Wintersportnews am Samstag - Deutsche Bobs auf der Überholspur

Zweierbob-Sieger Friedrich: "Die Gesamt-Performance könnte noch besser sein" Sportschau 19.01.2019 01:35 Min. Verfügbar bis 19.01.2020 Das Erste

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Wintersportnews am Samstag - Deutsche Bobs auf der Überholspur

+++ Zweierbob: Deutsche in Innsbruck auf der Überholspur+++ Zweierbob: Schneider siegt vor Jamanka in Innsbruck +++ Langlauf: Ringwald Zehnte in Otepää +++ Severin Freund nur 20. im Conti-Cup +++

Zweierbob: Doppelsieg für deutsche Zweierbobs

Die deutschen Bob-Piloten sind in dieser Saison eine Klasse für sich. Beim Weltcup-Rennen in Innsbruck (Österreich) steuerte Olympiasieger Francesco Friedrich (SC Oberbärenburg) mit Anschieber Thorsten Margis den kleinen Schlitten auf der Bahn in Innsbruck zum Sieg. Friedrich feierte seinen 23. Weltcupsieg und verdrängte dabei Johannes Lochner (+ 0,15 Sekunden) auf Platz zwei. Lochner sorgte im finalen Durchgang mit einer Stunt-Einlage beim Start für einen Schreckmoment. Der 24-Jährige vom BC Stuttgart rutschte beim Einstieg weg, rettete sich aber noch artistisch in den Schlitten und fuhr fehlerfrei durch die Eisrinne. Die beiden deutschen Bobs hatten schon nach dem ersten Durchgang in Führung gelegen. Der Lette Oskars Kibermanis fuhr als Dritter auf das Podium.

Auch der dritte deutsche Bob mit Christoph Hafer und Anschieber Matthias Sommer überzeugte auf Rang sechs. Hafer war für Nico Walther eingesprungen und zahlte das Vertrauen zurück. Zuletzt war er im zweitklassigen Europacup in Winterberg unterwegs und empfahl sich dort mit einem Sieg für einen Start im Weltcup.

Zweierbob: Schneider siegt vor Jamanka in Innsbruck

Zweierbob der Damen - der 2. Lauf aus Innsbruck-Igls Sportschau 19.01.2019 36:28 Min. Verfügbar bis 19.01.2020 Das Erste

Beim Bob-Weltcup in Innsbruck/Igls haben die deutschen Pilotinnen einen Doppelsieg gefeiert. Schnellste im Olympia-Eiskanal war am Samstag (19.01.2019) Stephanie Schneider mit Anschieberin Ann-Christin Strack. Nach zwei Läufen siegte die Olympia-Vierte aus Erlabrunn in 1:46,06 Minuten vor Olympiasiegerin Mariama Jamanka mit ihrer neuen Anschieberin Kira Lipperheide.

Schneider hatte nach dem ersten Lauf noch auf Rang drei gelegen, im zweiten Durchgang dann aber einen fast perfekten Lauf gezeigt. "Wir waren am Start schneller und bis auf die Ausfahrt der Kurve neun deutlich besser. Wir sind sehr happy über das Rennen", jubelte Schneider nach dem Wettkampf. Jamanka musste sich um elf Hunderstelsekunden geschlagen geben. Nach dem ersten Lauf hatte sie zu ihrer neuen Anschieberin gesagt: "Beim Start waren wir gut dabei. Natürlich fehlt es noch an der Feinabstimmung. Da haben wir noch Luft nach oben. Aber Kira hat das schon gut gemacht." Dritte wurde die US-Amerikanerin Elena Meyers Taylor. Auf Rang vier kam mit Anna Köhler/Leonie Fiebig ein weiterer deutscher Schlitten. "Das ist ein geiles Manschaftsergebnis", freute sich Schneider.

Langlauf: Ringwald bei Falla-Sieg in Top Ten

Sandra Ringwald hat beim Langlauf-Weltcup im estnischen Otepää die deutsche Fahne hochgehalten. Nachdem Laura Gimmler, Katharina Hennig und und Sofie Krehl nicht über das Viertelfinale im Sprint hinauskamen, schaffte es die 28-Jährige aus Schonach-Rohrhardsberg mit einer gehörigen Portion Glück ins Semifinale. Ringwald profitierte von einem Sturz gleich dreier vor ihr liegenden Läuferinnen. Im Halbfinale war die Konkurrenz allerdings zu stark, und Ringwald musste den Endlauf abschreiben. Letztlich blieb ihr ein zehnter Platz. Die schnellsten Beine über 1,3 Kilometer im klassischen Stil hatte die Norwegerin Maiken Caspersen Falla, die sich vor Natalja Neprjajewa (RUS) und Maja Dahlqvist (SWE) durchsetzte.

Die deutschen Männer spielten keine Rolle und scheiterten bereits in der Qualifikation. Die beste Platzierung der DSV-Läufer auf dem 1,6-Kilometer-Kurs belegte Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) mit Rang 40. Den Sieg sicherte sich in einem fast rein-norwegischen Finale Johannes Hösflot Klaebo.

Langlauf der Damen - der Sprint aus Otepää Sportschau 19.01.2019 10:47 Min. Verfügbar bis 19.01.2020 Das Erste

Skispringen: Severin Freund springt weiter hinterher

Severin Freund

Severin Freund

Der frühere Skisprung-Weltmeister Severin Freund hat auch beim zweiten Wettbewerb des zweitklassigen Continental Cups (COC) im japanischen Sapporo keinen Schritt nach vorne gemacht. Der 30 Jahre alte Niederbayer belegte auf der Olympiaschanze von 1972 nur den 20. Rang, nachdem er im ersten Springen 13. geworden war. Beim erneuten Sieg des Österreichers Clemens Aigner war Freund nur sechstbester Deutscher.

Freund, der nach zwei Kreuzbandrissen sein Comeback gefeiert hatte, kämpft um die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Seefeld (19. Februar bis 3. März). Bester Deutscher in Sapporo, wo der Weltcup am kommenden Wochenende gastiert, war Martin Hamann (Aue) auf Platz drei. Andreas Wank (Hinterzarten), wie Freund Team-Olympiasieger 2014, wurde 17.

dh/sst/jmd | Stand: 19.01.2019, 16:15

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