Deutsche Volleyballer verpassen EM-Halbfinale

Ruben Schrott schmettert den Ball auf den polnischen Block

0:3 gegen Polen

Deutsche Volleyballer verpassen EM-Halbfinale

Die deutschen Volleyballer sind im EM-Viertelfinale trotz einer leidenschaftlichen Vorstellung an Weltmeister Polen gescheitert.

Die Mannschaft von Nationaltrainer Andrea Giani unterlag am Montagabend (23.09.2019) Weltmeister Polen in einem hochintensiven Schlagabtausch mit 0:3 (19:25, 21:25, 18:25).

Vor 6.500 Zuschauern im niederländischen Apeldoorn war Georg Grozer mit 18 Punkten bester deutscher Angreifer.

Giani: "Diese Spiele für die Zukunft nutzen"

"Wir haben schon unsere Grenzen aufgezeigt bekommen, was im Grunde genommen keine Schande ist, so wie Polen im Moment spielt", sagte Kapitän Lukas Kampa. "Am Ende haben wir einige Punkte mit leichten Aufschlägen verloren. Wir müssen diese Spiele für die Zukunft nutzen", resümierte Nationaltrainer Giani.

Schnell im Spiel

Die deutschen Volleyballer zeigten gegen die vom ehemaligen Bundestrainer Vital Heynen betreuten Polen eine leidenschaftliche Vorstellung. Grozer und Co. benötigten in ihrem vierten EM-Viertelfinale in Serie nur eine kurze Anlaufphase, dann waren sie im Spiel. Wichtig für den Diagonalangreifer war, dass seine Aufschläge kamen. Das gab dem 34-Jährigen Zuversicht.

Mit Flatteraufschlägen brachte dann Kapitän Kampa Polens Topangreifer Wilfredo Leon in Bedrängnis. Heynen nahm beim Stand von 10:10 eine Auszeit. "Kommt schon, Jungs, ihr seid viel besser als sie. Ihr müsst euer Spiel spielen", herrschte er seine Stars an. Stattdessen bescherte Grozer jedoch den Deutschen die erste Führung der Partie (11:10).

Kaliberda verletzt raus

Mit den variablen Aufschlägen von Mateusz Bieniek kamen Gianis Männer allerdings nicht klar, auf 19:14 zog der Weltmeister davon. Der eingewechselte Denis Kaliberda musste dann auch noch wegen einer Blessur an seinem angeschlagenen rechten Knie vom Feld. Die bei eigenem Aufschlag mutigen Deutschen blieben auf Tuchfühlung, Polens Block erwies sich jedoch als zu stark.

Und Polen hatte in Michal Kubiak auch einen Kapitän, der seiner Mannschaft immer wieder mit Gewinnschlägen Luft verschaffte. Deutschland musste nun in diesem hochintensiven Schlagabtausch einem 9:15 hinterherlaufen.

Im Block unterlegen

An Courage mangelte es den Deutschen wahrlich nicht. Nur zu gerne wollten sie die fünfte EM-Niederlage gegen ein polnisches Team am Stück verhindern. Im Block waren Gianis Männer jedoch unterlegen und mussten auch den zweiten Durchgang abgeben.

Grozer und seine Kollegen wehrten sich weiter und waren im letzten Satz bis auf 14:15 dran. Die Power der Polen konnten sie aber nicht mitgehen und verabschiedeten sich trotz einer starken Leistung aus der EM. Polen trifft nun am Donnerstag (26.09.2019) in Ljubljana auf Slowenien, das Titelverteidiger Russland 3:1 besiegte.

sid/dpa | Stand: 23.09.2019, 23:14

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