Nach Fünf-Satz-Krimi - Volleyballerinnen verpassen EM-Halbfinale

EM: Deutschlands Volleyballerinnen scheitern im Viertelfinale Sportschau 05.09.2019 00:58 Min. Verfügbar bis 05.09.2020 Das Erste

Volleyball-EM in Slowenien, Ungarn, Polen und der Türkei

Nach Fünf-Satz-Krimi - Volleyballerinnen verpassen EM-Halbfinale

Die deutschen Volleyballerinnen sind trotz einer couragierten und mitreißenden Vorstellung im Viertelfinale der Europameisterschaft ausgeschieden.

Die Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski unterlag in Lodz Gastgeber Polen in einem Nervenkrimi mit 2:3 (25:21, 16:25, 19:25, 25:17, 11:15) und verpasste den Sprung nach Ankara, wo am Wochenende die Halbfinals und die Medaillenspiele auf dem Programm stehen.

Bundestrainer Felix Koslowski gab zu: "Es war ein tolles Turnier, aber jetzt sind wir erstmal ein bisschen traurig. Es war großartig, in dieser Halle vor dieser Kulisse in den fünften Satz zu kommen, wir haben super gekämpft - aber wir konnten nicht immer das Momentum der Polinnen stoppen. Insgesamt bin abedr richtig stolz auf die Truppe."

Erste Niederlage im siebten Spiel

Die physisch überlegenen Polinnen spielten vor rund 10.000 Zuschauern von Anfang an ihre Körpergröße aus, das Koslowski-Team versuchte mit schnellen Angriffen dagegenzuhalten. Am Ende stand für die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes im siebten Spiel aber die erste Niederlage.

In der Vorrunde hatte das Team unter anderem Rekordeuropameister Russland bezwungen und sich im Achtelfinale gegen Außenseiter Slowenien durchgesetzt. Damit hatte die Mannschaft die Zielvorgabe bereits erfüllt. Die bislang letzte Medaille hatten die Volleyballerinnen bei der Heim-EM 2013 gewonnen. Damals verlor das Team erst das Finale gegen die Russinnen.

Pfeifkonzert bei jedem Aufschlag

In Lodz brachte das gellende Pfeifkonzert bei jedem Aufschlag die Außenseiterinnen im ersten Satz nicht aus der Ruhe, konzentriert und fokussiert kämpfte der Weltranglisten-15. um jeden Punkt. In einem hochklassigen und spannenden Schlagabtausch ließ sich die DVV-Auswahl auch von einem kleineren Rückstand nicht beirren und ging zum Ende des Satzes mit vier Punkten in Führung.

Dann verletzte sich Zuspielerin Denise Hanke am Oberschenkel und musste ausgewechselt werden, der Satz ging trotzdem an Deutschland. Den zweiten Durchgang begann das Team mit der erst 21-jährigen Pia Kästner als Zuspielerin. In der Folgezeit setzte sich Polen etwas ab, bevor Hanke zurückkehren konnte.

Drei Matchbälle abgewehrt

Deutschland leistete sich einige wenige unnötige Fehler, die die Polinnen gnadenlos zum Satzausgleich nutzten. Die Gegnerinnen spielten sich angetrieben von der Halle nun in einen Rausch, besonders die 2,02 m große Magdalena Stysiak und Topscorerin Malwina Smarzek-Godek bereiteten der Koslowski-Sechs große Probleme, die Annahme schwächelte ein wenig. Zudem konnten Louisa Lippmann, Jennifer Geerties und Jana Poll im Angriff die wenigen Chancen nicht mehr so konsequent verwerten.

Koslowski wechselte durch, das Team gab nicht auf und kämpfte weiter um jeden Punkt. Im vierten Satz ließen sich die Deutschen nicht abschütteln, legten einen 9:2-Lauf hin und holten sich das 2:2. Im Tiebreak wehrte das Team dann drei Matchbälle ab, konnte den Sieg der Gastgeberinnen aber doch nicht mehr verhindern.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Mittwoch, 04.09.19, 22.50 Uhr

sid/dpa | Stand: 04.09.2019, 23:14

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