
5.Anais Chevalier365

Biathlon | Weltcupstand Herren

NameP
1.Johannes Thingnes Bö602
2.Alexander Loginow452
3.Martin Fourcade385
4.Simon Eder362
5.Simon Desthieux362
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