Deutsche Mixed-Staffel nach Patzern ohne Chance

Vanessa Hinz

Biathleten in Pokljuka ohne Podest

Deutsche Mixed-Staffel nach Patzern ohne Chance

So hatten sich die deutschen Biathleten sicher den Start in den Weltcup-Winter nicht vorgestellt. In der Mixed-Staffel reichte es nach einer Strafrunde nur zu Platz sieben. Ganz oben auf dem Treppchen landete das französische Quartett.

Angeführt von einem starken Martin Fourcade holte sich Frankreich überlegen den Sieg vor der Schweiz (+38,7 Sekunden) und Italien (+ 52,1). Das deutsche Team aber hatte am Ende keine Chance. Weltcup-Neuling Philipp Horn zeigte Nerven, kassierte eine Strafrunde und ärgerte sich nach dem Rennen: "Als ich mit Fourcade gelaufen bin, hatte ich die Hosen ein bisschen voll. Ich habe mir das anders vorgestellt. Ich wollte lockerer laufen. Es tut mir leid, dass ich die Staffel so runtergezogen habe." Denn die deutschen Damen hatten überzeugt und das Quartett von einem Podestplatz träumen lassen.

Hinz und Herrmann fast ohne Makel

Vanessa Hinz eröffnete für die deutschen Farben die Mixed-Staffel. Und zeigte sich in der Loipe bereits in guter Frühform, am Schießstand benötigte die 26-Jährige nur beim Stehend-Anschlag zwei Nachlader. Das reichte aber, um eine knappe halbe Minute auf die Konkurrenz zu verlieren. Bis zum ersten Wechsel lief Hinz aber gut zehn Sekunden raus, übergab als Sechste auf Denise Herrmann. Vorn hatte sich mit Finnland, Frankreich und Italien ein Trio gebildet. "Ich denke, es war ein guter Einstieg. Ich hab mich sehr wohl gefühlt, war aber ein bisschen hektisch unterwegs", sagte Hinz im ZDF.

Und Finnland zog in Person von Kaisa Mäkäräinen deutlich an, lag nach dem Liegend-Schießen deutlicher vorn. Für das DSV-Quartett machte Herrmann ihre Sache sehr gut,  brauchte nur einen Nachlader, schoss aber sehr vorsichtig und verlor als Vierte aber etwas an Zeit. Zur Halbzeit führte Finnland vor Italien und Frankreich. Für Deutschland ging mit 40 Sekunden Rückstand Philipp Horn auf die Strecke. Die stark eingeschätzten Norweger lagen bereits drei Minuten zurück.

Horn und Doll in der Strafrunde

Martin Fourcade

Martin Fourcade zeigte seine Extraklasse.

Und Horn sollte bei seinem Weltcup-Debüt Lehrgeld zahlen. Beim Liegend-Anschlag blieben zunächst drei Scheiben stehen, zwei konnte er mit seinen Zusatzpatronen noch abräumen, eine Strafrunde blieb aber. So waren die Deutschen weit zurückgeworfen, während Martin Fourcade für Frankreich dem führenden Finnen Tero Seppala immer näher kam. Und nach dem Stehend-Anschlag war der französische Überflieger vorn, der Finne musste in die Strafrunde. Die Schweiz schob sich auf Platz zwei. Der 24-jährige Horn machte es auch besser, brachte das DSV-Quartett mit 1:52 Minuten Rückstand als Sechster zum letzten Wechsel.

Diese Hypothek war für Benedikt Doll zu groß. Der 28-Jährige konnte keine Zeit gutmachen, musste beim letzten Schießen auch noch in die Strafrunde und fiel noch weiter zurück. "Das ist ärgerlich, wenn man die ersten vier Scheiben trifft. Es war dann der Wurm drin", sagte Doll.

Nächstes Rennen am Mittwoch

Ab kommenden Mittwoch (05.12.2018) stehen noch die Einzel-, Sprint- und Verfolgungsrennen auf dem Programm. Ob Arnd Peiffer, der aus persönlichen Gründen auf einen Staffel-Start verzichtet hatte, dort dabei sein wird, ist noch offen.

Thema in: B5 Sport, 01.12.2018, 19.35 Uhr

rei | Stand: 02.12.2018, 16:00

Biathlon | Weltcupstand Damen

NameP
1.Dorothea Wierer904
2.Lisa Vittozzi882
3.Anastasiya Kuzmina870
4.Marte Olsbu Röiseland855
5.Hanna Öberg741

Biathlon | Weltcupstand Herren

NameP
1.Johannes Thingnes Bö1262
2.Alexander Loginow854
3.Quentin Fillon Maillet843
4.Simon Desthieux831
5.Arnd Peiffer802

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