Sebastian Kienle gewinnt Triathlon in Roth

Sebastian Kienle in Roth

Daniela Sämmler mit Rekordzeit

Sebastian Kienle gewinnt Triathlon in Roth

Sebastian Kienle hat erstmals in seiner Karriere den Triathlon-Klassiker in Roth gewonnen.

Der ehemalige Ironman-Weltmeister setzte sich am Sonntag (01.07.2018) mit einer Zeit von 7:46:23 Stunden vor Lokalmatador Andreas Dreitz (7:53:06) und Jesse Thomas (7:54:38) aus den USA durch. Dem 33 Jahre alten Baden-Württemberger hatte ein Sieg in Franken noch in seiner Erfolgsliste gefehlt, nachdem er 2010 und 2011 jeweils Zweiter geworden war. Neben dem souveränen Sieger überzeugte Dreitz bei seinem zweiten Langdistanz-Triathlon.

Frühe Vorentscheidung beim Laufen

Kienle sorgte nach 3,8 Kilometern Schwimmen und 180 Kilometern auf dem Rad beim abschließenden Marathonlauf früh für die Vorentscheidung, als er den bis dahin führenden Australier Cameron Wurf abhängte. Der Ironman-Hawaii-Sieger von 2014 ließ die Konkurrenz danach vor mehr als 200.000 Zuschauern in Mittelfranken nicht mehr herankommen. "Ich habe das Gefühl, ich muss weinen, aber gleichzeitig bin ich glücklich", meinte Kienle.

Am nächsten Sonntag kommt es in Frankfurt am Main beim Ironman Germany zum nächsten Kräftemessen über die Langdistanz. Bei der Triathlon-Europameisterschaft treffen die deutschen Hawaii-Sieger Patrick Lange (2017) und Jan Frodeno (2015 und 2016) aufeinander. Kienle wird dort live im Ersten als Experte fungieren.

Sämmler in Rekordzeit

Bei den Frauen hat die Darmstädterin Daniela Sämmler gewonnen und dabei den deutschen Langstrecken-Rekord verbessert. Die 29-Jährige setzte sich in einem spannenden Finish mit neun Sekunden Vorsprung vor der favorisierten Britin Lucy Charles und Kaisa Sali aus Finnland durch. Die bisherige nationale Bestmarke unterbot Sämmler, die inoffiziell 8:43:42 Stunden unterwegs war, um fast vier Minuten. Die alte Bestmarke hatte Sandra Wallenhorst vor zehn Jahren in Klagenfurt mit 8:47:26 Stunden gesetzt.

dpa/sid/red | Stand: 01.07.2018, 15:52

Darstellung: