Schwierige Bedingungen beim Hamburg-Triathlon – siebte Plätze für Nieschlag und Lindemann

Justus Nieschlag GER beim Zieleinlauf beim ITU World Triathlon

Regennasse Strecke

Schwierige Bedingungen beim Hamburg-Triathlon – siebte Plätze für Nieschlag und Lindemann

Laura Lindemann hat beim Hamburg-Triathlon ihren dritten Podestplatz in Serie verpasst. Justus Nieschlag ist zurück in der Weltspitze.

Nach einem dritten und einem zweiten Platz in den beiden Vorjahren musste sich die Potsdamerin am Samstag (06.07.2019) mit Rang sieben begnügen. Mit der Entscheidung an der Spitze, auf die sie am Ende 28 Sekunden Rückstand hatte, hatte die 23-Jährige nichts zu tun.

Nach einer starken Laufleistung ging der Sieg nach 750 Metern Schwimmen, 21 Kilometern Radfahren, fünf Kilometern Laufen und 59:24 Minuten an Non Stanford aus Großbritannien. Die Nummer fünf der Weltrangliste verwies die Französin Cassandre Beaugrand (+ 7 Sekunden) und Summer Rappaport (+18) aus den USA auf die Positionen zwei und drei.

"Konnte einen Sturz nur knapp vermeiden"

"Mit dem Schwimmen war ich zufrieden. Beim Radfahren hatte ich großen Respekt vor der rutschigen Strecke und konnte einen Sturz nur knapp vermeiden. Beim Laufen hatte ich dann nicht die schnellen Beine, die ich mir gewünscht hätte", sagte Lindemann im ZDF. Wegen eines vereiterten Backenzahns hatte sie zuletzt eine mehrwöchige Trainingspause einlegen müssen.

Großes Pech hatte Katie Zaferes (USA). Die Gesamtführende der World Series kam auf der durch den Dauerregen rutschigen Fahrstrecke mit dem Rad zu Fall. Sie blieb zwar unverletzt, musste jedoch ihr Rad wieder herrichten, verlor fast eineinhalb Minuten und wurde am Ende 35.

Auch Nieschlag wird Siebter

Sie lag damit hinter der Potsdamerin Caroline Pohl (19., +1:48 Minuten) und Nina Eim aus Itzehoe (28., +2:21). Anja Knapp aus Dettingen musste das Rennen aufgeben. Ungeachtet der problematischen Wetterbedingungen verfolgten rund 100.000 Menschen das Rennen in der Hansestadt.

Bei den Männern sorgte Justus Nieschlag aus Lehrte ebenfalls mit einem siebten Platz für das beste deutsche Ergebnis. Der Sieg ging an den Australier Jacob Birtwhistle (55:09 Minuten) vor Vincent Luis aus Frankreich (+1 Sekunde) und dem Belgier Jelle Geens (+4). Nieschlag hatte einen Rückstand von nur 16 Sekunden und meldete sich damit nach langwierigen Achillessehnenproblemen in der Weltspitze zurück.

Lührs zweitbester Deutscher

"Es ist ein grandioses Gefühl, es war für mich ganz persönlich ein wichtiges Rennen. Auf dieser Welle will ich weiter surfen", sagte Nieschlag im ZDF. Ihn hatte ein glimpflich verlaufener Sturz einige Sekunden gekostet. 

Lasse Lührs aus Potsdam wurde 14. (+38), Valentin Wernz (Mengen, +49) 19., Jonas Schomburg (Hannover, +51) 20. und Maximilian Schwetz (Griesheim, +1:36 Minuten) 36.

Am Sonntag (7.7.2019) steht ab 9.30 Uhr die Mixed-Staffel-WM an. Diese Disziplin steht 2020 in Tokio erstmals auf dem olympischen Programm. Von dem Wettkampf zeigt die Sportschau im Ersten ab 12.45 Uhr eine ausführliche Zusammenfassung.

red/sid | Stand: 06.07.2019, 17:44

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