Wimbledon: Novak Djokovic ohne Mühe weiter

Novak Djokovic in seinem Zweitrunden-Match gegen Denis Kudla

Tennis in London

Wimbledon: Novak Djokovic ohne Mühe weiter

Als Titelverteidiger Novak Djokovic auf dem Centre Court seinen mühelosen Zweitrundensieg bejubelte, war das Wimbledon-Abenteuer für die deutschen French-Open-Helden Kevin Krawietz und Andreas Mies bereits wieder beendet.

Titelverteidiger Djokovic kam am Mittwoch (03.07.2019) mühelos eine Runde weiter. Der topgesetzte Serbe bezwang Denis Kudla aus den USA klar mit 6:3, 6:2, 6:2. Sein nächster Gegner ist Hubert Hurkacz (Polen).

Stan Wawrinka ausgeschieden

Im Vorjahr hatte der heute 32-Jährige im Finale den Südafrikaner Kevin Anderson besiegt und seinen vierten Wimbledon-Titel gewonnen. Insgesamt steht er derzeit bei 15 Major-Siegen.

Wimbledon - Böse Überraschung für Krawietz und Mies

Sportschau 03.07.2019 00:36 Min. Verfügbar bis 03.07.2020 ARD

Auch sonst gab es am dritten Tag des Grand-Slam-Klassikers an der Londoner Church Road wenige Überraschungen. Einzig die Fünfsatzpleite des dreimaligen Grand-Slam-Siegers Stan Wawrinka (Schweiz) gegen den Aufschlag-Riesen Reilly Opelka (USA) sorgte für etwas Aufsehen.

Gauff sorgt weiter für Furore

Weiter für Furore sorgt die erst 15-jährige Cori Gauff. Das amerikanische Megatalent zog dank eines souveränen 6:3, 6:3 gegen die doppelt so alte Magdalena Rybarikova in die dritte Runde ein. Die Slowakin Rybarikova hatte beim Grand-Slam-Klassiker in London vor zwei Jahren im Halbfinale gestanden. Gauff spielt nun am Freitag gegen Polona Hercog aus Slowenien um das Erreichen des Achtelfinales.

"Ich denke, ich habe gut gespielt, insbesondere bei den wichtigen Punkten. Es passiert so viel, ich bin immer noch geschockt, dass ich hier bin", sagte Gauff, die für die Qualifikation eine Wildcard erhalten hatte. Zum Auftakt des Rasenturniers hatte Gauff mit einem Erstrundensieg gegen die fünfmalige Wimbledonsiegerin Venus Williams aus den USA überrascht und damit das Duell der jüngsten mit der ältesten Spielerin im Hauptfeld für sich entschieden.

Am Donnerstag ist ein deutsches Quintett um Titelverteidigerin Angelique Kerber im Einsatz.

Seit Paris kein Sieg mehr für Krawietz/Mies

An einem Tag, der nach dem Debakel von Montag ohne deutsche Einzel-Matches über die Bühne ging, verabschiedeten sich die Doppel-Hoffnungsträger Krawietz und Mies sang- und klanglos in Runde eins. Gegen den Brasilianer Marcelo Demoliner und den Inder Divij Sharan unterlag das an Nummer 13 gesetzte Duo aus Coburg und Köln 5:7, 4:6, 5:7.

Seit ihrem sensationellen Triumph in Paris haben sie kein Match mehr gewonnen. Bereits beim Heimturnier in Halle/Westfalen Mitte Juni sowie eine Woche später in Antalya waren die ersten deutschen Grand-Slam-Sieger im Doppel seit Gottfried von Cramm und Henner Henkel 1937 an ihrer Auftakthürde gescheitert.

Im Mixed wartet ein Highlight

Krawietz/Mies hatten gegen Demoliner/Sharan zu Beginn noch alles offengehalten, mit dem ersten Break des Tages aber den ersten Satz verloren. Im zweiten Durchgang ging das deutsche Duo zunächst 3:1 in Führung, gab diese jedoch wieder umgehend aus der Hand. Der letztlich finale Satz war dann ein Spiegelbild des ersten. Im Vorjahr hatten sie auf dem "heiligen Rasen" noch die dritte Runde erreicht.

Krawietz und Mies sind in Wimbledon allerdings beide noch im Mixed-Wettbewerb am Start. Vor allem Mies darf sich dabei auf ein echtes Highlight freuen. In Runde eins trifft der 28-Jährige zusammen mit der Chilenin Alexa Guarachi auf die Tennis-Superstars Andy Murray und Serena Williams.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Mittwoch, 03.07.19, 22.50 Uhr

dpa/sid/red | Stand: 03.07.2019, 22:47

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