Biathletin Dschyma gewinnt Einzel in Slowenien

Weltcup in Pokljuka

Biathletin Dschyma gewinnt Einzel in Slowenien

Julija Dschyma aus der Ukraine hat im slowenischen Pokljuka den Einzel-Wettbewerb der Biathletinnen gewonnen. Bis zum letzten Schießen lag ein deutscher Sieg in der Luft.

Der Einzelwettbewerb ist immer für Überraschungen gut, aber mit diesem Podium dürfte wirklich keiner gerechnet haben: Im Rennen über 15 Kilometer auf der slowenischen Hochebene siegte die Ukrainerin Dschyma (43:06,6 min/0 Fehler) vor der Polin Monika Hojnisz (+5,9 s/1 Fehler) und der Tschechin Marketa Davidova (+16,5 s/1).

Julia Dschyma in Pokljuka (06.12.2018)

Holt sich den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere: Julija Dschyma

Als das Rennen praktisch schon entschieden schien, war Dschyma mit Startnummer 94 ins Rennen gegangen. Als eine von fünf der insgesamt 102 Starterinnen blieb sie bei allen vier Schießeinlagen fehlerfrei und schob sich auf der gegen Rennende anscheinend schneller werdenden Loipe immer weiter nach vorn. Für die 28-Jährige war es der erste Weltcupsieg der Karriere. Gleiches hätte aber auch für die Zweit- und Drittplatzierte zugetroffen.

Preuß vergibt Sieg mit dem letzten Schuss

Beste Deutsche wurde Franziska Preuß als Zehnte. Die 24-Jährige lag lange auf Siegkurs. Mit ihrem zügigen und zumindest 19-mal fehlerfreien Schießen schob sie sich zwischenzeitlich an die Spitze. Beim letzten Schießen jedoch wollte die letzte Scheibe nicht fallen. "Im Nachhinein ist es natürlich ärgerlich", sagte sie im Ersten. "Beim letzten Schuss war ich vielleicht einen Zacken zu aggressiv. Im Großen und Ganzen bin ich aber zufrieden", fügte sie hinzu. "Die ersten 19 Schuss geben mir Selbstvertrauen."

Zu viele Fehler am Schießstand

Auch die anderen Deutschen vergaben bessere Platzierungen am Schießstand. Franziska Hildebrand traf jeweils eine Scheibe im Stehendanschlag nicht und wurde 22., für Nadine Hochler (23.) war bereits ein Fehler zuviel. Denise Herrmann handelte sich vier Strafminuten ein und wurde 29. Beim Laufen sei es ganz gut gegangen, sagte sie im Ersten, obwohl es eine "ganz tiefe Angelegenheit" gewesen sei. "Ich muss nur noch die Mittel finden, dass es im Schießen auch so klappt". Vanessa Hinz und Karolin Horchler wurden mit je zwei Fehlern 32. und 37., Weltcup-Neuling Anna Weidel landete mit vier Strafminuten auf dem 66 Platz.

Nächste Chance im Sprint am Samstag

Als nächster Wettkampf steht für die Frauen der Sprint am Samstag (08.12., 14.15 Uhr im Ersten und im Ticker) an. Die siebenmalige Weltmeisterin Laura Dahlmeier, die wegen eines geschwächten Immunsystems in der Vorbereitung eine Zwangspause einlegen musste, bereitet sich derzeit zu Hause im Training auf ihr Comeback vor. "Es entwickelt sich alles sehr, sehr gut. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dieses Jahr noch zurückkommt", sagte der neue Co-Trainer Florian Steirer in der ARD.

Thema in: Das Erste, Sportschau live, 6.12., ab 14.05 Uhr

dko/dpa | Stand: 06.12.2018, 15:58

Biathlon | Weltcupstand Damen

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Biathlon | Weltcupstand Herren

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