Wintersport-News am Sonntag - deutsche Rodler abgeschlagen

Deutsche Teamstaffel Dritte in Sigulda Sportschau 13.01.2019 00:32 Min. Verfügbar bis 13.01.2020 Das Erste

Wintersport-News am Sonntag - deutsche Rodler abgeschlagen

+++ Rodeln: Niederlage für deutsche Teamstaffel +++ Rodeln: Loch und Ludwig enttäuschen +++ Eisschnelllauf: Kramer gewinnt erneut +++ Shorttrack-EM: Seidel stürzt erneut +++ Langlauf: Doppelsiege für Schweden und Norwegen +++ Ski Alpin: Fill muss Saison beenden +++ Freestyle: Grasemann Siebte in Calgary +++

Rodeln: Teamstaffel geschlagen

Bundestrainer Norbert Loch

Bundestrainer Norbert Loch mit einigen Sorgenfalten vor der WM

Die deutschen Rodler haben zum Abschluss des Weltcups in Sigulda in der Teamstaffel eine Niederlage kassiert und mussten mit Platz drei zufrieden sein. Natalie Geisenberger hatte die erfolgsverwöhnte Mannschaft auf Siegkurs gebracht, doch Felix Loch konnte erneut nicht an die Stärken der früheren Zeiten anknüpfen und verlor. Die Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) fuhren voll auf Angriff, konnten den Rückstand aber nach einem Fahrfehler im unteren Teil nicht minimieren.

Der Sieg ging an die Gastgeber Lettland. Platz zwei schnappte sich Russland.

Rodeln: Loch und Ludwig müssen sich russischer Übermacht beugen

Zwei Wochen vor der Rodel-Weltmeisterschaft in Winterberg mussten sich die deutschen Männer auf der schwierigen Bahn von Sigulda der russischen Übermacht beugen. Sowohl der bislang in diesem Winter stärkste deutsche Rodler Johannes Ludwig als auch Doppel-Olympiasieger Felix Loch blieben hinter den Erwartungen zurück. Loch wurde Neunter, Ludwig belegte Rang 12.

Die Russen feierten einen Doppel-Erfolg und kamen durch Semjon Pawlitschenko, der vor Alexander Gorbazewitsch gewann, zum Sieg. Der 19 Jahre alte Max Langenhan (Friedrichsroda) wurde 15. In der Gesamtwertung hat der Oberhofer Ludwig die Führung verteidigt, da Verfolger Roman Repilow (Russland) nach dem ersten Lauf disqualifiziert wurde.

Eisschnelllauf: Zehnter EM-Titel für Kramer, Mann Elfter

Sven Kramer ist zum zehnten Mal Mehrkampf-Europameister im Eisschnelllauf. Der 32 Jahre alte Niederländer erkämpfte auf der Freiluftbahn im italienischen Klobenstein nach Streckensiegen über 1.500 und 5.000 Meter souverän den erneuten Allround-Titel. Auf den abschließenden 10.000 Metern hatte sich Kramer in 13:26,88 Minuten nur um 0,43 Sekunden seinem Landsmann Patrick Roest geschlagen geben müssen, der in der Gesamtwertung Zweiter wurde.

EM-Debütant Lukas Mann aus Berlin kam als bester Deutscher auf Platz elf, der Erfurter Felix Maly wurde Zwölfter. Die beiden Deutschen hatten am Sonntag das Finale der besten Acht über 10.0000 Meter verpasst. Im Sprint-Vierkampf der Damen dominierte die Österreicherin Vanessa Herzog mit zwei Siegen im 500-Meter-Sprint. Die Inzellerin Gabi Hirschbichler kam nicht über Rang elf im Feld der 13 EM-Starterinnen hinaus.

Shorttrack: EM für Anna Seidel nach erneutem Sturz vorzeitig beendet

Anna Seidel

Die Europameisterschaften der Shorttracker haben für Anna Seidel ein trauriges Ende gefunden. Die Dresdner Olympia-Starterin stürzte beim Titelkampf im niederländischen Dordrecht im Viertelfinale über 1.000 Meter und wurde wegen Behinderung der Niederländerin Yara van Kerkhof nachträglich auch disqualifiziert. Der Titel ging an die Russin Sofia Proswirnowa. Zweite wurde die Französin Tifany Huot Marchand vor der Britin Elise Christie .

Seidels Teamgefährte Christoph Schubert schied gleichfalls im Viertelfinale über 1.000 Meter aus. Es gewann der Russe Semjon Jelistratow vor dem Ungarn Shaolin Sandor Liu. Dritter wurde Denis Ajrapetjan (RUS).

Langlauf: Doppelsiege für Schweden und Norwegen im Teamsprint

Sandra Ringwald

Nach Sturz ausgeschieden: Sandra Ringwald

Die Schwedinnen Stina Nilsson und Maja Dahlqvist haben den Teamsprint beim Langlauf-Weltcup in Dresden  vor ihren Landsfrauen Ingemarsdotter/Sundling und den Norwegerinnen Eide/Falla gewonnen. Das deutsche Duo Laura Gimmler (Oberstdorf)/Elisabeth Schicho (Schliersee) hielt lange mit, musste sich aber am Ende mit Platz sieben begnügen. Deutschland I mit Sandra Ringwald (Schonach) und Victoria Carl (Zella-Mehlis) war zuvor im Semifinale ausgeschieden. Beim letzten Wechsel noch in Führung liegend, stürzte Ringwald auf der Schlussrunde.

Bei den Männern feierten die Norweger einen Doppelsieg. In einem engen Zielsprint hatte das Duo Goldberg/Brandsdal knapp die Nase vorn vor Valnes/Skar und den Russen Malzew/Retiwych. Für die beiden deutschen Duos Janosch Brugger (Schluchsee) und Thomas Bing (Dermbach) sowie Max Olex (Partenkirchen) und Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) war bereits im Halbfinale Endstation.

Ski Alpin: Fill muss Saison beenden

Skirennläufer Peter Fill muss die WM-Saison verletzungsbedingt vorzeitig beenden. Der 36 Jahre alte Südtiroler begründete seinen Schritt in einer Erklärung in den sozialen Netzwerken mit anhaltenden Rückenproblemen. An ein Karrierende denke er aber noch nicht, erklärte der zweimalige WM-Medaillengewinner. Sein Ziel sei die Heim-WM 2021 in Cortina d'Ampezzo, sagte Fill, der 2016 als erster Italiener den Abfahrtsweltcup gewonnen hatte.

Buckelpiste: Grasemann Siebte in Calgary

Ski-Freestylerin Laura Grasemann hat beim Buckelpisten-Weltcup in Calgary ihr bestes Saisonergebnis eingefahren. Die 26-Jährige vom SC Wiesloch kam in der Olympia-Stadt von 1988 auf Rang sieben. Das Finale der besten sechs Athletinnen verpasste die Olympiateilnehmerin von 2014 um winzige 0,02 Punkte, dennoch reichte es auch im vierten Wettbewerb des WM-Winters für die Top 10. Der Tagessieg ging an die Olympiadritte Julia Galischewa aus Kasachstan.

dpa/sid | Stand: 13.01.2019, 17:27

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