Alles Wichtige zur Volleyball-EM

Georg Grozer gegen den russischen Block

Turnier in vier Ländern

Alles Wichtige zur Volleyball-EM

Die Volleyball-EM der Männer startet erstmals mit 24 Mannschaften - und das in vier Ländern. In der Kritik steht der K.o.-Modus. Alles Wichtige zum Turnier.

24 Teams, vier Länder

Genau wie das Turnier der Frauen wird auch die Europameisterschaft der Männer erstmals in vier Ländern ausgetragen. Belgien, Frankreich, Slowenien und die Niederlande sind Gastgeber. Gespielt wird in Amsterdam, Antwerpen, Apeldoorn, Brüssel, Ljubljana, Montpellier, Nantes, Paris und Rotterdam. Achtelfinal- und Viertelfinalspiele finden in allen vier Ländern statt. Ein Halbfinale steigt in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana, das andere sowie das Endspiel in Paris. Erstmals sind in diesem Jahr 24 Mannschaften mit dabei.

Der Modus

Es gibt vier Gruppen zu je sechs Teams. Die ersten vier Mannschaften jeder Gruppe ziehen ins Achtelfinale ein. Bei einem 3:0 oder 3:1 erhält der Sieger drei Punkte, der Verlierer geht leer aus. Bei einem 3:2 gibt es zwei Punkte für den Sieger und einen für den Verlierer.

Deutschland spielt in Belgien

Die deutsche Mannschaft trifft in der Gruppe B in Brüssel und Antwerpen auf Mitgastgeber Belgien sowie Österreich, Serbien, Slowakei und Spanien. Im ersten Spiel muss das Team von Bundestrainer Andrea Giani am Freitag (13.09.2019) gegen Serbien ran. Sollte Deutschland ins Achtelfinale einziehen, geht es dort gegen ein Team aus der Gruppe D (Niederlande, Polen, Tschechische Republik, Estland, Ukraine, Montenegro).

Kritik am K.o.-Modus

Deutschlands Trainer Giani hat den Modus kritisiert. "Es gefällt mir nicht, dass die eigenen Ergebnisse nicht den Weg durch die EM ebnen", bemängelte der Italiener: "Man hat den Weg nicht selber in der Hand." Dahinter steckt: Eigentlich wird die Runde der letzten 16 in Überkreuzduellen ausgetragen (Erster Gruppe A gegen Vierter Gruppe C und so weiter). Da allerdings alle vier Co-Gastgeber auch im Achtelfinale Heimrecht haben, werden unter Umständen noch Spielpaarungen getauscht. Den Deutschen droht damit im ungünstigsten Fall ein Achtelfinale in Apeldoorn gegen die Niederlande. Weiter geht es mit dem Viertelfinale, in dem die Mannschaften aufeinandertreffen, die ihr Achtelfinale im gleichen Land gespielt und gewonnen haben. Dieser "Gastgebermodus" bevorteilt die vier Heim-Teams.

Kampa führt den Kader an, Grozer zurück

Giani hat 14 Spieler nominiert. Angeführt wird das Team von Kapitän Lukas Kampa (Jastrzebski Wegiel/Polen). Der Coach kann zudem wieder auf seinen Starspieler Georg Grozer (Zenit St. Petersburg) bauen. Der Diagonalangreifer hatte zuletzt pausiert. Mit dabei sind zudem Christian Fromm, Tobias Krick, Ruben Schott, Moritz Reichert, Denys Kaliberda, Marcus Böhme, Julian Zenger, Anton Brehme, Simon Hirsch, Moritz Karlitzek, Noah Baxpöhler und Jan Zimmermann.

Die Favoriten

Die Topfavoriten auf den Titel sind Weltmeister Polen und Titelverteidiger Russland. Dahinter machen sich Serbien, Italien und die Gastgeberteams Frankreich und Slowenien Hoffnungen. Und auch die deutsche Mannschaft zählt als Vize-Europameister von 2017 und WM-Dritter von 2014 zum erweiterten Favoritenkreis. "Ich habe keine anderen Ziele in meinem Alter mehr, als um Medaillen zu spielen", sagte Kapitän Kampa: "Alles andere würde für mich keinen Sinn machen."

vdv/sid/dpa | Stand: 12.09.2019, 07:00

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