Volleyball-WM - DVV-Frauen setzen auf kollektive Jugend

Deutschlands Louisa Lippmann

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Volleyball-WM - DVV-Frauen setzen auf kollektive Jugend

Mit gleich neun Debütantinnen im Kader sind die Ziele der deutschen Volleyball-Frauen bei der am Samstag (29.09.2018) beginnenden WM in Japan bescheiden.

Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) übt sich in Bescheidenheit. "Unser Ziel ist das Erreichen der Top Ten, das haben wir uns als Team gesetzt", sagt Coach Felix Koslowski. Topspielerin Louisa Lippmann bleibt ebenfalls vorsichtig. "Für viele ist es die erste WM, wir sind ein Team mit wenig internationaler Erfahrung", sagt die Diagonalangreiferin.

Keine Frage - vier Jahre nach dem Absturz unter dem damaligen Bundestrainer Giovanni Guidetti bei der Endrunde in Italien haben sich die Ansprüche gewandelt. Von einer Medaille bei der 14. Volleyball-WM der Frauen in Japan träumt nach Platz neun beim vergangenen Turnier niemand. Das Auftaktspiel findet am Samstag (29.09.2018, 8.40 Uhr) in der Yokohama Arena gegen Vize-Europameister Niederlande statt.

Komplizierter Modus, lösbare Gruppe

Immerhin: Die Gruppe A ist lösbar. Neben Vize-Europameister Niederlande, der sich im Vorfeld in zwei WM-Testspielen als zu stark erwiesen hat, ist nur noch Gastgeber Japan ein harter Brocken. Die weiteren Kontrahenten für das Minimalziel zweite Runde in Nagoya und Osaka sind Kamerun, Argentinien und Mexiko. "Das sind von uns die wichtigsten Spiele, davon müssen wir mindestens zwei gewinnen, um in die nächste Runde zu kommen", sagt Koslowski.

Alle Spiele der DVV-Frauen in der Vorrunde
GegnerWann?
Niederlande29. September (8.40 Uhr)
Kamerun30. September (6.40 Uhr)
Argentinien1. Oktober (6.40 Uhr)
Mexiko3. Oktober (9.10 Uhr)
Japan4. Oktober (12.20 Uhr)

Der Modus ist kompliziert: Jeweils die besten vier Teams überstehen die vier Vorrundengruppen. Die zweite Runde wird dann in zwei Gruppen zu je acht Mannschaften ausgetragen. Jeweils drei Teams schaffen den Sprung in ein sogenanntes Final Six. Die jeweils zwei besten Mannschaften der Staffeln ziehen in die Halbfinale ein.

An solch einen Erfolg oder gar die erste deutsche WM-Medaille wagt das Team um Spielführerin Maren Fromm gar nicht zu denken. Mit gleich neun Endrundendebütantinnen startet Koslowski in sein zweites großes Turnier nach der EM 2017, als Deutschland Achter wurde. Der Altersschnitt der neuen Generation liegt bei nur 25 Jahren.

Lippmann ragt aus dem Kollektiv heraus

Felix Koslowski, Trainer der deutschen Volleyballmannschaft

Felix Koslowski, Trainer der deutschen Volleyballmannschaft

"Die Weltmeisterschaft ist ein absolutes Highlight für uns", sagte Koslowski, der Ende 2015 den glücklosen Luciano Pedulla als Nationaltrainer abgelöst hatte. Den Titel spielen andere aus: "USA, China, Brasilien, Russland, Holland, Türkei", zählt Koslowski auf.

Viel wird auf Lippmann ankommen. Im Sommer in der Nationenliga, wo die Deutschen nur Elfte wurden, war die 24-Jährige regelmäßig punktbeste Spielerin ihres Teams. "Ich persönlich habe schon die Erwartung an mich selbst, möglichst viele Punkte zu machen und dem Team maximal zu helfen", sagt die künftige Florenz-Legionärin.

Koslowski weiß, dass es auch, aber nicht nur auf einzelne Spielerinnen ankommt: "Wir wollen guten Volleyball spielen", sagt er. Und weiter: "Unsere Mannschaft spielt dann guten Volleyball, wenn wir gemeinsam als Team eine gute Leistung abliefern können."

sid/dpa/red | Stand: 28.09.2018, 14:33

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