Djokovic gewinnt historisches Finale von Wimbledon

Novak Djokovic

Tennis-Grand-Slam in London

Djokovic gewinnt historisches Finale von Wimbledon

Novak Djokovic hat das Finale von Wimbledon gewonnen. In einem dramatischen Endspiel schlug er Roger Federer in fünf Sätzen - inklusive dreier Tie-Breaks.

Die Fans auf dem Centre Court sahen wie erwartet ein hochklassiges Duell. Am Ende setzte sich der Weltranglisten-Erste aus Serbien mit 7:6 (7:5), 1:6, 7:6 (7:4), 4:6, 13:12 (7:3) durch und verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr. Mit 4:57 Stunden war das Endspiel zwischen den beiden Tennis-Giganten das längste der Wimbledon-Geschichte.

Djokovic, der im fünften Satz bei 7:8 zwei Matchbälle Federers abwehrte, triumphierte zum fünften Mal auf dem "heiligen Rasen" und holte seinen insgesamt 16. Grand-Slam-Turniersieg. Zum ersten Mal in der Geschichte des Turniers wurde zudem nach einer Änderung der Regel der fünfte Satz beim Stand von 12:12 im Tie-Break entschieden. Zuvor gab es in Wimbledon im fünften Satz keinen Tie-Break.

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Federer: "Ein großartiges Match"

"Es war ein großartiges Match. Es hat alles geboten. Wir haben großes Tennis geboten. Gratulation an Novak, das war verrückt", sagte Federer, der seinen neunten Sieg in Wimbledon verpasste.

Auch Djokovic stand direkt nach dem Match noch unter dem Eindruck einer dramatischen Partie: "Ich glaube, das war das spektakulärste Finale, das ich jemals bestritten habe. Leider ist es so, dass in so einem Finale einer verlieren muss. Es ist ein bisschen komisch, im Tiebreak zu gewinnen."

Wimbledon - Djokovic ringt Federer nieder

Sportschau 14.07.2019 00:31 Min. ARD Von Ina Kast

Erster Durchgang wird im Tie-Break entschieden

Das Match begann ausgeglichen. Federer hatte zwar im dritten Spiel des ersten Satzes eine Breakchance, doch der Serbe brachte sein Service mit Ach und Krach durch. Auch in der Folge hatte Djokovic Probleme mit seinem Aufschlag, Federer servierte dagegen solide, schaffte aber auch kein Break.

Die Entscheidung fiel im Tie-Break mit spektakulären Ballwechseln. Am Ende hatte Djokovic nach 58 Minuten mit 7:5 das bessere Ende, auch weil Federer ausgerechnet jetzt zu viele Fehler machte.

Zweiter Satz klar an Federer

Dann schlug Federer zurück und schaffte das erste Break der Partie. Nun gelang dem Serben kaum noch etwas. Auch das zweite Aufschlagsspiel ging verloren, schnell hieß es 4:0 für Federer. Es sah aus, als habe Djokovic den Satz abgeschenkt.

Zwar sendete er noch einmal ein Lebenzeichen und verkürzte auf 1:4, doch Federer ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.

Dritter Satz ausgeglichen - bis zum Tie-Break

Der Mann aus Belgrad verschwand kurz in der Kabine und kam gestärkt zurück. Djokovic war nach dem desolaten zweiten Durchgang wieder konkurrenzfähig - auch wenn er beim Stand von 4:5 einen Satzball gegen sich abwehren musste.

Der Tie-Break lief dann wie im ersten Satz. Federer machte zu viele Fehler - dieses Mal vor allem mit der Rückhand - Djokovic entschied den Tie-Break mit 7:4 für sich.

Federer gelingen die nächsten Breaks

Im vierten Satz holte sich Roger Federer dann erneut den Aufschlag von Djokovic - und das gleich zweimal. Zwar gewann nun auch Djokovic zum ersten Mal das Service seines Gegners, doch das nutzte nichts. Federer sicherte sich den vierten Satz.

Dramatik im fünften Satz

Djokovic hatte dennoch Geschmack an Breakbällen gefunden. Im entscheidenden fünten Satz hatte er beim Stand von 2:1 gleich drei Stück - und konnte keinen nutzen.

Beim nächsten Aufschlagsspiel machte er es besser und nutzte einen schlecht vorbereiteten Netzangriff von Federer zum Break. Doch er durfte sich nicht lange darüber freuen, denn Federer gelang umgehend das Re-Break. Das Spiel wiederholte sich später erneut. Federer hatte beim Stand von 8:7 sogar zwei Matchbälle, konnte sie aber nicht nutzen.

Beim 12:12 ging es schließlich zum ersten Mal in der Geschichte des Turniers in einen Tie-Break im fünften Satz. Diesen entschied Djokovic mit 7:3 für sich. Es war sein fünfter Erfolg in Wimbledon. Federer hat das Turnier achtmal gewonnen.

Thema in: Mittagsmagazin, Das Erste, Montag, 15.07.19, ab 13 Uhr

sid/dpa | Stand: 14.07.2019, 20:21

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