Lindemann stürmt bei Hamburg-Triathlon auf Rang zwei

World Series

Lindemann stürmt bei Hamburg-Triathlon auf Rang zwei

Die Potsdamerin Laura Lindemann hat sich beim Hamburg-Triathlon nach einer starken Laufleistung den zweiten Platz gesichert. Bei den Männern feierte Mario Mola den dritten Sieg in Serie.

Sprint-Europameisterin Lindemann verpasste beim Hamburg-Triathlon ihren ersten Sieg in der World Series nur knapp. Die Weltranglisten-Zehnte musste am Samstag (14.07.2018) bei der WM-Serie über 750 Meter Schwimmen, 21 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen nach 58:36 Minuten nur der französischen Überraschungssiegerin Cassandre Beaugrand (58:06) den Vortritt lassen.

"Das ist unglaublich, ich bin überglücklich. Ich habe mich immer besser gefühlt, je länger das Rennen dauerte", sagte Lindemann, die mit einer überragenden Laufleistung fast die gesamte Weltelite besiegte. Bereits im Vorjahr hatte sie mit Rang drei in der Hansestadt aufhorchen lassen. Diesmal ging es sogar noch eine Position weiter nach vorne, obwohl sie bei beiden Wechseln jeweils einige Sekunden liegen ließ. "Ich weiß nicht, was da los war", sagte die 22-Jährige.

Dritte wurde die in der WM-Wertung führende Amerikanerin Katie Zaferes (58:37). Wildcard-Starterin Bianca Bogen (1:01:29) aus Leipzig kam auf den 42. Platz. Im Feld der 57 Triathletinnen lief Sophia Saller auf Rang 46 ein. Die in Oxford lebende gebürtige Münchnerin benötigte 1:02:10 Stunden für den Dreikampf.

Mola vor Luis und Murray

Im Rennen der Männer verwies Topfavorit Mario Mola aus Spanien in 53:24 Minuten Vincent Luis aus Frankreich (53:29) und den Südafrikaner Richard Murray (53:32) im Schlussspurt auf die weiteren Podestplätze.

Die beiden anderen Vertreter der Deutschen Triathlon Union (DTU) hatten in dem hochklassig besetzten Teilnehmerfeld mit der Vergabe der vorderen Plätze erwartungsgemäß nichts zu tun. Lasse Lührs (Alicante) kam mit 71 Sekunden Rückstand auf den Sieger als 29. ins Ziel. Der Hannoveraner Jonas Schomburg (55:00) belegte Rang 34.

Der starke Schwimmer Schomburg stieg zwar nach 750 Metern in der Binnenalster als Siebter aus dem Wasser, doch beim Radfahren (21 Kilometer) und Laufen (fünf Kilometer) verlor er mehr und mehr den Anschluss. Lührs wahrte bis nach der Radstrecke seine Chancen auf eine Top-Ten-Platzierung, dann jedoch wurde der 22-Jährige nach hinten durchgereicht.

"Ich habe alles gegeben was ging", sagte Lührs anschließend. "Deshalb muss ich mit dem Ergebnis zufrieden sein. Zur Weltspitze fehlt noch ein bisschen, das hat man heute gesehen." Für den gebürtigen Niedersachsen war es bei seinem dritten Hamburg-Start das bislang beste Ergebnis.

Keine frischen Beine

"Schwimmen und Radfahren ging sehr gut", lautete Schomburgs Fazit. "Beim Laufen hatte ich mir etwas mehr erhofft. Leider waren meine Beine heute nicht ganz so frisch. Aber ich schaue nach vorn und hoffe, dass es in zwei Wochen in Edmonton besser läuft."

Für den Weltranglistenersten Mola, der seine Führung in der WM-Wertung weiter ausbaute, war es in der norddeutschen Metropole der dritte Triumph in Serie. Bei angenehmen Bedingungen für die Triathleten säumten etwa 200.000 Menschen die Straßen der Hamburger Innenstadt.

Mixed-Team-WM am Sonntag

Hamburg ist die fünfte Station der acht Veranstaltungen umfassenden WM-Serie, der Wettkampf wird seit 16 Jahren ausgetragen. Das Finale der Serie findet Mitte September in Gold Coast (Australien) statt. In der Hansestadt steht am Sonntag (14.30 Uhr) noch die Mixed-Team-WM auf dem Programm. Diese junge Disziplin gehört 2020 in Tokio erstmals zum olympischen Programm.

red/sid/dpa | Stand: 14.07.2018, 20:24

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