Peiffer läuft bei Massenstartrennen aufs Podest

Arnd Peiffer

Weltcup in Nove Mesto

Peiffer läuft bei Massenstartrennen aufs Podest

Arnd Peiffer hat den deutschen Biathleten mit einem starken Auftritt beim 15-km-Massenstartrennen in Nove Mesto doch noch einen Podestplatz beschert. Beim Sieg des überragenden Norwegers Johannes Thingnes Bö belegte der 31-Jährige Platz drei.

Ein Fehler beim letzten Stehendschießen kostete Peiffer am Sonntag (08.03.) den sogar möglichen Sieg. Zuvor war der 31-Jährige im Massenstartrennen dreimal fehlerfrei geblieben und lag gemeinsam mit dem Franzosen Emilien Jacquelin an der Spitze des Feldes. Jacquelin blieb als einer von zwei Startern viermal ohne Fehler und sicherte sich den zweiten Platz. Schneller war nur Johannes Thingnes Bö, der zwar drei Fehler schoss, die Rückstände nach den Strafrunden auf der Langlaufstrecke aber immer wieder aufholte und am Ende mit 15,1 Sekunden Vorsprung vor Jacquelin triumphierte.

Für Bö war es bereits der 47. Weltcupsieg, der ihn in der Weltcupgesamtwertung noch einmal näher an die führenden Franzosen Martin Fourcade (14.) und Quentin Fillon Maillet (Rang acht) heranbrachte.

Biathlon - Tirill Eckhoff und Johannes Thingnes Bö siegreich Sportschau 08.03.2020 01:35 Min. Verfügbar bis 08.03.2021 Das Erste

Peiffer lange vorne mit dabei

Start des Massenstartrennens in Nove Mesto

Start des Massenstartrennens in Nove Mesto

Erneut vor leeren Zuschauerrängen gingen die 30 Athleten auf die anspruchsvolle Strecke, die aufgrund der sehr unterschiedlichen Schneebeschaffenheit alles von Mensch und Material abverlangte. Beim Material hatten ganz offensichtlich die Norweger das beste Händchen, denn gleich drei von ihnen legten auf der ersten Runde direkt voll los und brachten in kürzester Zeit einige Sekunden zwischen sich und die Verfolger.

Unter ihnen war auch Johannes Thingnes Bö, der sich allerdings bei den ersten drei Schießen jeweils einen Fehler leistete und sich so nicht frühzeitig entscheidend absetzen konnte. Peiffer, Jacquelin und der Italiener Dominik Windisch blieben bis zum letzten Stehendschießen an ihm dran. Windisch mit zwei und Peiffer mit einem Fehler mussten Bö, der beim vierten Schießen alle Scheiben traf, dann allerdings laufen lassen.

Peiffer war trotzdem zufrieden: "Auf der Strecke hat es sich heute wahnsinnig langsam angefühlt. Ich habe versucht, mich aufs Schießen zu konzentrieren, weil ich wusste, dass ich bei diesen Bedingungen nicht der Schnellste bin", sagte er im ZDF. Dass er in der letzten Laufrunde seine Konkurrenten Erlend Bjöntegaard (Norwegen) und Dmytro Pidrutschnji (Ukraine) abhängen und mit 25,0 Sekunden Rückstand auf Bö sich Platz drei sichern konnte, überraschte ihn selbst.

Kühn vergibt bessere Platzierung beim Stehendschießen

Johannes Kühn (0/0/2/2 Schießfehler) war auf Rang zwölf zweitbester Deutscher. Nach zwei fehlerfreien Liegendschießen vergab im Stehendanschlag eine mögliche Top-10-Platzierung, die er letztendlich um 21 Sekunden verfehlte. Benedikt Doll (0/3/1/1) beendete das Rennen als 17.. Der vierte DSV-Läufer Philipp Horn (3/3/0/1) hatte vor allem beim Liegendschießen große Probleme, lief zeitweise am Ende des Feldes und wurde in der Endabrechnung 27..

Thema in: DLF Sport aktuell, 08.03.2020, 22.50 Uhr

wp | Stand: 08.03.2020, 14:40

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