Wintersport-News - Friesinger zur Krise im Eisschnelllauf

Eisschnelllauf-Weltcup in Erfurt

Kurz und knapp

Wintersport-News - Friesinger zur Krise im Eisschnelllauf

+++ Olympiasiegerin Anni Friesinger zur Krise im Eisschnelllauf +++ Eisschnelllauf-Landesverbände bilden Gremium zur Rettung der DESG +++ Curling-EM: Deutschland verliert deutlich gegen Schottland +++

Eisschnelllauf: Friesinger meldet sich zur Krise zu Wort

Die dreimalige Olympiasiegerin Anni Friesinger sieht die Schuld an der Krise im deutschen Eisschnelllauf beim nationalen Verband DESG. "Man hat sich damals einfach auf den Lorbeeren ausgeruht und auch die Zeit verschlafen", sagte die 42-Jährige der Sport Bild. Als bestes Gegenbeispiel führte Friesinger den überaus erfolgreichen Nachbarn Niederlande auf. "Die Holländer haben schon viel früher die Inliner und Shorttracker mit ins Programm genommen, die dann erfolgreiche Eisschnellläufer wurden", sagte die 16-malige Weltmeisterin.

Allerdings sieht sie auch ein kleines Licht am Ende des Tunnels. "Jetzt macht es unser Verband auch endlich. Aber es dauert natürlich, bis sie sich an die 400-m-Eisbahn gewöhnen. Gerade Im Massenstart rechne ich uns gute Chancen aus, dass wir in Zukunft vorne mit dabei sind. Das können die Inliner." Im Streit zwischen ihrer ehemaligen Konkurrentin Claudia Pechstein und dem Verband hielt sich Friesinger zurück: "Der Verband hat jetzt ein Programm, wie er zurück in die Weltspitze kommen will. Wenn das Programm nicht zu Claudia passt, muss sie sich ein eigenes Team suchen. Bei mir war das damals auch so. Ich habe selbst jedes Jahr 100.000 Euro über Sponsoren für mein eigenes Team gezahlt. Das ist einfach so, wenn man Erfolg haben will."

Eisschnelllauf: Landesverbände schlagen Alarm

Das deutsche Eisschnelllaufen liegt am Boden. Sportlich wie finanziell. Unter dem Motto "DESG - gemeinsam retten" haben Vertreter der wichtigsten Landesverbände mit Ausnahme von Bayern sowie die Athletensprecher alle Mitglieder des Verbandes zum Dialog aufgerufen. Zu diesem sind auch Olympiasiegerin Claudia Pechstein und deren Lebensgefährten Matthias Große eingeladen worden.

Die Athletensprecher Moritz Geisreiter und Leon Kaufmann-Ludwig sowie die anderen Initiatoren des Dialogs hatten "teilweise stark gestörte Beziehung zwischen Mitgliedern, Verbandsführung, Sportlern, Trainern und Außenstehenden" ausgemacht, die die Konzentration der Sportler auf die Saison beeinträchtigten. Man sei auch "in tiefer Sorge, dass diese Prozesse in kürzester Zeit das Fortbestehen der DESG gefährden", heißt es in einem Offenen Brief. Als eine der wichtigsten Maßnahmen wird in dem Schreiben eine "transparente Analyse" der Finanzen gefordert. Schatzmeister Dieter Wallisch hatte die DESG-Verbindlichkeiten nach dem Rückzug von Hauptsponsor DKB auf rund 400.000 Euro beziffert.

Curling-Männer verlieren deutlich gegen Schottland

Curling, Mark Muskatewitz

Die deutschen Curler haben bei den Europameisterschaften in Helsingborg/Schweden im sechsten Spiel eine deutliche 2:7-Pleite gegen Schottland kassiert. Das Team um Skip Marc Muskatewitz hat schon am Abend die Chance auf Wiedergutmachung, allerdings hängen die Trauben gegen die Schweiz sehr hoch.

Thema in: MDR aktuell, 19.11.2019, 12:40 Uhr

dpa/red | Stand: 19.11.2019, 12:00

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