Das deutsche Sprint-Debakel von Oberhof in Bildern

Das deutsche Sprint-Debakel von Oberhof in Bildern

Das war historisch. Noch nie schnitten die deutschen Biathlon-Frauen bei einem Sprint in Oberhof so schwach ab wie an diesem Donnerstag. Entsprechend groß der Frust. Der Sieg ging an eine Debütantin.

Ein Satz mit X - das war wohl nix. Franziska Preuß enttäuscht ...

... Franziska Hildebrand frustriert ...

... Frauen-Disziplintrainer Kristian Mehringer ratlos. Die Deutschen erlebten beim Frauen-Sprint beim Heim-Weltcup ein historisches Debakel.

Beste aus dem DSV-Sextett war Karolin Horchler, die mit einem Schießfehler am Ende nur 34. wurde.

Läuferisch konnte neben Karolin Horchler auch Hildebrand (2 Strafrunden, Rang 40), Nadine Horchler (1 Strafrunde, Rang 41), Preuß (im Bild/3 Strafrunden, Rang 45) und Anna Weidel (1 Strafrunde, Rang 80) nicht mit der Spitze mithalten.

Bei nahezu perfekten Bedingungen in der Arena am Rennsteig in Oberhof hatte das Quintett nur Laufzeiten jenseits der Top 30.

Einzig Denise Herrmann überzeugte in der Loipe. Die Sächsin war Schnellste der gesamten Konkurrenz. Doch auch Herrmann hatte mit den Podestplätzen nichts zu tun, ...

... denn Herrmann patzte mit vier Fehlern am Schießstand und wurde am Ende nur 36. In der Verfolgung am Samstag geht die frühere Langläuferin schon mit einem Rückstand von 1:28 Minuten in die Loipe.

Knapp anderthalb Minuten Rückstand hat Herrmann auf Lisa Vittozzi, die am Donnerstag am Thüringer Rennsteig triumphierte. Die Italienerin kam fehlerfrei ins Ziel und hatte zudem die drittbeste Laufzeit.

Zur Belohnung durfte die 23-jährige Vittozzi nach drei dritten und einem zweiten Platz nun den ersten Sieg in ihrer Karriere feiern.

Ausgelassener Jubel nach dem Sieg beim gesamten italienischen Team nach dem Erfolg von Vittozzi (Mitte rechts, mit Gewehr). Sogar Dorothea Wierer (Mitte links) jubelte mit, ...

... dabei lief es bei der Weltcup-Gesamtspitzenreiterin am Donnerstag überhaupt nicht. Mit zwei Schießfehlern und der nur 28.-besten Laufzeit wurde Wierer 24. und blieb damit deutlich hinter ihren Ansprüchen.

Weit hinter ihren Ansprüchen blieb auch Kaisa Mäkäräinen, die mit der fünftbesten Laufzeit zwar auf der Strecke gewohnt stark war. Mit vier Fehlern am Schießstand blieb ihr aber nur der 44. Rang, 1:48 Minuten hinter Vittozzi.

Gewohnt stark in der Loipe präsentierte sich auf der harten Oberhofer Strecke auch Anastasiya Kuzmina. Die Slowakin lief die zweitbeste Zeit, verpasste das Podest aber wegen zweier Schießfehler.

Denn: Wer am Donnerstag auf das Podest laufen wollte, musste fehlerfrei bleiben. So, wie Vittozzi (Mitte), die zweitplatzierte Französin Anais Chevalier (li.) und Hanna Öberg aus Schweden (re.).

Immerhin: Trotz des historisch schlechten Abschneidens der deutschen Frauen zeigte sich Oberhof am Donnerstag mal in ausgesprochen guter Verfassung ohne Nebel, mit Schnee und leichten Minustemperaturen. Und nach dem Rennen zeigte sich sogar die Sonne für einen kurzen Moment.

Stand: 10.01.2019, 16:55 Uhr

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