Volleyball-EM - Deutschland schmettert sich zum Gruppensieg

Volleyballerin Louisa Lippmann (l.) aus Deutschland in Aktion gegen Weißrussland.

Volleyball-EM in Slowenien, Ungarn, Polen und der Türkei

Volleyball-EM - Deutschland schmettert sich zum Gruppensieg

Die deutschen Volleyballerinnen sind bei der Europameisterschaft weiter nicht zu stoppen.

In Bratislava gewann das Team von Trainer Felix Koslowski am Mittwoch (28.08.2019) auch das letzte Vorrundenspiel gegen Weißrussland souverän mit 3:0 (25:10, 25:15, 25:15) und zog als ungeschlagener Gruppensieger ins Achtelfinale ein. Nächster Gegner am Sonntag ist einer der Außenseiter Ukraine, Slowenien oder Portugal.

Kein Kräfteverschleiß spürbar

Beim fünften Spiel in sechs Tagen war von einem Kräfteverschleiß im jungen DVV-Team (Durchschnittsalter 23,7 Jahre) nichts zu spüren, vielmehr strotzten die forsch auftretenden Damen um Topscorerin Jana Poll (elf Punkte) vor Selbstvertrauen und erwischten einen Traumstart.

Deutsches Volleyball-Team lässt Weißrussland keine Chance

Sportschau 28.08.2019 00:54 Min. Verfügbar bis 28.08.2020 ARD Von NDR-Reporter Tobias Blanck

Durchgang eins entschied Deutschland mit einer Galavorstellung in nur 21 Minuten für sich, Weißrussland, EM-Siebter von 2017, war chancenlos und vermied nur knapp die Höchststrafe eines Satzverlustes mit einstelliger Punktzahl.

9:1-Lauf bringt die Vorentscheidung

Anders als in den Partien gegen Spanien (3:1) und Co-Gastgeber Slowakei (3:1) leisteten sich die DVV-Frauen danach keinen Durchhänger, sondern spielten aggressiv und konzentriert weiter. Im zweiten Satz gewährte der EM-Zweite von 2013 den Weißrussinnen kurzzeitig einen Punkt Vorsprung, ein 9:1-Lauf zum zwischenzeitlichen 19:13 sorgte aber für die Vorentscheidung.

Satz drei erledigten die Volleyballerinnen dann wieder im Schnelldurchgang. Lohn der souveränen Vorstellung: In der Runde der letzten 16 geht es nun nicht gegen Co-Gastgeber Polen oder die gefährlichen Belgierinnen, sondern gegen einen Underdog. Ob Slowenien (Weltranglisten-39.), Ukraine (52.) oder Portugal (52.), das DVV-Team wird der klare Favorit sein.

Drei Tage Zeit zum Erholen

Bis zum Duell mit einem der Außenseiter bleiben drei Regenerationstage, die allerdings mit einem Umzug verbunden sein könnten. Sollte Polen in Gruppe B Zweiter und die Slowakei in der deutschen Gruppe Dritter werden, geht es für die DVV-Frauen in Lodz weiter. Klarheit darüber bekommt Deutschland erst nach den letzten Vorrundenspielen am Donnerstag.

Die EM findet in diesem Jahr erstmals in vier Ländern statt. Neben der Slowakei und Polen sind auch die Türkei und Ungarn Co-Gastgeber. Halbfinale und Finale werden in Ankara gespielt. Ein EM-Gruppensieg war dem DVV-Team zuletzt bei der Heim-EM 2013 gelungen, bei der Deutschland Silber gewann.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Mittwoch, 28.08.19, 22.50 Uhr

sid | Stand: 28.08.2019, 22:13

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