Tischtennis - Chinesen bleiben dominant

Turnier in China

Tischtennis - Chinesen bleiben dominant

Acht Monate lang gab es im Tischtennis wegen der Corona-Pandemie kein internationales Turnier. Beim World Cup in Weihai zeigte sich nun: Die Chinesen dominieren weiterhin. Der Bundestrainer ist trotzdem nicht unzufrieden.

Acht Monate ohne internationale Turniere haben an den Machtverhältnissen im Tischtennis vorerst nichts geändert. Beim World Cup im chinesischen Weihai verlor der frühere Weltranglisten-Erste Dimitrij Ovtcharov im Viertelfinale auch sein 18. Duell mit dem Weltmeister und Olympiasieger Ma Long (1:4).

Im Endspiel am Sonntag (15.11.2020) standen sich dann erneut zwei Chinesen gegenüber: Der 32-jährige Ma Long verlor gegen den Weltranglisten-Ersten Fan Zhendong in 3:4 Sätzen.

Roßkopf: "Die Jungs sind auf einem guten Weg"

Der deutsche Bundestrainer Jörg Roßkopf zog trotzdem ein positives Fazit dieses internationalen Restarts während der Corona-Pandemie. "Die Jungs sind auf einem guten Weg, und der World Cup war nach der langen Pause ein wichtiges Turnier für uns", sagte er.

Der große Unterschied ist: Die Chinesen bildeten selbst während der coronabedingten Turnierpause eine Trainingsgruppe mit 24 Spielern und zwölf Trainern, in der jeder Topspieler jeden Tag auf höchstem Niveau gefordert wurde. Ovtcharov dagegen fehlt "nach der langen Zeit ohne internationale Vergleiche im Wettkampf einfach noch der Touch", wie er nach seiner Niederlage gegen Ma Long sagte.

Tischtennis - acht Tage Isolation im Hotel vor dem Weltcup Sportschau 10.11.2020 04:27 Min. Verfügbar bis 10.11.2021 Das Erste

ITTF Finals stehen an

Am Montag reisen die deutschen Spieler zu den ITTF Finals weiter, die am Donnerstag in Zhengzhou beginnen und jedes Jahr das bestdotierte Turnier im Tischtennis sind. Neben Ovtcharov und dem beim World Cup im Achtelfinale gescheiterten Patrick Franziska startet dort bei den Frauen auch die Weltranglisten-20. Petrissa Solja.

dpa | Stand: 15.11.2020, 14:57

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