Diese Wintersportler fehlen zum Saisonstart - oder sogar ganz

Diese Wintersportler fehlen zum Saisonstart - oder sogar ganz

Babypause, Verletzung, Karriereende - wenn im November die Wintersport-Weltcups beginnen, werden einige bekannte Gesichter fehlen. Wir haben da mal ein paar Namen zusammengetragen.

Natalie Geisenberger

Natalie Geisenberger – Baby

Das ist doch mal ein schöner Grund für eine Auszeit. Natalie Geisenberger, weltbeste Rodlerin der vergangenen Jahre, setzt aus, weil sie ein Baby erwartet. Im April 2020 wird die 31-jährige Miesbacherin ihr erstes Kind zur Welt bringen. Im kommenden Jahr will sie dann aber wieder durch die Eisrinnen der Welt jagen. Großes Ziel ist Olympia in Peking 2022.

Natalie Geisenberger – Baby

Das ist doch mal ein schöner Grund für eine Auszeit. Natalie Geisenberger, weltbeste Rodlerin der vergangenen Jahre, setzt aus, weil sie ein Baby erwartet. Im April 2020 wird die 31-jährige Miesbacherin ihr erstes Kind zur Welt bringen. Im kommenden Jahr will sie dann aber wieder durch die Eisrinnen der Welt jagen. Großes Ziel ist Olympia in Peking 2022.

Dajana Eitberger - Baby

Und auch die zweitbeste deutsche Rennrodlerin Dajana Eitberger fehlt in diesem Winter - ebenfalls wegen Babyfreuden. Die 28-jährige Olympia-Silbermedaillengewinnerin von 2018 wird im Februar 2020 Mama. Und auch die mittlerweile in München lebende Thüringerin hat bereits feste Pläne für ihr Comeback. Olympia 2022 und die Heim-WM 2023 in Oberhof sind feste Ziele.

Nicole Fessel - Baby

Nachwuchs wird auch im Lager der nordischen Skisportler erwartet. Langläuferin Nicole Fessel ist schwanger - Anfang Dezember soll ihr erstes Kind zur Welt kommen. Für die 36-Jährige zugleich der Anlass, ihre Karriere zu beenden. "Ich denke, das ist ein sehr guter Zeitpunkt, um aufzuhören", erklärte Fessel im September. Größter Erfolg in Fessels Karriere war Olympia-Bronze mit der Staffel 2014 in Sotschi. Zudem schaffte sie es im Weltcup dreimal aufs Podest.

Konstantin Schad - Baby

Und hier noch eine Babypause der Kategorie "ungewöhnlich und schön". Snowboardcrosser Konstantin Schad zeigt gelebte Gleichberechtigung - und nimmt für seinen Sohn Jonathan Elternzeit. "Ich mache jetzt ein Jahr Babypause, wie jeder andere auch", sagte der 32-Jährige dem Münchner Merkur. Momentan habe er "kein Interesse, wegen fünf, sechs Weltcups meine Familie das ganze Jahr nicht zu sehen". Schad, der jetzt zweifacher Vater ist, hält sich eine Rückkehr aber offen. Er könne sich vorstellen, sich motivieren zu können, "wenn wieder größere Dinge anstehen", so der dreifache Olympiateilnehmer.

Carina Vogt - Kreuzbandriss

Deutlich weniger erfreulich: Die lange Liste der Sportlerinnen und Sportler, die den Saisonauftakt oder sogar die gesamte Saison wegen einer Verletzung verpassen. Angeführt wird die Ausfallliste von Skispringerin Carina Vogt. Im Juli zog sich die Olympiasiegerin von 2014 im Training einen Kreuzbandriss zu und fällt die gesamte Saison aus.

David Siegel - Kreuzbandriss

Der 23-jährige Skispringer zog sich bereits im Januar in Zakopane die schlimme Knieverletzung zu. Nach überstandener Reha war Siegel im Oktober schon wieder an der Schanze - "Leider immer noch als Zuschauer", wie er auf Instagram schrieb.

Andreas Wellinger - Kreuzbandriss

Anfang Juni stürzte Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger, riss sich das Kreuzband im rechten Knie und musste operiert werden. Trotz der schlimmen Verletzung kann der 24-Jährige auf ein Comeback noch in dieser Saison hoffen. Im Oktober machte die frohe Kunde die Runde, dass die Genesung schneller läuft als erwartet. In den sozialen Medien postete Wellinger Ende Oktober Bilder, auf denen er beim Surfen zu sehen ist.

Anders Fannemel - Kreuzbandriss

Solch optimistische Surf-Bilder gibt es von Anders Fannemel noch nicht. Der Norweger zog sich im Juli in Wisla bei einem Sturz einen Kreuzbandriss zu und musste im Oktober auch noch am Meniskus operiert werden. Der frühere Skiflug-Weltrekordler und Team-Weltmeister von 2015 fällt die komplette Saison aus. An ein Karriereende denkt der 28-Jährige aber noch nicht.

Bernadette Schild - Kreuzbandriss

Kreuzbandrisse gehören auch bei den Alpin-Rennläufern zum bekannten Berufsrisiko. Ende Oktober zog sich die Österreicherin Bernadette Schild in Sölden die langwierige Knieverletzung zu. Es ist bereits die zweite schwere Knieverletzung innerhalb von zwei Jahren für die 25-Jährige. Die Saison ist damit vorbei, bevor sie richtig begonnen hat.

Stephanie Brunner - Kreuzbandriss

Ebenfalls im österreichischen Alpin-Team fehlen wird Stephanie Brunner, Team-Olympia-Zweite von 2018. Sie zog sich beim Training im August in Argentinien einen Kreuzbandriss zu.

Severin Freund - Meniskusoperation

An einer Knieverletzung laboriert auch der zweifache Skispring-Weltmeister und Team-Olympiasieger Severin Freund. Nach zwei Kreuzbandrissen und einer Rückkehr in den Continentalcup ließ sich Freund im Februar am Meniskus operieren. Im Oktober befand sich der 31-Jährige schon wieder im Sprungtraining, den Saisonauftakt wird er aber wohl verpassen.

Anna Rupprecht - Meniskusriss

Und auch Skispringerin Anna Rupprecht fehlt noch wegen einer Verletzung im Knie. Im Juni riss sich die 22-Jährige den Außenmeniskus - und musste operiert werden. Anfang November absolvierte Rupprecht noch die Reha, eine Rückkehr in diesem Winter ist ungewiss.

Thomas Bing - Beinbruch

So eine verd***** Verletzung - das wird sich auch der deutsche Skilangläufer Thomas Bing im Januar gedacht haben. Bereits im Januar 2019 im Training und bei einem Sturz im Tiefschnee brach sich der Dermbacher den Unterschenkel. Er verpasste nicht nur die Nordische Ski-WM sondern vermutlich auch (fast) die gesamte Saison 2019/20. Dem Portal xc-ski.com sagte Bing im Oktober, er habe noch nicht mit dem Schneetraining beginnen können. Maximal ein Weltcup-Einsatz in diesem Winter sei realistisch. Für die WM 2021 will er dann aber komplett fit sein.

Sandra Robatscher - Schulterverletzung

Wer auf dem Rennrodel in atemberaubender Geschwindigkeit die Eisbahn herunterrast, ist ebenfalls nicht frei von Verletzungsrisiko. Sandra Robatscher, Siegerin des Weltcups in diesem Jahr in Altenberg, laboriert an einer Schulterverletzung. Sie musste operiert werden und verpasst den Saisonauftakt.

Nico Walther - Brustwirbel und Schulter

Wegen eines Trainingssturzes beginnt die Saison für Nico Walther später. Der Sachse verletzte sich beim Training auf seiner Heimbahn in Altenberg an Schulter und Brustwirbelsäule. Er verpasst dadurch den Saisonauftakt Anfang Dezember in Übersee.

Sandra Ringwald - Karriereende

Im März sagte Deutschlands beste Skilanglauf-Sprinterin dem Leistungssport adieu. Es sei Zeit, ein neues Kapital aufzuschlagen. Mittlerweile studiert die 28-Jährige Grundschul-Pädagogik, will später als Lehrerin arbeiten. Neun Jahre startete Ringwald im Weltcup, sicherte sich 2019 ihren ersten Einzel-Podestplatz. 2019 fuhr sie mit der Staffel als Vierte nur knapp an einer WM-Medaille vorbei.  "Mit so viel Erlebten beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt und Zeit für was Neues", schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite.

Anastasiya Kuzmina - Karriereende

Eigentlich wollte die Biathlon-Olympiasiegerin auch 2020 auf Punktejagd gehen. Doch aus gesundheitlichen Gründen hat Anastassyia Kuzmina ihre Karriere beendet. Die Schwester von Anton Schipulin, die für die Slowakei an den Start gegangen ist, hatte bei den Olympischen Spielen 2018 Gold im Massenstart gewonnen und 2019 sich bei der WM in Östersund den Titel im Sprint gesichert. Insgesamt holte die 35-Jährige sechs olympische Medaillen, eine zweijährige Babypause zwischen 2014 und 2016 machte Kuzmina noch stärker. Zuletzt hatte die Russin aber immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen.

Anna Schaffelhuber - Karriereende

Jetzt aber genug mit den ganzen Verletzungen. Deutschlands Paralympics-Star Anna Schaffelhuber ist nicht verletzt - und fehlt in diesem Winter trotzdem auf den Alpinstrecken dieser Welt. Die siebenfache Paralympics-Siegerin legt eine kreative Pause ein - oder wird sie sogar ihre Karriere beenden? "Das steht noch nicht fest", sagte die 26-Jährige im Sommer. Fest steht jetzt aber, dass sich Schaffelhuber aus dem Sport verabschiedet.

Georg Kreiter - Karriereende

Seinen Monoski in die Ecke stellen wird aber Georg Kreiter. Der 34-Jährige hatte in seiner Para-Sport-Karriere immer wieder mit Verletzungen und Rückschlägen zu kämpfen. Die WM-Titel in der Super-Kombination und dem Riesenslalom 2015 kann ihm aber niemand streitig machen. Nun beendet er seine Karriere.

Marcel Hirscher - Karriereende

Schluss gemacht hat auch der Ski-Alpin-Dominator der vergangenen Jahre. Marcel Hirscher steht für zahllose Rekorde, Olympiasiege, WM-Titel und Weltcupsiege. Oder, wie es sein Dauerrivale Felix Neureuther kürzlich bei einer Ehrung für Hirscher schmunzelnd sagte: "Zwei Olympiasiege, sieben WM-Titel, 67 Weltcupsiege. Die hätte alle ich haben können, wenn es den Marcel nicht gegeben hätte." Im September sagte der 30-Jährige schließlich Servus.

Miriam Neureuther - Karriereende

Ganz anders die Lage bei Miriam Neureuther. Man könnte vielleicht sogar sagen: Wenn es ihren Ehemann Felix Neureuther nicht gegeben hätte, wäre die 29-Jährige vielleicht sogar nochmal in die Langlauf- oder Biathlonloipe zurückgekehrt. So erfreut sich Neureuther aber Mutterfreuden. Im Oktober 2017 wurde ihre gemeinsame Tochter geboren, aktuell ist die zweifache Biathlon-Weltmeisterin mit dem zweiten Kind schwanger. Im September beendete sie schließlich (wenig überraschend) das Kapitel Leistungssport.

Gabriela Koukalova - Karriereende

Ebenfalls wenig überraschend das Karriereende von Biathlon-Glamour-Lady Gabriela Koukalova. Nach fast zweijähriger Pause wegen gesundheitlichen Probleme und teaminternen Auseinandersetzungen in der tschechischen Biathlon-Mannschaft erklärte Koukalova im Mai ihre Karriere offiziell für beendet. In ihrer beeindruckenden Karriere konnte sie 2016 den Gesamt-Weltcup sowie u.a. zwei Olympiamedaillen und sechs WM-Medaillen sammeln.

Laura Dahlmeier - Karriereende

Überraschend - das kann dagegen Laura Dahlmeier. An einem Freitagnachmittag im Mai platzte die Meldung vom Karriereende Dahlmeiers durch die Nachrichtenticker. Im Alter von nur 25 Jahren konnte sich Dahlmeier nicht mehr richtig motivieren - so sagte sie. Drei Olympia-Medaillen, 15 WM-Medaillen, 33 Weltcupsiege und ein Gesamt-Weltcupsieg - das sind nur ein paar Eckdaten der beeindruckenden Karriere von Ausnahmesportlerin Dahlmeier.

Andreas Wank – Karriereende

Ja, auch einige Skispringer hängen ihre langen Latten in die Ecke – und wie bei keiner anderen Sportart auch ganz endgültig. Österreichs Manuel Poppinger zum Beispiel. Oder Andreas Wank. Die Karriere des 1988 in Halle/Saale geborenen Skispringers lief nicht immer geradlinig, immer wieder hatte er mit Formschwäche zu tun. Wank war aber immer ein Kämpfer, und so schaffte er es zwei Olympischen Spielen – 2010 in Vancouver gewann er so Team-Silber und 2014 in Sotschi sogar Gold.

Stand: 04.11.2019, 10:55 Uhr

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