US Open - Federer und Williams quälen sich in die dritte Runde

Der Schweizer Roger Federer in Aktion gegen den Bosnier Damir Dzumhur.

US Open in New York

US Open - Federer und Williams quälen sich in die dritte Runde

Roger Federer kämpfte bei den US Open gegen seine Anlaufschwierigkeiten, Novak Djokovic mit seiner schmerzenden Schulter und Serena Williams gegen das frühe Aus.

Wie schon zuvor gegen den Inder Sumit Nagal verlor der Schweizer Federer auch in seinem Zweitrunden-Match am Mittwoch (28.08.2019) gegen Damir Dzumhur (Bosnien-Herzegowina) den Startsatz, gewann aber schließlich klar 3:6, 6:2, 6:3, 6:4. "Es war wieder sehr ähnlich zum letzten Spiel. Ich brauche wohl einfach ein bisschen Zeit", sagte Federer: "Ich bin sehr zufrieden, dass ich am Ende einen Weg gefunden habe, denn ich hatte keine Lust, auf dem Niveau des ersten Satzes weiterzuspielen, das war richtig enttäuschend, ich habe hohe Maßstäbe an mich selbst."

Zu viele unerzwungene Fehler

Gegner um den Einzug ins Achtelfinale ist Daniel Evans (Großbritannien) oder Lucas Pouille (Frankreich/Nr. 25), der in der ersten Runde Philipp Kohlschreiber (Augsburg) bezwungen hatte. Zum Auftakt war Federer gegen den frechen indischen Qualifikanten Nagal (Nummer 190 der Welt) ebenfalls schwer in die Gänge gekommen, hatte aber nach verlorenem Auftaktsatz 4:6, 6:1, 6:2, 6:4 gewonnen.

Er habe "nicht konsequent genug aufgeschlagen", ihm unterliefen "Doppelfehler, die mir sonst nicht passieren" und er beging "zu viele ungezwungene Fehler", sagte der 38-Jährige - und gegen Dzumhur ging es wieder genauso los. Leistete er sich gegen Nagal 57 "unforced errors", so waren es gegen den Bosnier im ersten Durchgang schon wieder 17. Nach 29 Minuten war der erste Satz verloren, doch dann schaltete Federer wieder zwei Gänge höher und geriet nicht mehr in Schwierigkeiten.

Kyrgios droht harte Strafe

Diese könnten jedoch Tennis-Bad-Boy Nick Kyrgios drohen. Die Spielervereinigung ATP teilte am Mittwoch mit, dass sie gegen den Australier nach dessen jüngster Verbalattacke Ermittlungen aufgenommen hat. Als Kyrgios nach seinem Erstrunden-Sieg gegen den US-Amerikaner Steve Johnson gefragt wurde, ob ihn die Geldstrafe von 113.000 US-Dollar (knapp 102.000 Euro) nach seinen Ausrastern in Cincinnati mental beeinträchtigt habe, sagte er: "Überhaupt nicht. Die ATP ist sowieso ziemlich korrupt."

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Wenig später ruderte Kyrgios auf Twitter zurück. Die ATP als korrupt zu bezeichnen, sei "nicht die richtige Wortwahl" gewesen, schrieb er. Vielmehr wollte er die "Doppelmoral" der Organisation anprangern.

Djokovic mt Schmerzen

Novak Djokovic musste auf die Zähne beißen, die linke Schulter bereitete Probleme. "Es war nicht leicht, mit den Schmerzen zu spielen", sagte der Titelverteidiger - dennoch bezwang er den Argentinier Juan Ignacio Londero 6:4, 7:6 (7:3), 6:1 und blieb ohne Satzverlust. Immer wieder dehnte und massierte der Wimbledonsieger in Spielpausen seine Schulter, ließ sich zudem mehrmals vom Physiotherapeuten behandeln.

"Es hat definitiv meinen Aufschlag und meine Rückhand beeinträchtigt", berichtete der Weltranglistenerste aus Serbien, konnte aber dann schon wieder scherzen. "Wahrscheinlich", sagte er lachend, "werde ich die Schulter erstmal für 48 Stunden ruhigstellen und dann schauen, was passiert."

Williams benötigt fast zwei Stunden

Schwer tat sich in der Frauen-Konkurrenz Vorjahresfinalistin Serena Williams. Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin aus den USA musste im Arthur-Ashe-Stadium gegen ihre 20 Jahre jüngere Landsfrau Catherine McNally über die volle Distanz gehen. Nach 1:54 Stunden bezwang Williams die Wildcard-Starterin 5:7, 6:3, 6:1.

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Fünf Deutsche am Donnerstag

Am Donnerstag kämpfen fünf Deutsche um den Einzug in die dritte Runde: Alexander Zverev spielt gegen den Lokalmatadoren Frances Tiafoe, Julia Görges bekommt es mit Wildcard-Starterin Francesca di Lorenzo (USA) zu tun. Daneben sind Andrea Petkovic (Darmstadt), Cedrik-Marcel Stebe (Mühlacker) und Jan-Lennard Struff (Warstein) im Einsatz.

dpa/sid | Stand: 29.08.2019, 06:35

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