Martin Fourcade beendet seine Karriere

Frankreichs Martin Fourcade gewinnt Gold im italienischen Antholz-Anterselva

Biathlon

Martin Fourcade beendet seine Karriere

Am Donnerstag war er im Sprint noch Zweiter geworden - nun soll nach diesem Wochenende Schluss sein. Mit Martin Fourcade beendet der Dominator des Biathlons des vergangenen Jahrzehnts nun seine Karriere.

"Danke für die Reise. Zeit auf Wiedersehen zu sagen", teilte der 31-Jährige am Freitagabend (13.03.2020) in den sozialen Medien mit. Damit ist die Verfolgung am Samstag (13.45 Uhr) das letzte Rennen des Franzosen. Mit einem Sieg würde sich ein Kreis schließen. Vor genau zehn Jahren hatte Fourcade seinen ersten Weltcupsieg gefeiert.

"Großer, großer Champion", antwortete Deutschlands Skijäger Simon Schempp, der sich Fourcade bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang im Massenstart im Fotofinish knapp geschlagen geben musste.

Martin Fourcade beendet seine grandiose Biathlon-Karriere

Sportschau 14.03.2020 00:58 Min. Verfügbar bis 14.03.2021 ARD

Fourcade zieht es in die Sportpolitik

Fourcade will nun sportpolitisch aktiv werden. Er hatte das vergangene Jahrzehnt dominiert, wie zuvor nur Norwegens Legende Ole Einar Björndalen. Der Ausnahmekönner gewann als erster Skijäger der Geschichte als "Meister aller Klassen" sieben Mal in Serie die Große Kristallkugel und war der Erste, der bei sieben aufeinanderfolgenden Großereignissen in einem Einzelrennen Gold holte.

Der zweimalige Familienvater hat 78 Weltcupsiege zu Buche stehen, nur Björndalen ist mit 94. im Biathlon besser. Zudem wurde er fünf Mal Olympiasieger, 13 Mal Weltmeister, holte zudem zehn Mal WM-Silber, fünf Mal WM-Bronze und zwei Mal Olympia-Silber.  "Mein Wille, das Beste zu geben und Berge zu versetzen, ist immer noch vorhanden. Aber die Fortsetzung meines Wachsens als Mann, als Vater, muss jetzt auf anderen Wegen geschehen. Es ist Zeit, sich zu verabschieden", sagte Fourcade.

sid, dpa | Stand: 13.03.2020, 21:15

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