Vorfeude auf den Biathlon-Klassiker in Ruhpolding

Chiemgau-Arena in Ruhpolding

Biathlon-Weltcup

Vorfeude auf den Biathlon-Klassiker in Ruhpolding

Von Dirk Hofmeister

Im deutschen Team ist die Vorfreude auf den Heim-Weltcup in Ruhpolding groß. Auch wenn noch unklar ist, ob und wie die Wettkämpfe stattfinden können. Sportler und Betreuer fiebern den Wettkämpfen im bayerischen Biathlon-Mekka trotzdem entgegen.

"Die Zuwegung nach Ruhpolding führt durch die Gemeinden Inzell und Siegsdorf. Beide sind Katastrophenlagen, wo wir hunderte Einsatzkräfte vor Ort haben. Es macht keinen Sinn, da die Besucher durch zu lenken", erklärte Traunsteins Landrat Siegfried Walch in der ARD: "Ich werde keinerlei Ressourcen, die wir für die Bewältigung der Katastrophe benötigen, binden, um mit Gedanken um einen Biathlon-Weltcup zu machen." Konkret heißt das: So lange auf dem Weg nach Ruhpolding der Katastrophenfall ausgerufen ist, findet kein Weltcup statt. Am Mittwoch (16.01.19) gab es dann zunächst grünes Licht für die Austragung.

Doch bei der Pressekonferenz des Organisationskomitees (OK) am Mittag stand der Weltcup schon wieder auf der Kippe - wegen des Abgangs einer Lawine in der Nähe von Ruhpolding. Claus Pichler, Bürgermeister und OK-Chef, betonte zwar, dass das Sicherheitskonzept stehe. Die Entscheidung liege jedoch beim Krisenstab des Landratsamts. Solange im Landkreis Traunstein noch der Katastrophenfall herrscht, können keine Wettkämpfe stattfinden.

Herrmann: "Das ist unser Areal" - Comeback von Dahlmeier

Laura Dahlmeier strahlt nach Platz zwei bei ihrer Rückkehr in Nove Mesto.

Laura Dahlmeier hofft auf einen Start in Ruhpolding.

Im Biathlon-Stadion selbst ist alles vorbereitet: Die Zuschauertribüne und der Schießstand sind von den Schneemassen befreit, die Loipen sind in perfekter Bedingung. Einem Start fiebern auch die Athleten entgegen, vor allem die deutschen Biathleten. "Das ist unser Areal. Ich laufe immer gern in Ruhpolding", sagte Denise Herrmann noch am Sonntag in Oberhof. Zudem wollen die Teamkolleginnen Laura Dahlmeier und Vanessa Hinz nach Infekten ihr Comeback feiern, nachdem beide schon den ersten Heim-Weltcup des Jahres in Oberhof auslassen mussten.

Ricco Groß: "Besondere Stimmung"

Eine besondere Rückkehr erlebt auch Ricco Groß. Der vierfache Olympiasieger trainierte jahrelang in Ruhpolding und kehrt nun erstmals als Trainer der Österreicher in sein Heim-Stadion zurück. "Ich bin sehr oft und gern hier gelaufen", schwärmte der 48-Jährige in der ARD und fügt hinzu: "Die Unterstützung ist fantastisch, die Fans sitzen direkt hinter dem Schießstand. Das ist immer eine ganz besondere Stimmung."

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Michael Rösch bangt um Abschiedsrennen

Biathlet Michael Rösch erklärt Karriererücktritt

Rösch mit seiner ersten Medaille - in Ruhpolding erkämpft.

Diese Atmosphäre erleben zu dürfen, darauf hofft auch Michael Rösch. Der für Belgien startende Sachse bangt um sein Abschiedsrennen. Nach 14 Jahren im Weltcup will der 35-Jährige in Ruhpolding seine Karriere beenden - an dem Ort, an dem er 2006 erstmals einen Weltcup gewann. So wird auch Rösch sehr genau beobachten, ob es am Mittwoch endlich grünes Licht für den Weltcup gibt.

Weltcup in Ruhpolding - zu Besuch im bayerischen Biathlon-Mekka Blickpunkt Sport 13.01.2019 03:42 Min. Verfügbar bis 13.01.2020 BR

Thema in: MDR aktuell - Das Nachrichtenradio, 16.01.2019, 14.40 Uhr

Stand: 16.01.2019, 14:24

Biathlon | Weltcupstand Damen

NameP
1.Dorothea Wierer904
2.Lisa Vittozzi882
3.Anastasiya Kuzmina870
4.Marte Olsbu Röiseland855
5.Hanna Öberg741

Biathlon | Weltcupstand Herren

NameP
1.Johannes Thingnes Bö1262
2.Alexander Loginow854
3.Quentin Fillon Maillet843
4.Simon Desthieux831
5.Arnd Peiffer802

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