Coronavirus - Shorttrack-WM abgesagt

Shorttrack in Dresden

Halle in Seoul gesperrt

Coronavirus - Shorttrack-WM abgesagt

Die Weltmeisterschaft sollte für die Shorttracker der Jahreshöhepunkt sein, doch daraus wird nichts. Die für Mitte März geplanten Titelkämpfe wurden abgesagt.

Bittere Nachricht für die Shorttracker: Wegen des grassierenden Coronavirus und der damit verbundenen Gefahren für Sportler und Zuschauer hat der Eislauf-Weltverband ISU die für Mitte März geplanten Shorttrack-Weltmeisterschaften in Südkoreas Hauptstadt Seoul abgesagt. Dies teilte die ISU am Mittwoch mit.

Neuer Austragungs-Ort eher unwahrscheinlich

Zuvor hatte das Stadtparlament von Seoul beschlossen, die Mokdong-Eishalle zu schließen und alle kommenden Wettbewerbe abzusagen. Ob die WM an einen anderen Ort nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Aufgrund des engen Terminkalenders sieht es die ISU als schwierig an, die WM zu verschieben. Man werde ein solches Vorgehen aber weiter prüfen und im engen Kontakt zum südkoreanischen Eislaufverband bleiben, hieß es.

Weitere Events betroffen

Die Shorttrack-WM war am Mittwoch nicht die einzige Absage wegen des Coronavirus. Das für den 7. März in Dublin angesetzte Six-Nations-Spiel zwischen den Rugby-Teams von Gastgeber Irland und Italien fällt ebenfalls aus. Als Grund wurde die Sicherheit der Zuschauer angeführt. Die Team-WM, die in Busan/Südkorea stattfinden soll, wurde vom Tischtennis-Weltverband ITTF vorerst von Ende März auf Ende Juni verlegt.

Olympiaarzt rät von Reisen in Risikogebiete ab

Mediziner hält zwei Röhrchen mit Substanzen in der Hand

Mediziner hält zwei Röhrchen mit Substanzen in der Hand

Unterdessen hat der leitende deutsche Olympiaarzt Dr. Bernd Wolfarth von Reisen in Risikogebiete abgeraten. In seiner jüngsten Bewertung der Gefahrenlage, die der Mediziner am Mittwoch auf der Homepage des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) veröffentlichte, stufte er neben China vor allem Südkorea mit aktuell rund 1.200 Infektionsfällen und Italien (ca. 350) als "besonders besorgniserregend" ein. Es gebe, so Wolfarth, "eine Reihe von Gründen, aktuell Wettkämpfe und Trainingslager in diesen Gebieten auszusetzen. Nicht nur wegen der gesundheitlichen Gefahren, die teilweise noch überschaubar zu sein scheinen, sondern vor allem auch wegen zahlreicher logistischer Probleme und völlig unklarer Rückreiseoptionen bzw. Quarantänerisiken."

red/sid | Stand: 26.02.2020, 11:24

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