Frankreich doppelt auf dem Podest - Preuß beste DSV-Skijägerin

Biathlon - Deutschland nicht überzeugend Sportschau 05.12.2019 01:29 Min. Verfügbar bis 05.12.2020 Das Erste

Biathlon Einzel in Östersund

Frankreich doppelt auf dem Podest - Preuß beste DSV-Skijägerin

Die Französin Justin Braisaz hat im schwedischen Östersund das Einzel über die 15 Kilometer gewonnen. Franziska Preuß war die beste deutsche Skijägerin, am Schießstand war nicht nur bei ihr noch Luft nach oben.

Nach dem Sieg von Martin Fourcade bei den Männern stand im Einzel der Frauen mit Justin Braisaz erneut Frankreich ganz oben. Braisaz (2/0/0/0) konnte am Donnerstag trotz zweier Schießfehler den Sieg im ersten Einzel des Winters feiern. "Ich hatte gute Beine, und hab mir die Zeit genommen mich aufs Schießen zu konzentrieren", erklärte die Siegerin.

Mit einer fehlerfreien Leistung schob sich die Ukrainerin Julia Dschyma mit einem Rückstand von 11,1 Sekunden noch vor Braisaz' Teamkollegin Julia Simon (0/0/0/2), die mit 17,7 Sekunden Rückstand Platz drei holte.

Preuß beste DSV-Skijägerin

Franziska Preuß

Franziska Preuß

Am Schießstand war für die deutschen Starterinnen noch Luft nach oben: Franziska Preuß hatte mit Platz zwei im Single Mixed und Platz vier im Sprint gleich in den ersten Rennen Selbstvertrauen getankt. Auch im Einzel zeigte die 25-Jährige eine starke Leistung. Zunächst fehlerfrei sammelte sie im Rennverlauf jedoch drei Strafminuten ein (0/2/0/1). Liegend war sie treffsicher, stehend gingen drei Schuss daneben. "Teils, teils zufrieden", zeigte sich Preuß im ZDF-Interview. "Bei drei Fehlern kann man im Einzel nicht mehr erwarten." Mit 2:00,2 Minuten wurde sie 12.

Vier Fehler bei Herrmann, Hinz, Hildebrand, Weidel und Horchler

"Mit der Franzi und der Denise" war Disziplin-Damentrainer Kristian Mehringer zufrieden. Insgesamt sei es aber "nicht ganz zufriedenstellend." Denn nicht nur Teamkollegin Denise Hermann setzte noch einen Schuss mehr daneben. Die 30-Jährige reihte sich mit einem Rückstand von 2:30,4 Minuten auf Platz 18 ein. "Es war ganz schön eisig geworden", sagte Herrmann nach dem Rennen über die Strecke, "da habe ich mich schon sehr schwergetan." Allerdings räumte sie ein: "Mit vier Fehlern im Einzel, das ist doch ein bisserl zu viel". Vanessa Hinz (1/0/1/2) hatte im Ziel 3:53,3 Minuten Rückstand und war mit Platz 30 nicht glücklich. "Bis zum dritten Schießen bin ich echt gut gelegen", so Hinz. "Ein besseres Ergebnis hab ich selber vergeben."

Bei Franziska Hildebrand, die in der Vorbereitung krank war, "fehlt noch der letzte Push" Richtung Bestform. "Es fühlt sich noch etwas eckig an", erklärte die 32-Jährige nach Rang 43. Auch bei ihr war am Schießstand mit vier Fehlern noch Luft nach oben (2/1/0/1). Karolin Horchler reihte sich mit 5:08,3 Minuten Rückstand als 51. ein, die 23-jährige Anna Weidel (1/0/1/2) hatte am Ende 5:25,8 Minuten Rückstand und wurde 56.

Thema in: BR Fernsehen, Rundschau, 05.12.2019, 18.30 Uhr

mla | Stand: 05.12.2019, 17:48

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