Wimbledon - Halep und Williams ziehen ins Halbfinale ein

Simona Halep

Tennis

Wimbledon - Halep und Williams ziehen ins Halbfinale ein

Die frühere Weltranglisten-Erste Simona Halep hat zum zweiten Mal das Halbfinale von Wimbledon erreicht. Auch Serena Williams ist wieder unter den besten vier Spielerinnen.

Halep, die 27 Jahre alte Rumänin, setzte sich am Dienstag (09.07.2019) im Viertelfinale gegen die Chinesin Zhang Shuai 7:6 (7:4), 6:1 durch. Im Kampf um den Einzug ins Endspiel trifft die Nummer sieben der Welt am Donnerstag auf die Ukrainerin Jelina Switolina. Die Weltranglisten-Achte setzte sich in der Runde der besten Acht gegen die Tschechin Karolina Muchova 7:5, 6:4 durch und zog erstmals in die Vorschlussrunde eines Grand-Slam-Turniers ein.

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Halep, die 2014 im Halbfinale des Rasenturniers in London stand, hatte sich im Achtelfinale gegen die 15-jährige US-Amerikanerin Cori Gauff behauptet. Ihren bisher einzigen Grand-Slam-Titel gewann Halep 2018 bei den French Open.

Halep und Williams ziehen ins Halbfinale ein

Sportschau 09.07.2019 01:13 Min. ARD Von NDR-Reporter Thomas Perlebach

Williams benötigt drei Sätze

Serena Williams gewann gegen ihre US-amerikanische Landsfrau Alison Riske mit 6:4, 4:6, 6:3. Im Halbfinale trifft die siebenmalige Wimbledonsiegerin auf die Tschechin Barbora Strycova, die die Träume der britischen Hoffnungsträgerin Johanna Konta (Nr. 19) durch ein 7:6 (7:5), 6:1 beendete. Für die 33-Jährige Strycova war es der erste Einzug in ein Grand-Slam-Halbfinale.

"Ich war wirklich aufgepeitscht am Ende", sagte Williams hinterher: "Sie spielt so großartig, hat ihr Herz auf dem Platz gelassen. Der Sieg bedeutet eine große Genugtuung für mich, vor ein paar Wochen hätte ich das nicht gewonnen." Bei ihrer 19. Wimbledon-Teilnahme steht Williams damit zum elften Mal in der Vorschlussrunde. Zehnmal erreichte sie anschließend auch das Endspiel. Im Vorjahr hatte Williams im Finale gegen die Kielerin Angelique Kerber verloren.

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Seit der Geburt ihrer Tochter Alexis Ohanian 2017 wartet Williams auf den Gewinn ihres 24. Grand-Slam-Titels, mit dem sie zur Australierin Margaret Court aufschließen würde. Nun ist sie eine der letzten im Turnier verbliebenen Topfavoritinnen. Am Montag hatten sich schließlich auch die Weltranglistenerste Ashleigh Barty (Australien) gegen Riske und die an Nummer drei gesetzte Karolina Pliskova (Tschechien) aus London verabschiedet.

Erster Entscheidungs-Tiebreak der Geschichte Wimbledons

In der Doppel-Konkurrenz gab es eine Premiere. Beim Stand von 12:12 im fünften Satz ihrer Drittrundenbegegnung spielten Henri Kontinen/John Peers (Finnland/USA) und Rajeev Ram/Joe Salisbury (USA/Großbritannien) den ersten Entscheidungs-Tiebreak in der Geschichte Wimbledons. Kontinen/Peers gewannen mit 7:2 und entschieden damit das Match.

Die Regel kommt 2019 erstmals zur Anwendung. Bislang mussten die Sieger im Herren- und Dameneinzel sowie in allen Doppeldisziplinen zwei Spiele Vorsprung haben. Nun gilt diese Regelung für Major-Turniere einzig noch bei den French Open. Bei den US Open wird schon lange ein normaler Tiebreak beim Stand von 6:6, bei den Australian Open seit diesem Jahr ein sogenannter Match-Tiebreak bis 10 gespielt.

Anlass für die neue Regel in Wimbledon war 2018 das Halbfinale zwischen Kevin Anderson (Südafrika) und John Isner (USA), das erst nach 6:36 Stunden mit 26:24 im fünften Satz für Anderson zu Ende gegangen war.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 09.07.19, 22.50 Uhr

dpa/sid | Stand: 09.07.2019, 18:31

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