Laura Dahlmeier feiert stimmungsvollen Abschied

Biathlon Auf Schalke - die Verfolgung Sportschau 28.12.2019 36:34 Min. Verfügbar bis 28.12.2020 Das Erste

Biathlon auf Schalke

Laura Dahlmeier feiert stimmungsvollen Abschied

Biathletin Laura Dahlmeier feierte "auf Schalke" einen emotionalen und stimmungsvollen Abschied vom Leistungssport. Und mit Philipp Nawrath sah es lange Zeit sogar nach einem Podestplatz aus. Marte Olsbu Roeiseland und Vetle Christiansen aus Norwegen holten sich den Sieg.

Am Ende belegten die Deutschen den vierten Platz, noch hinter der Ukraine und Frankreich. Das zweite deutsche Duo Denise Herrmann und Benedikt Doll landete vor 46.000 Zuschauern auf dem neunten Platz. "Auf der letzten Runde, als ich durch den Tunnel gefahren bin, habe ich gemerkt, das ist der Moment. Da wollte ich mir zum Abschluss keinen Schießfehler leisten. Jetzt darf ich viele andere Sachen erleben, darauf freue ich mich", sagte Dahlmeier nach dem Rennen.

Starke Vorstellung - Platz zwei im Massenstart

Besser hätte dieses wirklich allerletzte Rennen für Laura Dahlmeier nicht beginnen können. Die 26-Jährige, die nach dem letzten Winter ihre Biathlon-Karriere beendet hatte, holte sich beim Spektakel mit Philipp Nawrath den zweiten Platz im Massenstartrennen. Dabei zeigte die mehrfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin, dass sie in der Loipe und vor allem am Schießstand nichts verlernt hat. Am Ende musste sich das deutsche Team nur den italienischen Titelverteidigern Dorothea Wierer und Lukas Hofer geschlagen geben. "Es fühlt sich gut an. Wir sind vorn dabei, das war unser Ziel“, sagte Dahlmeier bei Halbzeit des Rennens. Denise Herrmann und Benedikt Doll landeten auf Platz drei, wurden aber wegen einer zu wenig gelaufenen Strafrunde mit einer Strafminute belegt und weiter hinten eingestuft.

Biathlon Auf Schalke - der Massenstart Sportschau 28.12.2019 34:42 Min. Verfügbar bis 28.12.2020 Das Erste

Die Norweger sind nicht zu schnappen

Und es blieb das Rennen der Vorzeige-Biathletin, die im anschließenden Massenstart sogar mit Vorsprung an Nawrath übergab. Härteste Konkurrenten auf den Sieg wurden nun die Norweger mit Marte Olsbu Roeiseland und Vetle Christiansen. Und die ließen sich am Ende den Sieg und die je 14.000 Euro Prämie nicht durch die Lappen gehen. Nawrath verließen auf der Schlussrunde die Kräfte, so wurde das deutsche Team noch auf den vierten Platz durchgereicht.

Die Bilderbuchkarriere von Laura Dahlmeier

2019 hat Laura Dahlmeier mit gerade einmal 26 Jahren ihre Karriere beendet. Dabei erreichte die Biathletin nahezu alles im Schnelldurchgang. Hier gibt es die Bilder einer Bilderbuchkarriere.

Laura Dahlmeier

Bereits 2011 machte die damals erst 17-jährige Dahlmeier auf sich aufmerksam. Beim Europäischen Olympischen Jugendfestival in Liberec 2011 sicherte sie sich alle drei Titel in den Einzelrennen.

Bereits 2011 machte die damals erst 17-jährige Dahlmeier auf sich aufmerksam. Beim Europäischen Olympischen Jugendfestival in Liberec 2011 sicherte sie sich alle drei Titel in den Einzelrennen.

2013 feierte Dahlmeier ist WM-Debüt. In Nove Mesto rutschte sie in die deutsche Staffel und sicherte den fünften Platz.

Zwei Jahre später gewann Laura Dahlmeier bei der WM in Kontiolahti bereits zwei Medaillen. Nach Gold mit der Staffel gab es zudem Silber in der Verfolgung.

Laura Dahlmeier gewinnt bei der WM in Oslo 2016 fünf Medaillen. Mit Verfolgungs-Gold holte sie den ersten WM-Einzelsieg ihrer Karriere.

Laura Dahlmeier überragte bei der WM in Hochfilzen 2017 mit sechs Medaillen, fünf funkelten dabei golden.

Was fehlte noch in der Erfolgsbilanz von Dahlmeier? Ein Olympia-Sieg! In Pyeongchang 2018 stand sie im Sprint und in der Verfolgung ganz oben, im Einzel wurde es Bronze.

Zum Abschluss bei der WM in Östersund 2019 gab es für Dahlmeier nochmal Bronze im Sprint und in der Verfolgung.

Doch Schluss mit Biathlon heißt nicht Schluss mit dem Leistungssport: Laura Dahlmeier wird bei ihrer Premiere bei der Langstrecken-WM im November 2019 in Argentinien 27.

  

dpa | Stand: 27.12.2019, 11:18

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