Turn-EM - Schäfer enttäuscht im Balken-Finale

Pauline Schäfer

Turn-EM in Stettin, Gerätefinals

Turn-EM - Schäfer enttäuscht im Balken-Finale

Mit der zweitbesten Vornote gestartet, leistete sich Pauline Schäfer bei der Turn-EM in Stettin im Finale am Schwebebalken zu viele Fehler und verpasste das Podest deutlich.

Bei der EM der Turner im polnischen Stettin hat Pauline Schäfer am Sonntag (14.04.2019) die große Chance auf die erste EM-Medaille einer deutschen Turnerin am Schwebebalken seit 32 Jahren vergeben. Die 22-jährige Chemnitzerin leistete sich im Finale einen Absturz und weitere Unsicherheiten und musste sich mit 11,700 Punkten mit Rang sechs begnügen.

Sie meisterte zwar den von ihr selbst kreierten "Schäfer-Salto". In der gesamten Übung konnte sie aber nicht an ihren glänzenden Vorkampf anknüpfen, den sie noch als Zweite beendet hatte. "Selbst mit dem verpatzten Angang hätte es heute zu einem guten Ergebnis reichen können. Aber ich war viel nervöser als sonst, alles war mehr als wacklig", übte Schäfer Selbstkritik. Da auch die Qualifikations-Beste Georgia Villa aus Italien zweimal stürzte, ging der EM-Titel mit 13,566 Punkten an die Britin Alica Kinsella vor den beiden Französinnen Melanie de Jesus dos Santos und Lorette Charpy.

"Vielleicht zu viel Druck gemacht"

"Das Niveau war heute nicht hoch: Die Chance auf eine Medaille war sehr groß", urteilte Cheftrainerin Ulla Koch: "Vielleicht hat sich Pauline zu viel Druck gemacht." Vor anderthalb Jahren hatte Pauline Schäfer für eine Überraschung bei der WM in Montreal gesorgt, wo sie als erste Deutsche seit 36 Jahren den WM-Titel an ihrem Spezialgerät gewann.

Die Goldmedaille beim Sprung sicherte sich am Sonntag Denis Abljasin. Für den Russen war es der insgesamt siebte EM-Titel seiner Karriere. Damit setzte Abljasin die Siegesserie des russischen Teams in Stettin mit der insgesamt sechsten Goldmedaille fort.

sid/dpa | Stand: 14.04.2019, 14:51

Darstellung: