Auftakt in Östersund ohne den kranken Arnd Peiffer

Biathlon-WM, Single-Mixed-Staffel in Östersund

Weltcup

Auftakt in Östersund ohne den kranken Arnd Peiffer

Mit zwei Mixed-Staffel im schwedischen Östersund starten die Biathleten in die neue Wintersport-Saison. Bundestrainer Mark Kirchner, der den Zeitplan des Auftaktprogramms als "katastrophal" bezeichnete, muss durch einen Magen-Darm-Infekt auf den ursprünglich nominierten Arnd Peiffer am ersten Wettkampftag verzichten. Simon Schempp ersetzt ihn.

Franziska Preuß und Erik Lesser kämpfen um die ersten Weltcuppunkte für die deutsche Mannschaft in dieser Saison. Das Duo startet zum Auftakt der Wintersaison in der Single-Mixed-Staffel (Samstag, 13.10 Uhr/TV und Livestream bei sportschau.de und im Ticker). Simon Schempp und Denise Herrmann laufen anschließend gemeinsam mit Karolin Horchler und Benedikt Doll in der schießlastigen Mixed-Staffel (15.00 Uhr/TV und Livestream bei sportschau.de und im Ticker).

 Ein Mixed aus Pause und Belastung

Heißt auch: Franziska Hildebrand, Vanessa Hinz, Anna Weidel, Philipp Horn und Johannes Kühn müssen sich einen Tag länger gedulden und feiern ihren Einstand in den Sprintrennen am Sonntag. Ob dann auch der angeschlagene Arnd Peiffer startet, entscheidet sich laut DSV kurzfristig. Danach müssen alle wieder zwei Tage Pause einlegen, ehe es kommenden Mittwoch mit dem Männer-Einzel und am Donnerstag dem Damen-Einzel weitergeht. Auch am Nikolaustag ist Ruhepause. Erst am 7. Dezember geht das erste Männer- Staffelrennen mit Mit-Favorit Deutschland über die Bühne, zum Abschluss der langen Östersund-Zeit ist am Sonntag das Damen-Quartett gefordert.

Schempp: Einstieg katastrophal

Biathlon Porträtbild Simon Schempp

Simon Schempp

"Den Wettkampfkalender zum Einstieg finde ich katastrophal", befand auch der wiedergenesene Ex-Weltmeister Schempp. Man hätte genügend Zeit gehabt, den Sprint etwas nach hinten zu verschieben, befand er. Durch die späte Mixed-Staffel hätten die Staffelläufer doch wenig Regenerationszeit. Bundestrainer Mark Kirchner sieht es genauso. "Teilweise nutzen die Teams die ersten Wettkämpfe noch als Qualifikationsmöglichkeit. Das ist jetzt nicht mehr so leicht möglich", kritisierte der 49-Jährige. "Aber wir müssen uns auf unsere Leistung konzentrieren, möglichst einen guten Einstieg schaffen." 

Startzeiten in Östersund

Samstag, 13.10 Uhr: Single-Mixed-Rennen im TV und Livestream bei sportschau.de und im Live-Ticker
Samstag, 15.00 Uhr: Mixed-Staffel im TV und Livestream bei sportschau.de und im Live-Ticker
Sonntag, 12.30 Uhr: Sprint der Männer im TV und Livestream bei sportschau.de und im Live-Ticker
Sonntag, 15.30 Uhr: Sprint der Frauen im TV und Livestream bei sportschau.de und im Live-Ticker)

Einen Überblick über alle Termine im Biathlon gibt es hier.

Favoritinnen - Wer ist schneller als Dorothea Wierer?

Italien, Norwegen, Slowakei, Polen, Schweden und Deutschland - das Feld der Favoritinnen ist bei den Biathletinnen bunt gemischt. Die Hoffnungen der deutschen Biathlonfans ruhen nach dem Rücktritt von Laura Dahlmeier auf Denise Herrmann.

Lisa Vittozzi

Lisa Vittozzi (Italien): Ihre schärfste Konkurrentin und auch diesmal sicher wieder vorn dabei: Lisa Vittozzi. Eine gute Schützin war die Polizistin schon in den letzten Jahren, inzwischen ist sie auch in der Lage, läuferisch mit den Besten mitzuhalten.

Lisa Vittozzi (Italien): Ihre schärfste Konkurrentin und auch diesmal sicher wieder vorn dabei: Lisa Vittozzi. Eine gute Schützin war die Polizistin schon in den letzten Jahren, inzwischen ist sie auch in der Lage, läuferisch mit den Besten mitzuhalten.

Marte Olsbu Röiseland (Norwegen): Die 28-Jährige feierte in der vergangenen Saison im Sprint ihren ersten Weltcupsieg und lief in der zweiten Saisonhälfte konstant in die Top Ten. Mal sehen, in welcher Form die pfeilschnelle Skijägerin zurückkehrt.

Hanna Öberg (Schweden): Die Olympiasiegerin im Einzel blickt auf eine gute, aber eben keine sehr gute Saison zurück. Die 24-Jährige deutete ihre Klasse aber mit zwei Siegen zum Ende der Saison an. Mit ihr muss man auch in diesem Winter rechnen.

Paulina Fialkova (Slowakei): Sie war eine der positiven Entdeckungen der Vorsaison. Die Einzel-Spezialistin tauchte regelmäßig in den Top Ten auf, schaffte sieben Mal den Sprung auf das Podium und beendete die Saison als starke Sechste der Gesamtwertung. Ein Weltcupsieg fehlt der 27-Jährigen noch. Das könnte nach dieser Saison anders sein.

Monika Hojnisz (Polen): Die Weltcup-Gesamtzehnte konnte in ihrer bisherigen Karriere nie ganz vorn anklopfen. Jetzt soll der vierfache Olympiasieger Michael Greis für einen Karriereschub sorgen.

Favoriten - Alle jagen Johannes Thingnes Bö

Johannes Thingnes Bö ließ die Konkurrenz im letzten Winter verzweifeln. Er geht auch in diesem Jahr als großer Favorit an den Start. Wer sind seine größten Widersacher? Unser Blick auf die Favoriten.

Quentin Fillon Maillet und Simon Desthieux

Quentin Fillon Maillet und Simon Desthieux (Frankreich): Lange standen sie im Schatten von Martin Fourcade, letzte Saison zogen Quentin Fillon Maillet und Simon Desthieux vorbei. Die beiden Franzosen waren die positive Entdeckung der Vorsaison und sollten auch in diesem Winter eine gute Rolle spielen können.

Quentin Fillon Maillet und Simon Desthieux (Frankreich): Lange standen sie im Schatten von Martin Fourcade, letzte Saison zogen Quentin Fillon Maillet und Simon Desthieux vorbei. Die beiden Franzosen waren die positive Entdeckung der Vorsaison und sollten auch in diesem Winter eine gute Rolle spielen können.

Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld): Deutschlands Allzweckwaffe. Seit zehn Jahren gehört er zum Weltcup-Team und immer, wenn es wichtig wird, ist auf den 32-Jährigen Verlass. Als Fünfter in der Gesamtwertung war Peiffer der beste Deutsche im letzten Winter. Die Ruhe am Schießstand ist das Erfolgsgeheimnis des Olympiasiegers und Weltmeisters, der letzte Saison im Einzel nur einmal ganz oben stand, doch das im wichtigsten Rennen - dem WM-Einzel.

Benedikt Doll (SC Breitnau): Schnell skaten, ruhig schießen - dieser Spagat gelingt Benedikt Doll nicht immer. Der Bayer ist in der Loipe oft einer der Schnellsten, verspielt Zeit und eine gute Ausgangslage jedoch des öfteren am Schießstand. Bekommt er beim Schießen Konstanz rein, kann er in dieser Saison noch mehr für Furore sorgen.

Simon Schempp (Uhingen): Nach der völlig verkorksten letzten Saison mit Rückenproblemen, einer Schulteroperation und anhaltender Formschwäche gehört Simon Schempp eigentlich nicht in diese Liste. Doch mit drei deutschen Meistertiteln ließ der Schwabe aufhorchen. Seit Mitte Juli könne er endlich wieder so wie früher trainieren, sagte der vierfache Weltmeister, der noch immer große Lust hat, "vorne mitzurennen". 

Stand: 29.11.2019, 11:44

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