Kühn überrascht beim Einzel in Pokljuka

Weltcup in Pokljuka

Kühn überrascht beim Einzel in Pokljuka

Johannes Kühn hat beim ersten Individual-Rennen der Saison gleich für ein dickes Ausrufezeichen gesorgt. Am Ende musste er sich nur dem Dauergewinner der vergangenen Jahre geschlagen geben.

Kühn düpierte hat im slowenischen Pokljuka (fast) die gesamte Weltelite und sicherte sich den ersten Podestplatz seiner Karriere. Der 27-Jährige musste sich nach 20 Kilometern auf der slowenischen Hochebene nur dem siebenfachen Weltcup-Gesamtsieger Martin Fourcade geschlagen geben. Kühn zeigte vier blitzsaubere Schießeinlagen und legte eine solide Laufzeit in die Loipe, konnte den ebenfalls fehlerfreien Franzosen aber nicht schlagen, der einen knappen Vorsprung von 4,2 Sekunden ins Ziel rettete. "Ich bin superhappy. Am Ende ist es noch einmal echt eng geworden. Aber der zweite Platz mit null Fehlern ist echt super", sagte Kühn im Anschluss am ARD-Mikrofon. Den Platz ganz oben auf dem Podest vergab er schließlich durch die zwar fehlerfreien, aber insgesamt sehr langsamen Schießeinlagen. Hinter Fourcade und Kühn erreichte der Österreicher Simon Eder (0/+19,7 s) ebenfalls das Podest.

Schempp verpasst Podest durch letzten Schuss

Ebenfalls ein Klasserennen lief Simon Schempp, der nach Problemen mit dem Schienbein einen starken fünften Platz (1/+38,6 s) erreichte. Er lag bis zum letzten Schuss auf Podestkurs, setzte aber die letzte Patrone neben das Ziel. "Ich bin sehr zufrieden mit der Platzierung. Wenn du aber 19 Treffer nacheinander landest und dann der letzte ein Fehlschuss ist, ist schon ein Nebengeschmack dabei. Darüber ärgert man sich natürlich. Trotzdem bin ich happy", so Schempp.

Als erster von sechs deutschen Athleten hatte sich Erik Lesser in die Spur gemacht. Mit der Startnummer vier konnte er zunächst die Bestmarken setzen, leistete sich aber bei beiden Stehendanschlägen je einen Fehler. Angesichts von Rückenproblemen fand er seine Leistung und den 23. Platz (2/+2:29,9 min) in Ordnung. "Wenn es dann im Rücken zieht, kann ich mich auch nicht richtig hinstellen. Auf der Runde habe ich zum Anfang richtig Druck machen können und mit den Jungs mithalten können. Beim Schießen geht es besser, aber prinzipiell bin ich ganz zufrieden", erklärte der 30-Jährige.

Neu-Papa Peiffer nutzt Rennen als Trainingsersatz

Arnd Peiffer, der die Mixed-Rennen am vergangenen Wochenende noch wegen der Geburt seines Kindes ausgesetzt hatte, vergab direkt den ersten Schuss und lief diesem Rückstand gleich zu Beginn hinterher. Mit insgesamt drei Schießfehlern und 3:49,1 Minuten Rückstand wurde er 52. Eigentlich wollte Peiffer erst am Freitag mit dem Sprint in die Saison einsteigen. Nach der Verschiebung des Einzels und den nicht vorhandenen Trainingsmöglichkeiten nutzte er das Einzel zum Testen. "Ich bin Papa geworden und das ist glaube ich das Allerschönste und Wichtigste. Deswegen wollte ich zwei Rennen auslassen, jetzt ist es nur eins geworden", so Peiffer.

Benedikt Doll und Youngster Philipp Horn hatten am Schießstand einige Probleme und entsprechend nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun. Doll wurde nach fünf Strafminuten 58. In seinem ersten Individual-Wettbewerb im Weltcup leistete sich auch Horn zu viele Schwächen. Ebenfalls fünf Fehler bedeuteten Rang 77.

Thema in: Sportschau, Das Erste, 06.12.2018, 10.00 Uhr

rho | Stand: 06.12.2018, 11:57

Biathlon | Weltcupstand Damen

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Biathlon | Weltcupstand Herren

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